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DSV-Sieben lässt es gegen HSV Usedom an Biss fehlen

Bad Doberan DSV-Sieben lässt es gegen HSV Usedom an Biss fehlen

Bad Doberaner Handballer verlieren nach schwacher Leistung mit 24:30 / Rote Karte gegen HSV-Kapitän Wicht beflügelt die Gäste

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Tom Kröplin traf vom Kreis fünfmal für den DSV, konnte die Niederlage aber auch nicht verhindern.

Quelle: Rolf Barkhorn

Bad Doberan. Lars Rabenhorst meinte es gut, verzockte aber am Ende. Just in dem Augenblick, als in der Oberliga-Partie gegen den HSV Insel Usedom alles für die Handballer des Bad Doberaner SV zu laufen schien, begann der Trainer in der Aufbaureihe munter zu wechseln. Dem Spiel der Einheimischen bekam das gar nicht – vor rund 300 Zuschauern verloren sie das MV-Derby am Sonnabend letztlich klar mit 24:30 (14:16).

Dabei sah es in der 19. Minute ganz anders aus. 11:9 führten die Hausherren, und es hatte den Anschein, dass es noch besser kommen würde. Bei einem Konter wurde Maximilian Lendner nach Ansicht der nicht immer souveränen Unparteiischen von HSV-Kapitän Gordon Wicht allzu heftig gebremst. Rot – eine viel zu harte Entscheidung – und Siebenmeter für den DSV waren die Folge. Jakub Zboril verwandelte sicher zum 12:9 – danach war’s um die Doberaner Herrlichkeit geschehen.

Das hatte auch etwas mit Bäumchen-wechsle-dich-Spiel in der Offensive der Gastgeber zu tun. „Ich hatte gedacht, dass es zum Ende eng werden würde. Deshalb wollte ich den Aufbauspielern frühzeitige Pausen gönnen“, begründete Rabenhorst. Doch das ging an diesem Tag gründlich daneben. Nach einem 6:0-Lauf führten die Usedomer nämlich plötzlich mit 15:12 (28.) und ließen sich die Partie in der Folge nicht mehr aus der Hand nehmen. „Vielleicht habe ich ja zu viel gewechselt“, räumte der DSV-Coach ein. Allerdings wäre es falsch, die Ursachen der Niederlage lediglich daran festzumachen. Fest steht, dass kaum ein DSV-Akteur Normalform erreichte. Ein u.a. vier Siebenmeter haltender Sebastian Prothmann, ein wie schon in Neubrandenburg achtmal treffender Yan Vizhbovskyy, ein überzeugender Regisseur Maximilian Lendner und ein am Kreis rackernder Tom Kröplin (5 Tore) reichen halt nicht, um einen Gegner dieses Kalibers zu schlagen.

„Heute haben fast alle 20 Prozent zu wenig gebracht, auch ich“, befand Kay Landwehrs und lag damit vollkommen richtig. „Yan (Vizhbovskyy/d.Red.) kann es vorn allein nicht reißen“, sprach der Kapitän die Schwäche des Doberaner Angriffs an. Fakt war, dass die Aufbaureihe der Einheimischen immer dann recht hilflos wirkte, wenn der 39-jährige Ukrainer wohlverdiente Pausen bekam. Und da diesmal auch von den Außen kaum Torgefahr ausging, war die Niederlage folgerichtig.

Nach der Roten Karte zeigten die Gäste jenen Biss, denn man eigentlich von den Doberanern erwartet hätte. Die ohnehin nur mit neun Feldspielern angereisten Insulaner spielten nach dem 9:12-Rückstand ihre individuelle Klasse aus und ihren Kontrahenten zeitweise an die Wand. „In den ersten 15 Minuten nach der Pause haben wir eine geniale Deckung gespielt“, lobte HSV-Trainer Piotr Frelek. Vor dem starken Torhüter Lech Krynski bauten die Usedomer eine massive Wand auf, an der sich die Gastgeber die Zähne ausbissen, wie nur drei Tore zwischen der 30. und der 45. Minute belegen.

Immerhin liegt der DSV nach der zwölften Niederlage im 23. Pflichtspielduell mit dem HSV Usedom (8 Siege, 3 Unentschieden) als Sechster mit 6:4 Punkten immer noch im Soll. Die nächste Aufgabe wartet am Sonnabend beim Grünheider SV. Die Rand-Berliner kassierten am Wochenende ihre erste Saisonniederlage – gegen den Stralsunder HV hieß es daheim 18:23.

Statistik

Bad Doberaner SV: Prothmann, F. Voigt – S. Voigt, Lehwald, Zboril 4/2, Ritzrau, Stöwsand 1, Palm, Landwehrs 2, Fandrich, Kröplin 5, Paul, Vizhbovskyy 8, Lendner 4.

HSV Insel Usedom: Krynski, Fornal – Nowomiejski 3, Glende 6, Teetzen 1, Leow 5/1, Wicht 3/2, Biernacki 3/1, Statkiewicz 7, Dübener, Neidel 2.

Siebenmeter: DSV 2/2, HSV 8/4.

Strafminuten: DSV 8, HSV 4 plus Rote Karte gegen Wicht (19./grobes Foulspiel).

OZ

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