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Aufstrebender Dorfklub gegen ehemaliges Schwergewicht

Parkentin/Rostock Aufstrebender Dorfklub gegen ehemaliges Schwergewicht

Das Titelrennen in der Fußball-Kreisoberliga ist ein spannender Zweikampf

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Parkentins Michael Hub, der hier den Ball führt, sorgte gegen Pastow mit Distanzschüssen für Gefahr, blieb aber ohne Torerfolg. FOTO: Tommy Bastian

Parkentin/Rostock. Das hätten nicht viele für möglich gehalten. Der SV Parkentin stellt die Fußball-Kreisoberliga Warnow Staffel I mächtig auf den Kopf. Der Aufsteiger begeistert die Spielklasse. Der Spitzenreiter hat bereits vier Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten Sievershäger SV – zwei Spieltage vor Ende der Hinrunde.

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Das Titelrennen in der Fußball-Kreisoberliga ist ein spannender Zweikampf

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Uns war schon klar, dass wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben werden. Dennoch kommt es überraschend, dass wir so lange da oben mitspielen.

Christoph Wagner

Nach dem Aufstieg aus der Kreisliga im Sommer war die momentane Ausgangssituation für Christoph Wagner so nicht zu erwarten. „Dass wir so gut mithalten können, ist schon sehr überraschend“, betont der Parkentiner Trainer. „Wir hatten gehofft, dass wir nichts mit dem Abstieg zu tun haben werden. Ein Platz im Tabellenmittelfeld war das Ziel.“

Bisher läuft es deutlich besser. Der SVP holte zehn Siege in elf Ligaspielen, steht kurz vor der Herbstmeisterschaft. Für Wagner hat dieser „Titel“ jedoch wenig Bedeutung.„Die Saison ist noch lang, wir haben noch sehr viele Partien vor uns“, meint der 36-Jährige.

Ein Aufstieg in die Landesklasse wäre etwas Historisches. Noch nie spielte der Klub auf Landesebene. Laut Wagner soll es beim SV Parkentin erst seit 1998 eine Fußballmannschaft geben. Trotz der Euphorie ist für den Blondschopf Ex-Landesmeister Sievershäger SV der große Favorit auf den Staffelsieg.

Beim 0:0 im direkten Duell gegen den Verfolger musste Parkentin den einzigen Punktverlust hinnehmen. „Sievershagen hat ein starkes Team. Wir kennen uns untereinander sehr gut“, schildert Wagner, der seit 2010 Coach in Parkentin ist.

Damals fing er als Spielertrainer in der Kreisliga an. 2012 folgte der Aufstieg in die höchste Kreisspielklasse. „Im Jahr zuvor wären wir fast aus der Kreisliga abgestiegen. Mit dem gleichen Team haben wir den Sprung in die Kreisoberliga geschafft“, erinnert sich Wagner.

Nach nur einem Jahr stieg der SV Parkentin wieder ab. „Die Liga war damals noch eine Nummer zu groß für uns. Trotzdem ist die Mannschaft im Gros zusammengeblieben“, sagt Wagner.

Die folgenden drei Jahre in der Kreisliga sieht der Coach als Entwicklungsprozess. „Die Truppe ist Stück für Stück gewachsen und wurde über die Jahre durch starke Neuzugänge ergänzt“, so Wagner.

Für Hendrik Wordell, Trainer des Tabellenzweiten Sievershäger SV, kommt der Erfolg der Parkentiner nicht unerwartet. „Sie sind mein Geheimfavorit. Ich kenne die Mannschaft gut, viele Spieler haben früher in Sievershagen gespielt“, erzählt er, und hofft auf Ausrutscher des Kontrahenten. „Allerdings müssen wir auch unsere Hausaufgaben machen“, weiß er.

Sein Gegenüber, Christoph Wagner, stellt sich zwar auf eine schwierige Rückrunde ein, sieht dem Meisterschafts-Rennen aber eher gelassen entgegen. „Wir haben ja es gar nicht erwartet, ganz oben mitzuspielen. Die Mannschaft kann stolz auf das sein, was sie bisher geleistet hat“, lobt der Coach.

Trotz der Konkurrenz-Situation in der Liga pflegen beide Klubs ein freundschaftliches Verhältnis und arbeiten zusammen. Die Parkentiner trainieren und spielen in den Wintermonaten auf dem Kunstrasenplatz des SSV. „Diese Verbindung zwischen beiden Vereinen gibt es schon länger“, kommentiert Wagner und ergänzt: „Wir wollen unseren Rasenplatz in den kälteren Monaten schonen und unseren Juniorenteams gute Trainingsmöglichkeiten bieten.“

Zur Winterpause werden die Parkentiner Verstärkung für ihre Defensive erhalten. Aus der Landesklasse IV wird Christian Seering vom FSV Kritzmow dazukommen. „Wir hatten bereits im Sommer intensive Gespräche geführt, doch damals wollte er noch in Kritzmow bleiben“, sagt Wagner.

Seering, der sich in Parkentin kürzlich ein Haus gebaut hat, sammelte beim SV Pastow schon Erfahrungen in der Verbandsliga. „Er ist ein guter und junger Spieler, der uns auf jeden Fall gut tun wird“, ist sich Wagner sicher.

Doch erst mal muss Parkentin am kommenden Sonnabend (13.00 Uhr) im Kreispokal-Achtelfinale ohne Seering bestehen. Gegner ist dann auswärts der TSV Thürkow aus der zweiten Kreisoberliga-Staffel.

Johannes Weber

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