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Cottbus Bruchlandung in der Lausitz

Doberaner Handballer gehen beim Tabellenführer LHC Cottbus mit 20:35 unter

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Cottbus. Mit einer deutlichen 20:35 (11:15)-Niederlage kehrten die Handballmänner des Bad Doberaner SV am frühen Sonntagmorgen vom Gastspiel beim LHC Cottbus zurück. Vielmehr als das Ergebnis sorgte einmal mehr die Art und Weise der Niederlage in der Oberliga Ostsee-Spree für Sorges- und auch Zornesfalten bei Trainer Lars Rabenhorst.

Lars Rabenhorst, Trainer der Oberliga-Handballer des Doberaner SV.

FOTO: ANJA OTT

Statistik

DSV: Prothmann, F. Voigt – S. Voigt 2, Lehwald 1, Zboril 3, Jahn 1, Stöwsand 1, Palm 4, Landwehrs 3/1, Fandrich 1, Sachse, Vizhbovskyy 1, Kröplin 2, Lendner 1.

Wie schon im vorangegangenen Heimspiel gegen den SV Brandenburg-West (28:33/die OZ berichtete) legten die Doberaner angesichts der Umstände – der Tabellenzehnte spielte beim Spitzenreiter – eine recht passable erste Halbzeit hin. Bis zum Zwischenstand von 9:9 (21.) gestatteten die weit gereisten Mecklenburger den Cottbussern sogar nur zwei knappe Führungen (1:0, 4:3).

Als der LHC-Motor aber langsam auf Touren kam, wurde es zunehmend brenzlig für die abstiegsbedrohten Münsterstädter.

Der 15:11-Pausenführung der Hausherren entgegnete der DSV, der auf Kreisläufer Jan Ritzrau verzichten musste, mit dem ersten Treffer in der zweiten Halbzeit. Doch es sollte für lange Zeit der letzte Ball sein, der den Weg ins LHC-Gehäuse des guten Keepers Florian Berndt fand. Bis auf 23:12 zogen die nun wie entfesselt aufspielenden Lausitzer zunächst davon und ließen auch in der Folge nicht locker. Ein Doberaner Debakel bahnte sich an und wurde über die Stationen 27:14 und 30:16 Wirklichkeit. Auf Seiten der indisponierten Gäste fehlte es an Kraft, handballerischem Vermögen und letztlich auch an Moral und Charakter, um sich dagegen zu stemmen.

„Das war wirklich grottig, einfach nur schlecht“, schimpfte Trainer Lars Rabenhorst. Dass sich trotz der herben Pleite und lediglich 20 eigenen Toren fast alle Doberaner Feldspieler in die Torschützenliste eintragen konnten, verbuchte der 42-Jährige lediglich als Randnotiz. Sein bitteres Resümee: „Das war unsererseits heute nicht einmal MV-Liga-Niveau!“. Eben dahin zeigt die Tendenz der Doberaner, die zum vierten in Folge als Verlierer vom Feld gingen und die mittlerweile auf Rang elf abgerutscht sind (14:28 Punkte). Das kommende Heimspiel (Sonnabend, 19 Uhr, Stadthalle) gegen den derzeit um zwei Punkte und einen Platz schlechteren VfL Lichtenrade kommt daher nicht nur einem „Vier-Punkte-Spiel“, sondern eher einer Art Finale gleich.

Die Süd-Berliner belegen derzeit den ersten Abstiegsplatz. Eine weitere Doberaner Niederlage könnte verheerende Folgen im Bezug auf den angestrebten Verbleib in der Oberliga haben. Bleibt abzuwarten, ob sich auch die Mannschaft dieser Tatsache bewusst ist, und wie sie mit dem Druck umgehen kann.

Simone Seidel

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