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DSV-Ladies sorgen für Überraschung

DSV-Ladies sorgen für Überraschung

Handball-Pokal: Entscheidungen im Siebenmeterwerfen / Männer-Reserve scheidet unglücklich aus

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Katrin Wende von den Damen des Doberaner SV war mit drei Treffern am Heimerfolg im Pokalspiel beteiligt. Fotos (3): Anja Ott

Bad Doberan Der Pokalwettbewerb des Handballverbandes Mecklenburg-Vorpommern (HVMV) genießt beim Großteil der Vereine keinen allzu großen Stellenwert.

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Handball-Pokal: Entscheidungen im Siebenmeterwerfen / Männer-Reserve scheidet unglücklich aus

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Wir sind nicht in Hektik verfallen. Das hat mir sehr gut gefallen.“Torsten Römer,

Trainer Handballdamen Doberaner SV

Statistik

DSV-Damen: Schreiner, Stahnke - Schmidt 6, Dobbert 1, Berg 7, Wende 3/2, Menzel, Couball 3, Lenz, Nowak, Ott, Krause, Busch.

DSV Herren II: Mo. Ludwig, Läritz - Wosar 9/7, Möde, Sitarek, Wachtel, Gutsche 5, Busse 1, Fandrich, Sachs, Meyer 1, Schlüter, Mi. Ludwig, Kröplin 7.

In der Doberaner Stadthalle war davon am Sonntag nur wenig zu spüren. Als klare Außenseiter gestartet, lieferten die beiden Verbandsliga-Teams des heimischen Doberaner SV ihren jeweils klassenhöheren Kontrahenten einen tollen Pokalfight.

HVMV-Pokal, Frauen: Bad Doberaner SV – SV Pädagogik Rostock 30:29 n. 7m (20:20, 9:10). Die DSV-Ladies sorgten für eine echte Überraschung gegen den Tabellenvierten der Mecklenburg-Vorpommern-Liga. Keeperin Dana Schreiner wurde dabei zur Doberaner Pokalheldin: Sie hielt den insgesamt 26. Versuch (!) im Siebenmeterwerfen, dass sich ebenso spannend gestaltete wie die vorangegangenen sechzig Minuten.

„Was für ein Krimi“, meinte hoch erfreut DSV-Trainer Torsten Römer und ergänzte: „Wir haben das ganze Spiel über eine klasse Abwehrleistung gezeigt, dahinter waren beide Torhüterinnen stark. Leider haben wir vorne zu viele Möglichkeiten vergeben, um das Spiel sogar schon in der regulären Spielzeit für uns zu entscheiden." Zwischenzeitlich lagen die Gastgeberinnen aber sogar mit drei Toren im Hintertreffen (11:14, 13:16), doch: „Wir sind nicht in Hektik verfallen. Das hat mir sehr gut gefallen“, so Römer.

Mit dem Tor zum 18:17 (56.) erzielten die Doberanerinnen ihre erst vierte Führung im gesamten Spielverlauf, doch neunzig Sekunden vor dem Ende schien die Pokalüberraschung beim Stand von 18:20 in weite Ferne gerückt. Aber der ersehnte Ausgleich viel noch und es kam zum Showdown im Siebenmeterwerfen – mit dem besseren Ende für den Verbandsligisten aus der Münsterstadt. Gästetrainer Roman Winter resümierte: „Es war ein typisches Pokalspiel, bei dem die Zuschauer voll auf ihre Kosten gekommen sein dürften. Wir haben es wiederholt versäumt, für die Vorentscheidung zu sorgen."

Die Doberaner Handballdamen fiebern nun der Achtelfinal-Auslosung entgegen. Gespielt wird allerdings erst Anfang Januar. In der Verbandsliga geht es für die DSV-Ladies erst am übernächsten Sonntag mit der Partie bei der HSG Uni Rostock weiter.

HVMV-Pokal, Männer: Bad Doberaner SV II -SG Uni Greifswald/Loitz 28:29 n. 7m (23:23, 10:13). Die zweite Pokalsensation binnen zwei Stunden in der Doberaner Stadthalle war durchaus möglich. Doch die DSV-Reserve konnte sich für ihren unbändigen Willen im Duell mit dem in der MV-Liga souverän aufspielenden Tabellenführer nicht belohnen. Im Siebenmeterwerfen hatte der im Vorfeld klar favorisierte Oberliga-Absteiger letztlich das Quäntchen Glück auf seiner Seite. Die Hausherren starteten ohne ihren im Urlaub weilenden Trainer Henning Krüger, dafür aber mit etwas Verstärkung aus der ersten Mannschaft: Tom Kröplin und Christian Fandrich nahmen die Möglichkeit auf einen Einsatz war und trugen nebst dem ebenso stark aufspielendem Kader der Reserve dazu bei, dass sich der Verbandsliga-Achte mehr als achtbar aus der Affäre zog. Vor allem in der Schlussphase war der DSV II ganz nah an einer Überraschung. Doch nach der 23:21-Führung kurz vor Ultimo fehlte den Doberanern auch ein bisschen Cleverness, um die Loitzer zu Fall zu bringen.

DSV-Kapitän Hans Wachtel erklärte: „Wir haben ein richtig gutes Spiel gemacht und überragend gekämpft und mit einem spielerisch besseren Gegner mitgehalten." Das war in erster Linie ein Verdienst des überragenden Keepers Moritz Ludwig. Sein Teamkollege Marcel Gutsche avancierte bei der Suche nach der Entscheidung vom Siebenmeterpunkt mit seinem Fehlversuch zur tragischen Figur.

Die gezeigte Leistung sollte den Doberanern allerdings Mut machen. Nicht weniger als sich im weiteren Saisonverlauf in der Verbandsliga weiter nach oben zu arbeiten, sollte nun das Ziel sein. Schon das kommende Spiel beim SV Crivitz (5. November) bietet hierzu die erste Gelegenheit.

Simone Seidel

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