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DSV-Handballer verpassen vorzeitige Rettung

DSV-Handballer verpassen vorzeitige Rettung

Doberaner Oberligist verliert 21:22 beim Tabellenzweiten SG OSF Berlin/Zum Klassenerhalt fehlt noch ein Sieg

Berlin In ihrer besten Phase im gestrigen Auswärtsspiel bei der SG OSC Schöneberg-Friedenau und einer eigenen 20:17-Führung nach 47 Minuten im Rücken waren die Handballmänner des Bad Doberaner SV dem frühzeitigen Klassenerhalt in der Oberliga Ostsee-Spree ganz nah. Doch weil den Münsterstädtern in der Schlussphase die Ruhe abhanden kam, ging das Nachholspiel noch mit 21:22 (10:12) verloren. Somit muss die DSV-Sieben weiter zittern.

Zwei Spieltage vor Ende der Serie haben die Doberaner (8. Platz/24:24 Punkte) nun drei Zähler Vorsprung auf den VfL Lichtenrade, der als Zehnter den ersten Abstiegsplatz belegt.

Die Süd-Berliner hatten den Mecklenburgern ihrerseits mit einer 28:35-Niederlage in Cottbus am Vortag eine Steilvorlage für den Ligaverbleib geliefert. Doch das Team von Trainer Lars Rabenhorst nahm das Geschenk nicht an und hat nun am kommenden Sonnabend im Landesderby bei der bereits abgestiegen SG Uni Greifswald/Loitz den nächsten Matchball vor der Brust. „Das wäre überhaupt nicht notwendig gewesen", haderte der Doberaner Coach nach der überaus vermeidbaren Pleite beim Liga-Zweiten.

Seine Mannschaft hatte unter den bekannten Rahmenbedingungen — glatte Halle und Haftmittelverbot — nur schwer in die Spur gefunden. Erst nach dem 10:5-Rückstand (23.) wendete sich allmählich das Blatt. Zur Pause waren die Doberaner wieder auf Tuchfühlung und zogen nach dem 14:11 (34.) mit vielen leichten Treffern an den Berliner vorbei und bauten ihren Vorsprung bis auf drei Treffer aus.

Doch getreu dem Motto „wie gewonnen, so zerronnen“ gaben die DSV-Handballer ihre Führung und damit auch den vorzeitigen Klassenverbleib in der Folge ebenso leichtfertig wie fahrlässig aus der Hand.

Erst Falk Heinrich beendete die Doberaner Torflaute wenige Sekunden vor dem Ende — der 21:22-Anschlusstreffer hatte aber lediglich statistischen Wert.

„Wir haben uns zu viele Ballverluste erlaubt", monierte der 29-jährige Linksaußen, für den die Zeit im Doberaner Trikot am Ende der Saison aus beruflichen Gründen nach zehn Jahren endet. Den weiterhin drohenden Abstieg wollen er und seine Teamkollegen aber so schnell wie möglich abwenden. Hierfür gibt es in Loitz am Sonnabend eine weitere große Gelegenheit. Ansonsten könnte das abschließende Saisonspiel in eigener Halle gegen Lichtenrade zu einem Abstiegsfinale werden.

DSV: French, Prothmann — Voigt 5, Lehwald 4, Heinrich 4/1, Ritzrau 2, Stöwsand 1, Landwehrs 3, Fandrich, Kröplin, Sadewasser 1, Lendner 1.

Strafminuten: OSF 6 - DSV 10.

Siebenmeter: OSF 5/4 - DSV 1/1.

Von S.Seidel

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