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30:25: DSV-Sieben feiert Derbysieg

Bad Doberan 30:25: DSV-Sieben feiert Derbysieg

Doberaner Oberliga-Handballer gewinnen Heimspiel gegen Fortuna Neubrandenburg

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Vier Treffer zum Doberaner Heimsieg über Fortuna Neubrandenburg steuerte Kay Landwehrs bei.

Quelle: Foto: Joachim Kloock

Bad Doberan. Die Handballmänner des Bad Doberaner SV haben auch ihr drittes selbsternanntes „Endspiel“ in Folge gewonnen. Im Landesderby gegen Fortuna Neubrandenburg setzten sich die Münsterstädter am Sonnabend letztlich verdient mit 30:25 (13:13) durch und verschafften sich mit nunmehr sechs Zählern Vorsprung auf die Abstiegszone vorerst etwas Luft im Tabellenkeller der Oberliga Ostsee-Spree.

Allerdings benötigten die Hausherren vor rund 320 Zuschauern in der Doberaner Stadthalle fast eine komplette Halbzeit lang, um auf Betriebstemperatur zu kommen. So verwunderte es auch nicht, dass die Gäste zwischenzeitlich sogar mit drei Treffern (8:11, 22.) in Front lagen. Kurz darauf leitete das Team von Trainer Lars Rabenhorst aber die Wende ein. Zur Pause hatte sich die DSV-Sieben schon ein 13:13-Remis erkämpft und legte anschließend mit einem furiosen Auftakt in die zweite Hälfte den Grundstein für den siebten Saisonerfolg.

„Wir hatten eine sehr gute Viertelstunde nach der Halbzeit. Wir haben uns in dieser Phase ein Polster erarbeitet. In der Folge haben wir trotzdem nicht die nötige Ruhe in unser Spiel bekommen“, erklärte Doberans Coach Lars Rabenhorst.

Sein Gegenüber Ralf Böhme war bereits 277 Sekunden nach dem Wiederanpfiff zu einer Auszeit gezwungen. In dieser Zeit waren die Gastgeber auf 18:13 davon geeilt. Und auch die Unterbrechung seitens der Fortunen konnte nicht verhindern, dass der DSV seinen Vorsprung – aufbauend auf die zahlreichen Paraden des abermals starken Keepers Sebastian Prothmann – immer weiter ausbauen konnte.

Lars Rabenhorst, der kurzfristig auf den verletzten Maximilian Lendner sowie die erkrankten Florian Voigt und Alexander Palm verzichten musste, kannte auch den Grund dafür: „Meine Spieler haben die im Vorfeld ausgegebenen Vorgaben dann besser umgesetzt. Wir haben deutlich aggressiver verteidigt und den jungen Neubrandenburgern nicht mehr so viele Räume gegeben. Und im Vorwärtsgang waren wir sehr effektiv.“ Damit war es jedoch nach dem 25:16 (47.) – der höchsten Doberaner Führung in dieser Partie – vorbei.

Die mit einem Durchschnittsalter von nur 21,8 Jahren im Mittel um sieben Jahre jüngeren Gäste brachten das Doberaner Angriffsspiel fortan mit verschieden Varianten der Manndeckung – erst vereinzelt gegen DSV-Routinier Yan Vizhbovskyy, später über das gesamte Feld – teilweise zum Erliegen. Weil die Münsterstädter im Gefühl des sicheren Sieges auch in der Abwehr wieder die anfänglichen Lücken offenbarten, konnten die Neubrandenburger bis auf 27:23 (57.) verkürzen.

Am Erfolg der Doberaner, bei denen Jakub Zboril mit sieben Toren ein tolles Comeback nach seiner Nasen-OP feierte, gab es allerdings nichts mehr zu rütteln.

Des einen Freud war aber wie so oft des anderen Leid: Während der Doberaner SV mit nun 14:20 Punkten auf Rang neun kletterte und sich auf das bevorstehende Landesduell beim HSV Insel Usedom am kommenden Sonnabend freuen kann, gab es nach der Partie auf Seiten der Viertorestädter viele hängende Köpfe. Der im bisherigen Saisonverlauf von zahlreichen Verletzungen gebeutelte Tabellenvorletzte (5:27 Punkte) steckt bei sieben Zählern Rückstand auf das rettende Ufer mehr denn je in Abstiegsnot. Nicht ausgeschlossen, dass das zwölfte Oberliga-Derby dieser beiden Teams das vorerst letzte war.

„Aus Doberaner Sicht gilt natürlich alle Konzentration dem eigenen Klassenerhalt. Dennoch wünschen wir den Fortunen im weiteren Saisonverlauf alles Gute und hoffen auf ein weiteres Oberliga-Derby in der nächsten Spielzeit", sagte Robert French, der bei seinem ungeplanten Kurz-Comeback im DSV-Tor in der ersten Halbzeit einen Siebenmeter entschärfen konnte.

Statistik

Doberaner SV: Prothmann, French - 4/2, Lehwald 3, Zboril 7, Ritzrau 2, Jahn 2, Stöwsand 2, Landwehrs 4/1, Fandrich 1, Sachse, Paul 1, Kröplin, Vizhbovskyy 4/1.

Fortuna Neubrandenburg: Prodoehl, Hoefs – Waeller 6, Langschwager 3/3, Ziesler 2, Rütz, Klepp 7/3, Tippelt 3, Kühle, Gutjahr 1, Wenske, Hauschildt 2, Bornkessel 1.

Strafminuten: Doberan 10, Neubrandenburg 6.

Siebenmeter: Doberan 6/4, Neubrandenburg 7/6.

Simone Seidel

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