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DSV-Sieben rutscht auf Abstiegsplatz

Rostock DSV-Sieben rutscht auf Abstiegsplatz

Die untere Tabellenhälfte der Handball-Oberliga Ostsee-Spree rückt immer weiter zusammen. Ein Grund dafür ist auch die 26:27 (11:15)-Niederlage des Bad Doberaner SV beim TSV Rudow.

Rostock. Die untere Tabellenhälfte der Handball-Oberliga Ostsee-Spree rückt immer weiter zusammen. Ein Grund dafür ist auch die 26:27 (11:15)-Niederlage des Bad Doberaner SV beim TSV Rudow. Die Berliner sind nach dem Erfolg als Elfter wieder voll im Rennen um den Klassenerhalt und konnten den Rückstand auf die Münsterstädter bis auf einen Punkt verkürzen. Die DSV-Sieben fiel dagegen nach der dritten Niederlage in Folge auf Rang zehn — derzeit der erste Abstiegsplatz — zurück.

Eine solche Niederlage gegen einen Abstiegs- konkurrenten ist sehr bitter.“Lars Rabenhorst,

Trainer DSV-Sieben

Statistik

Doberaner SV: French, Prothmann — Voigt 3/1, Lehwald 6, Heinrich 3/2, Ritzrau, Stöwsand 1, Fandrich, Kröplin, Vizhbovskyy 8, Sadewasser 2, Lendner 3.

Strafminuten: Rudow 6 - Doberan 10. Siebenmeter. Rudow 4/3 - Doberan 4/3.

Statistik

DSV II: Ludwig, Polkow, Läritz - Busse, Sachse 2, Stölken 2, Schlüter 5/1, Gutsche 3, Jaunich 10, Schmidt 4.

Im letzten Angriff ergab sich für die Mecklenburger die Chance, zumindest noch einen Zähler mit auf die Heimreise zu nehmen. Dass sie in knapp 45 Sekunden Restspielzeit allerdings keinen brauchbaren Torabschluss zu Stande brachten, war irgendwie symptomatisch für die gesamte Partie. „Eine solche Niederlage gegen einen direkten Abstiegskonkurrenten ist natürlich sehr bitter“, trauerte DSV-Coach Lars Rabenhorst dem verpassten Remis hinterher.

Das wäre wichtig, aber ebenso sehr glücklich gewesen. Denn nach den ersten vierzig Minuten sah es beim Stand von 14:22 aus Doberaner Sicht viel eher nach einem kleinen Debakel aus. „Wir sind durch einige Ballgewinne mit der offensiveren Abwehr danach wieder zurück gekommen. Dabei haben wir natürlich auch den Fehlern der Rudower profitiert“, so Rabenhorst. Mehr als die Anschlusstreffer zum 23:22 und 27:26 gab es für die Gäste trotz der späten Leistungssteigerung in dieser Begegnung jedoch nicht zu bejubeln. So ging das Spiel letztlich zwischen der 17. und der 40. Minute verloren. In dieser Phase produzierten die Doberaner die zuletzt immer wiederkehrenden Fehler — einfache Ballverluste und Fehlwürfe — und mussten die Rudower nach dem 8:8-Zwischenstand letztlich entscheidend davonziehen lassen.

Die Gäste fanden in der Abwehr zu spät zur gewohnten Kompaktheit. Damit fehlte ihnen in diesem Abstiegsduell ein wichtiges Pfund, um der Partie vielleicht noch ein gutes Ende zu bereiten.

So werden die Sorgen im Lager der Doberaner immer größer, auch weil sie neben dem aktuellen Negativlauf auch noch das Verletzungspech zur Unzeit trifft: Für André Wilk (Hand) und Matthias Jahn (Knie) ist die Saison bereits gelaufen, in Rudow musste Kay Landwehrs passen.

Dass der Spielplan nun eine erneute dreiwöchige Pause bis zum nächsten Spiel in eigener Halle gegen den designierten neuen Oberliga-Meister Grün-Weiß Werder vorsieht, ist da vielleicht von Vorteil.

Fakt ist: Die Doberaner brauchen schnell neue Lösungen, um dem drohenden Abstieg im bevorstehenden Saisonfinale noch entrinnen zu können.

MV-Team verpasst Überraschung im Derby

Mit viel Pech haben die Reserve-Handballer des Doberaner SV am Sonnabend die Revanche für die 16:35-Hinspielpleite gegen den SV Warnemünde verpasst. Am Ende siegte der Favorit nur knapp mit 27:26. Dabei stand das Spiel, obwohl der SVW kurz nach dem Seitenwechsel mit 18:11 deutlich in Führung lag, in der Endphase auf des Messers Schneide.

Mit entscheidend für die Niederlage waren aus Doberaner Sicht ein paar unverständliche Pfiffe der Unparteiischen: „Zum Schluss werden wir etwas benachteiligt, aber so läuft die Saison halt“, ärgerte sich Trainer Thomas Kreul vor allem deswegen, weil die tolle Leistung seines Mini-Kaders — ihm standen lediglich drei Keeper und sieben Feldspieler zur Verfügung — nicht mit Zählbarem belohnt wurde.

„Wir waren in der zweiten Halbzeit wirklich gut im Spiel mit der Truppe", lobte der Doberaner Coach sein Team, dass sich nach dem klaren Rückstand nicht aufgab und beim 24:24 den ersten Gleichstand nach dem 3:3 zu Spielbeginn erzielte. Im Endspurt war der Tabellenvierte dann der glückliche Sieger und profitierte auch von zwei Zeitstrafen gegen die Gäste in den letzten fünf Minuten.

Trotzdem: „Ich bin stolz darauf, was meine Mannschaft geleistet hat. Gerade auf die Spieler, die sonst eher weniger zum Zug kommen, wie zum Beispiel Arvid Schlüter. Das wurde auch vom Gegner und vom Publikum gewürdigt." Der 22-Jährige Schlüter traf gegen den Oberliga-Absteiger fünf Mal. Überragender Derby-Akteur beim DSV II war aber Routinier Marcel Jaunich (37), der zehn Tore erzielen konnte.

In der Tabelle der MV-Liga hat sich der Rückstand des Schlusslichts aus der Münsterstadt mittlerweile wieder auf fünf Punkte vergrößert.Robert French

Von Simone Seidel

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