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DSV-Sieben müht sich zum ersehnten Heimsieg

Bad Doberan DSV-Sieben müht sich zum ersehnten Heimsieg

Doberans Oberliga-Handballer besiegen VfL Tegel mit 30:20

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Es war schon ein recht dürftiges Niveau.Lars Rabenhorst Trainer Doberaner SV

Bad Doberan. . Überschäumend war der Jubel der Doberaner Oberliga-Handballer nach dem 30:20 (14:11)-Heimsieg gegen den Tabellen-Vorletzten VfL Tegel nicht gerade. Auch wenn am Sonnabend vor 240 Zuschauern in der Stadthalle der erhoffte Befreiungsschlag nach fünf Niederlagen in Folge gelang – eine souveräne Vorstellung lieferten die Hausherren trotz des deutlichen Endstands nicht ab. „Es war schon ein recht dürftiges Niveau“, konstatierte DSV-Trainer Lars Rabenhorst. Richtige Freude sieht anders aus.

OZ-Bild

Doberans Oberliga-Handballer besiegen VfL Tegel mit 30:20

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40 Minuten lang – bis zum 17:16 – quälten sich die Gastgeber gegen einen sportlich limitierten Gegner mehr recht als schlecht über die Runden. Mehr noch: Sie passten sich dem bescheidenen Niveau der Hauptstädter in dieser Phase immer wieder an. Dabei fiel einmal mehr die Angriffsschwäche ins Auge, denn neben den 30 Treffern gab es 21 Angriffe, die „vergeigt“ wurden. „Gegen einen solchen Kontrahenten kannst du auch mal 40 Tore machen“, stellte Maximilian Lendner treffend fest.

Der 22-Jährige Rückraumspieler saß zwar auf der Bank, griff aber wegen seiner Schulterprobleme nicht ins Geschehen ein. „Weil es am Ende nicht mehr nötig war“, wie er erleichtert feststellte.

Gleiches galt auch für Kreisläufer Matthias Jahn, der nach über acht Monaten Verletzungspause erstmals wieder zum DSV-Kader gehörte. „Wir haben heute trotz der nur 20 Gegentore in der Abwehr zu passiv agiert und vorn zu viele Bälle verworfen“, fand der 30-Jährige wie gewohnt klare Worte.

„Fahrkarten-König“ war mit Jakub Zboril ausgerechnet der bislang beste Doberaner Werfer. Zwar erhöhte er sein Konto um sechs auf nunmehr 46 Treffer, ließ aber acht große Möglichkeiten inklusive zweier Siebenmeter liegen. Dafür sprang Routinier Yann Vizhbovskyy in die Bresche. Der 39-Jährige, der wie seine Mannschaftskameraden rackerte und kämpfte, war sieben Mal erfolgreich und packte dabei seine für jeden Torhüter fiesen Hüftwürfe aus. In dieser Perfektion kann das kein anderer Oberliga-Spieler.

So hatte der am Ende ausgepowerte Vizhbovskyy großen Anteil daran, dass der DSV – sieht man vom 0:2 (3. Minute) ab – nicht in Rückstand geriet. Absetzen konnte er sich lange Zeit aber auch nicht.

Selbst ein 13:8 (26.) wurde leichtfertig vertändelt, beim 17:16 (40.) schien die Partie wieder offen. „Wir haben auch so klar gewonnen, weil wir deutliche konditionelle Vorteile hatten“, sagte Lars Rabenhorst, der aber auch zugab: „Anfangs haben wir ohne jedes Selbstbewusstsein gespielt.“

Es gab beim DSV, der auf den privat verhinderten Tim Lehwald und den verletzten Tom Kröplin verzichten musste, aber auch positive Aspekte neben Yann Vizhbovskyy. So erzielte Linkshänder Jan Stöwsand nach ganzen sechs Toren in den neun Spielen diesmal gleich vier Treffer. In der Schlussphase zeigte Till Sachse, wie torgefährlich er sein kann, wenn er richtig eingesetzt wird. Und auch Torhüter-Youngster Florian Voigt (18), der den sich permanent steigernden Sebastian Prothmann nach 54 Minuten ablöste, hatte mit zwei starken Paraden Anteil am klaren Endresultat.

Auf den positiven Dingen sollten die Doberaner, die sich mit 8:12 Punkten um einen Platz auf den neunten Rang verbesserten, in den nächsten Spielen aufbauen. Das wird dringend notwendig sein, denn die Wochen um den Jahreswechsel halten ein „Horror-Programm“ für den DSV bereit.

Am kommenden Sonnabend gastieren die Mannen um Kapitän Kay Landwehrs beim Tabellenvierten Füchse Berlin Reinickendorf II (14:6 Punkte). Es folgt am 17. Dezember der Heimauftritt gegen den Stralsunder HV (16:4/Rang zwei), bevor das neue Handball-Jahr asuwärts in Altlandsberg (8. Januar) beginnt.

Statistik

Doberaner SV: Prothmann 1, F. Voigt – S. Voigt 1/1, Zboril 6, Ritzrau 3, Jahn, Stöwsand 4, Palm, Landwehrs 5/3, Fandrich 1, Sachse 2, Paul, Vizhbovskyy 7, Lendner.

VfL Tegel: Thumm, Mittelstaedt - Goldmann, Pertschy, Jordan 4, Braumann, Schweitzer 2, Klühs 5, Bolduan 3, Miemitz, Lüer 5/2, Schauer 1.

Siebenmeter: DSV 7/4, VfL 3/2.

Strafminuten: DSV 12, VfL 8.

Burkhard Ehlers

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