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Adycate soll jetzt kürzer treten

Steffenshagen Adycate soll jetzt kürzer treten

„Er ist einfach perfekt“, sagt Janin Stechow. Vor allem sind es seine inneren Werte, die sie liebt.

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Ein starkes Paar bei vielen Turnieren: Reiterin Janin Stechow und Wallach Adycate.

Quelle: Sabine Hügelland

Steffenshagen. „Er ist einfach perfekt“, sagt Janin Stechow. Vor allem sind es seine inneren Werte, die sie liebt. Nicht zu vergessen seine sportlichen Vorzüge: Der Holsteiner Warmblut Wallach „Adycate“ ist ein echter Gewinner. „Er hat einen tollen Charakter, ohne Macken. Es macht einfach Freude ihn zu reiten." Viele Siege konnte die 24-Jährige mit ihrem jetzt 18-jährigen Pferd bereits erzielen.

Sein Rentnerleben kann Adycate gemütlich auf der Weide verbringen und das Leben genießen."Janin Stechow, Springreiterin

Zuletzt 2015 und zum zweiten Mal in Folge die Landesmeisterschaft Springen bei den Damen in Redefin. Dieses Jahr wird Adycate wieder an Springprüfungen teilnehmen. „Dann muss ich mal sehen.

Eigentlich möchte ich, dass er kürzer tritt. Sein Rentnerleben kann er gemütlich auf der Weide verbringen und das Leben genießen", sagt die Medienkauffrau.

Acht Jahre war das Pferd alt, als es zu ihr kam. In dieser Zeit bauten beide eine enge Bindung auf. „Bei Adycate weiß ich genau, wie er reagiert. Ich muss keine Angst haben. Er ist sehr schnell, aber auch vorsichtig. Dadurch kann ich mit ihm gewinnen." Auch ein achtjähriger Oldenburger Wallach geht mit auf Springturniere: „Bis zu M-Springen — und auch er ist ein super Pferd", lobt Janin Stechow Zwei dreijährige Hengste stehen schon startbereit auf der Koppel des Ferien- und Reiterhofs Ruth Stechow. Einer davon ist der Halbbruder von Adycate. „In ihn stecke ich meine ganze Hoffnung. Er könnte auch ein gutes Springpferd werden", denkt die Reiterin in die Zukunft. Beide jungen Pferde wird Janin Stechow ab dem Sommer trainieren: „Es sind dann die ersten jungen Pferde, die ich ausbilde und ich freue mich schon drauf."

Ruth Stechow ist die Großmutter der jungen Frau, die ihre Liebe zu den Pferden an die Enkelin weitergab und sie auch ermutigte, mit drei Jahren erstmals auf einem Pony zu reiten. Vier Jahre nach dem ersten Reitversuch absolvierte Janin Stechow bereits Springturniere und bekam von ihrer Oma ein eigenes Pony. Als der Umstieg vom Pony auf ein Großpferd erfolgen musste, wurde Adycate ausprobiert. Es klappte auf Anhieb und so zog er in eine Box auf die Reitanlage.

Bis zum 21. Lebenjahr nahm die junge Frau erfolgreich viermal an deutschen Meisterschaften der Junioren und Jungen Reiter teil und qualifizierte sich zweimal für den „Preis der Besten“ Jugendreiter Deutschlands. Auch beim Salut-Festival in Aachen war sie dabei. Viele M- und S-Springen absolvierte die Wittenbeckerin mit Bravour und holte zweimal den Landessieg in der M/S Klasse im Springreiten der Frauen.

Mit dem Ende der Juniorenzeit gelten anderen Voraussetzungen: „Ich muss für mich selbst sehen, wie ich wo an welchen Turnieren teilnehme. Große Turniere sind es deshalb weniger geworden. Es bleibt für mich jedoch ein Hobby."

Anders als ihr Lebenspartner Richard Robinson, mit dem sie seit fast fünf Jahren zusammen ist und der in Satow auf einer Reitanlage tätig ist. Beide lernten sich während eines Turniers kennen. Der gebürtige Brite kommt ebenfalls aus dem Springsport und ist dort sehr erfolgreich. Mehrere Male nahm er am Bundes-Championat in Warendorf teil und gewann 2015 in Bonhomme die große Tour und somit den Ritt um das „Weiß-Goldene Pferd“. Für beide steht Pferdesport an erster Stelle. „Da bleibt kaum Zeit für anderes", meint Janin Stechow, bedauert es aber nicht.

Jeden Tag verbringt sie nach der Arbeit im Stall. „Das ist ein wichtiger Teil in meinem Leben." Für die junge Frau beginnt die Zukunft mit der Ausbildung der Jungpferde. „Vielleicht habe ich nochmal solch ein Pferd wie Adycate", hofft sie.

Von Sabine Hügelland

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