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Bullis, Bretter und Les Bummms Boys

Kägsdorf Bullis, Bretter und Les Bummms Boys

Teilnehmer loben Atmosphäre bei Surfer- und Skaterfestival / Freier Eintritt für die Kägsdorfer vorgeschlagen

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Vor ihrem VW-Kleinbus („Bulli“) T4, Typ „California“: Anke Pieper und Tino Kassebaum mit ihrem Söhnchen Oskar (8 Monate). Das Paar aus Magdeburg ist erstmals beim Kägsdorfer Festival dabei und Mutti sagt: „Oskar schläft hier besser als Zuhause“. Fotos (5): Thomas Hoppe

Kägsdorf. „Es ist sehr sehr familiär, es ist begrenzt und überschaubar. Es sind hier alles nette Leute – und der Schwerpunkt liegt auf Sport, Musik, Windsurfen “, beschreibt der Rostocker Christian Schlaack welchen Reiz das Kägsdorfer Festival „Zuparken“ auf ihn ausübt. Seit 2008 gehört der Surfer und Immobilienmakler alljährlich zu den Ersten, die auf dem hiesigen Strandparkplatz einparken: „Wir holen uns schon im Dezember im Supremesurf-Shop die Tickets. Wir sind immer die Ersten, die kommen und die Letzten, die gehen. Jeder hat seinen festen Platz, man sieht sich einmal im Jahr – nur hier. Das Schöne ist auch, wir sind halt zehn Meter von der Ostsee weg. Das macht es aus“, sagt der Mann zufrieden vor seinem Wohnwagen.

OZ-Bild

Teilnehmer loben Atmosphäre bei Surfer- und Skaterfestival / Freier Eintritt für die Kägsdorfer vorgeschlagen

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„Zuparken“-Neulinge sind dagegen Anke Pieper und Tino Kassebaum aus Magdeburg. Die beiden Werbefachleute sind „standesgemäß“ mit einem „Bulli“, einem VW-Transporter, angereist.

„Es ist hier so, wie wir es uns vorgestellt haben“, sagt Anke Pieper. Ihr Partner bedauert allerdings, dass er nicht richtig gelesen habe, „wann man sich rechtzeitig für die Surfkurse eintragen muss“. Diesmal habe er nämlich den Kurs verpasst, auch weil er mehr ein Auge auf den „kleinen Mann“ gehabt habe – während der schlief – als auf die Uhr. „Oskar schläft hier besser als Zuhause“, ergänzt Anke Pieper zu ihrem Söhnchen. Das liegt vielleicht auch am „speziellen Familienbereich“, den die Festivalmacher extra „am weitesten von der Bühne entfernt“ eingerichtet haben. „Da wird halt noch mehr drauf geachtet, dass es auch abends ruhiger ist. So kann man es auch mit Kids gut aushalten und wir haben eine weitere Pufferzone zum Riedensee“, betont Hans Jensen, einer der Initiatoren des Ganzen.

Der Wahlrostocker, der aus Kiel stammt, ist selbst Vater einer kleinen Tochter (4 Monate), die ebenfalls in Kägsdorf beim „Zuparken“ dabei ist. Hans Jensen hebt hervor, dass es bei diesem „kleinen Festival“ darum gehe, „gemeinsam mit Freunden in familiärer Atmosphäre Wassersport zu betreiben, zu longboarden und einfach am Bus zu sitzen“. Es gebe auch kleine Workshops, „die zum Teil auf die Natur aufmerksam machen“ würden, oder bei denen man ein neues Hobby kennenlernen könne. 1000 Leute seien jedoch die Grenze für die Veranstaltung, unterstreicht der studierte Wirtschaftsingenieur, der Surf-Shops und Surf-Schulen betreibt, sowie auch zu den Organisatoren des „Pangea“-Festivals in Püttnitz gehört (25. bis 28. August 2016). Für die Begrenzung der Zahl der „Zuparken“-Teilnehmer gebe es Zäune und Kontrollen, erklärt Hans Jensen weiter und ergänzt: „Den Strand sperren wir tagsüber nicht komplett ab. Der gehört ja der Öffentlichkeit. Wir versperren keine internationalen Fahrradwege und wir machen hier nicht halligallimäßig, was wir wollen “.

Am Strand tummeln sich derweil zahlreiche Wassersportfreunde, lassen sich mit einer mobilen Motorwinde auf einem Wakeboard ziehen, schlenzen vom Surfbrett aus einen Ball ins schwimmende Tor, üben sich im Stand-up Paddeling und surfen etwas. Ein DJ bringt einige Festivalgäste im Strandsand zum Tanzen und die Rostocker Band „Les Bummms Boys“ steckt mitten im Soundcheck für ihren abendlichen Auftritt. In einem Zelt nahe des Konzertplatzes werden T-Shirts bemalt und Kinder spielen in der „offiziellen Botschaft von Pangea“.

Als Botschafterin für ihren „tollen Ort“, wie sie betont, agiert an diesem Tag Petra Neumann aus Kägsdorf. Sie betreibt hier das Landhaus Ostseeblick mit Ferienwohnungen und schickt voraus, dass sie das Festival „absolut“ befürworte, auch wenn ihr vor einigen Jahren wegen der Lautstärke ein paar Gäste abhanden gekommen wären. „Viele Urlauber kommen natürlich her, um ihre Ruhe zu haben. Ihr seid ja auch etwas leiser geworden“, sagt die Frau, die seit zwei Jahren im Dorf wohnt, am Rande einer Longboard Jam-Session zu Daniel Vogt. Der 33-Jährige ist sonst Raumausstattermeister in der Oper von Köln und vermittelt in den vier Festivaltagen „Zuparken“-Teilnehmern sein Wissen im Skateboard-Fahren. Ihm schlägt Petra Neumann vor, dass die Kägsdorfer künftig freien Festival-Eintritt haben sollten. Daniel Vogt erwidert, dass er das „gleich dem Alex vorschlagen“ werde. Dann kommen die erst im Pulk die Straße hochgezogenen Longboarder wieder einzeln zurückgerollt. DRK-Sanitäter stehen bereit. Alles läuft glatt – „keine Probleme“. So heißt es gestern Abend auch bei der Polizei in Sachen „Zuparken“.

Thomas Hoppe

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