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DSV-Reservisten landen klaren Heimsieg

Bad Doberan DSV-Reservisten landen klaren Heimsieg

Trotz 39:29-Erfolg gegen Hagenow: Doberans Verbandsliga-Handballer sind nicht komplett zufrieden

Bad Doberan. In der Staffel West der Handball-Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommerns ist der zweiten Männermannschaft des Bad Doberaner Sportvereins der dritte Sieg in Folge gelungen. Am Sonnabend bezwang die DSV-Reserve den Hagenower SV in der Stadthalle deutlich mit 39:29 (19:15).

Gänzlich zufrieden war mit dem Resultat im Doberaner Lager allerdings niemand. „Das war unsere bislang schlechteste Abwehrleistung“, nannte Kapitän Hans Wachtel das für jeden der rund 80 Zuschauer offensichtliche Hauptmanko der Hausherren an diesem Tag. „29 Gegentore waren gegen diesen Gegner einfach zu viel“, monierte auch Trainer Henning Krüger.

Dass der zuletzt gut aufgelegte Stammkeeper Moritz Ludwig erkrankt diesmal nur als Betreuer auf der Bank Platz nehmen konnte, und so "Oldie" Mathias Polkow (36) aufgrund des zusätzlichen Fehlens von Alexander Läritz zu seinem ersten längeren Einsatz in dieser Saison kam, war dafür allerdings nicht ausschlaggebend. Polkow hielt was zu halten war und leitete zudem mehrere erfolgreiche Tempogegenstöße ein.

Vielmehr waren es seine Vorderleute, die ihre Gegenspieler ein ums andere Mal nicht stoppen konnten. „Die 6:0-Abwehr hat in der ersten Halbzeit überhaupt nicht funktioniert. Wir haben viel zu viele Kreisanspiele zugelassen“, haderte Krüger mit den ungewohnten Nachlässigkeiten. Mit einer etwas offensiveren und vor allem aggressiveren Defensivvariante trat in den zweiten dreißig Minuten dann etwas Besserung ein. „Da haben wir etwas mehr Stabilität bekommen. Letztendlich war es diesmal aber unsere Abschlussstärke, die uns den Sieg einbrachte.“

Dabei profitierten die Doberaner Angreifer zuweilen auch von einer unterdurchschnittlichen oder auch unglücklichen Torwartleistung auf Seiten der Gäste, die so lediglich beim 0:1 gleich zu Beginn einmal vorlegen konnten. Im Anschluss hatte der DSV II das Geschehen dann trotz der Probleme im Abwehrverhalten stets im Griff. Richtig absetzen konnten sich die Münsterstädter aber erst in der Schlussviertelstunde, als man den zuvor zweimal hintereinander ungeschlagenen Mannen aus Hagenow vom 24:20 zwischenzeitlich auf 31:22 enteilte und die endgültige Entscheidung herbeiführte.

In der Tabelle konnten sich die Doberaner trotz des Sieges nicht verbessern. Mit nunmehr 7:7 Zählern verharren sie auf dem fünften Platz. „Mit dem Saisonstart sind wir natürlich nicht zufrieden. Ein Punkt aus den ersten vier Spielen war natürlich zu wenig und auch unnötig“, zog Hans Wachtel ein Kurzresümee aus Sicht des Absteigers. Die zuletzt einsetzende Erfolgsserie, zu der von Seiten der Teamverantwortlichen auch das unglückliche Pokal-Aus im Siebenmeterwerfen gegen den aktuellen Tabellenführer der MV-Liga SG Uni Greifswald/Loitz zählt, habe aber „unglaublich viel Selbstvertrauen gebracht.“

Zudem verteilt der Kapitän ein Lob an das Team und auch an den Coach: „Die gute Trainingsarbeit zahlt sich langsam aus.“ Das gilt neben der Trainingsbeteiligung vor allem für die Inhalte und Umsetzung der Übungseinheiten durch Trainer Henning Krüger. Der 28-Jährige, der das Amt im Sommer nach dem Rückzug von Thomas Kreul etwas unverhofft übernommen hatte und mit Wachtel und Udo Wosar zwei Routiniers an seiner Seite weiß, tauchte am Sonnabend aufgrund der Personalnot auf der Torwartposition selbst als Aktiver auf dem Spielberichtsbogen auf.

Zum Einsatz kam Krüger, der nach einer schwerwiegenden Knöchelverletzung vor mehr als einem Jahr eine lange Zwangpause einlegen musste, allerdings nicht. Dass dies auch in naher Zukunft nicht geplant ist, machte Henning Krüger mit einem bemerkenswerten Statement deutlich: „Ich stelle mich in den Dienst der Mannschaft. Und die braucht einen Trainer bzw. eine Führungsperson und keinen vierten Torwart.“ Dieses Engagement wird vom Team nach anfänglichen Schwierigkeiten nun auch mit Punkten und Siegen belohnt.

Ob schon in der nächsten Woche ein weiterer Erfolg dazukommt, ist jedoch mehr als fraglich. „Das Spiel in Plau wird eine harte Nuss“, prophezeit Krüger. Der Tabellenzweite kassierte bisher nur eine Niederlage, zudem ist in der Seestadt die Benutzung des beliebten Haftmittels untersagt. „Wir müssen daher unbedingt die Abwehr stabilisieren“, meinen Hans Wachtel und Henning Krüger unisono.

Simone Seidel

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