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DSV-Sieben feiert ungefährdeten Heimsieg

Bad Doberan DSV-Sieben feiert ungefährdeten Heimsieg

Trainer Rabenhorst gibt jungen Spielern Einsatzchance

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Bad Doberan. Die letzte Szene war ein Spiegelbild der gesamten Oberliga-Partie zwischen den Handballern des Bad Doberaner SV und des Berliner SV 92. Die Gäste verlieren den Ball, Sebastian Voigt schnappt sich die Kugel und markiert mit dem Schlusspfiff den 32:18 (18:8)-Endstand. Es war der 18. Treffer, den die Hausherren vor 180 Zuschauern in der Stadthalle per Gegenstoß markierten – eine ungewöhnlich hohe Quote im ungleichen Duell mit dem 124 Jahre alten Verein aus dem Berliner Stadtteil Charlottenburg.

OZ-Bild

Trainer Rabenhorst gibt jungen Spielern Einsatzchance

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Durch unsere gute Abwehrarbeit konnten wir viele Konter laufen.“Lars Rabenhorst, Trainer Doberaner SV

Dabei war der vor allem in der Offensive arg limitierte Aufsteiger mit dem Endresultat noch gut bedient, denn die Einheimischen ließen jede Menge weiterer guter Möglichkeiten ungenutzt. „Es war nicht so schwer wie erwartet. Durch unsere gute Abwehrarbeit konnten wir viele Konter laufen“, war Lars Rabenhorst mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden. Der DSV-Coach nutzte die klare Überlegenheit seiner Sieben, um allen Spielern längere Einsatzzeiten zu geben. „Das war möglich, weil ich schon nach 15 Minuten das Gefühl hatte, dass heute nichts anbrennt“, sagte der Trainer.

So konnten sich die jungen Burschen wie Alexander Palm (19), Tom Paul und Florian Voigt (beide 17) präsentieren. Dabei freute sich Palm über sein erstes Oberliga-Tor, Voigt hielt u.a. einen Siebenmeter. Kapitän Kay Landwehrs konnte die „Wechselfreude“ seines Trainers nachvollziehen. „Nur wenn alle spielen, kann die Mannschaft zusammenwachsen. Und wann soll man das machen, wenn nicht in einem solchen Spiel?“, fragte der 27-Jährige rhetorisch.

So verzichteten die Gastgeber bewusst auf einen Kantersieg mit möglichen 40 Treffern. Doch der war nur zweitrangig. „Wir haben auch so klar gewonnen, nur das zählt“, betonte Rabenhorst.

Routinier Yan Vizhbovskyy (39), der seine Mitspieler klug führte und der immer wieder einen ruhigen Spielaufbau anmahnte, hatte noch eine andere Erklärung für die relativ hohe Fehlwurfquote. „Wenn du relativ früh so deutlich führst, ist es schwierig, die Konzentration hochzuhalten“, gab der 39-Jährige zu bedenken.

Am besten klappte das mit der Konzentration bei den beiden Doberaner Außen Tim Lehwald und Jakub Zboril, die allerdings nur jeweils etwa 30 Minuten zum Einsatz kamen. Zboril war mit sieben Treffern erneut der beste DSV-Werfer, Lehwald (6) stand ihm zwei Tage nach seinem 31. Geburtstag kaum nach. Das Duo hatte großen Anteil daran, dass die Doberaner aus einer 10:5-Führung (15.) ein 27:13 (46.) machten. Es spricht für Lehwald, dass er dennoch den Blick auf – an diesem Tag unbedeutende – Unzulänglichkeiten richtete: „Wir machen noch Fehler, an deren Abstellung wir arbeiten müssen.“

Erst in der Schlussphase kamen die Berliner, die bis dahin immer wieder am bestens aufgelegten Sebastian Prothmann im DSV-Tor scheiterten, ein wenig besser zum Zuge. Für sein derzeitiges Hoch hat der 30-jährige Schlussmann eine einfache Erklärung. „Mit Florian (Voigt/d.Red.) habe ich jetzt einen ehrgeizigen jungen Kontrahenten. Da macht man automatisch ein bisschen mehr im Training, und das zahlt sich aus.“ Am Sonnabend wehrte Prothmann fast 50 Prozent aller Bälle auf sein Tor ab – eine Traumquote.

Wenn er sich am kommenden Sonnabend im Gastspiel bei Fortuna Neubrandenburg in ähnlicher Glanzform präsentiert, wäre das ein dicker Pluspunkt für den DSV, der sich im Traditionsduell einiges vorgenommen hat. Die Vorzeichen stehen nicht schlecht. Die Neubrandenburger kamen am Wochenende beim HSV Insel Usedom mit 15:27 unter die Räder und müssen sich mit 2:4 Punkten (Platz 11) vorerst nach unten orientieren. Dagegen liegen die Doberaner nach drei Spieltagen auf Rang sechs (4:2 Zähler) im Soll.

Statistik

Bad Doberaner SV: Prothmann, F. Voigt – S. Voigt 4/2, Lehwald 6, Ritzrau 2, Stöwsand 2, Landwehrs 3, Fandrich 1, Kröplin 1, Zboril 7/1, Lendner 2, Vizhbovskyy 3, Palm 1, Paul.

Berliner SV 92: Ziegenbruch, Heinze – Bannicke, Wybranietz 1, Werth, 4/2, Henckel 5, Schütze 5/2, Küntzel 2, Rehberg 1, Kahlert, Pleske, Greupner, Doering.

Siebenmeter: DSV 5/3, BSV 5/4.

Strafminuten: DSV 8, BSV 12.

Zuschauer: 180

Burkhard Ehlers

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