Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -1 ° Regen

Navigation:
DSV-Sieben zerfällt in Einzelteile

DSV-Sieben zerfällt in Einzelteile

Beim 22:31 gegen Tabellenführer Lausitzer HC bleiben die Doberaner vieles schuldig / Schwacher Rückraum

Voriger Artikel
SG-Jugend im nächsten Topspiel gefordert
Nächster Artikel
Kühlungsborn bereitet die 12. Eiszeit vor

Die Gäste aus der Lausitz haben keines- wegs wie eine Über- mannschaft agiert.“ Lars Rabenhorst, Trainer DSV-Sieben

Bad Doberan. Die Handball-Oberliga-Partie zwischen dem Bad Doberaner SV und dem Lausitzer HC Cottbus war 53 Minuten alt und längst entschieden, als Maximilian Lendner per Hüftwurf zum 19:28 aus Sicht der Hausherren verkürzte. Das Besondere daran: Es war das erste Tor, das dem DSV aus dem Rückraum gelang. Lendner war kurz vor Schluss noch einmal auf dieselbe Art und Weise erfolgreich – ansonsten mussten er und seine Nebenleute passen.

OZ-Bild

Beim 22:31 gegen Tabellenführer Lausitzer HC bleiben die Doberaner vieles schuldig / Schwacher Rückraum

Zur Bildergalerie

So war die 22:31 (11:15)-Niederlage gegen den Tabellenführer die logische Folge einer desolaten Angriffsleistung der Einheimischen. 250 Zuschauer mussten am Sonnabend in der Stadthalle darüber hinaus mit ansehen, wie „ihr“ Team am Ende auch in der Abwehr in Einzelteile zerfiel. „Wir haben wir hinten nur Spalier gestanden“, fand der verletzte Kreisläufer Matthias Jahn deutliche Worte und setzte noch einen drauf: „Wir haben ohne Leidenschaft gespielt.“

Trainer Lars Rabenhorst wollte mit seiner Mannschaft nicht ganz so hart ins Gericht gehen. „Diese Niederlage ist letztlich keine Überraschung“, meinte der 42-Jährige, der aber auch feststellte, dass die Gäste „keineswegs wie eine Übermannschaft agiert haben“. Das mussten sie gegen diesen DSV auch nicht. „So leicht hatten wir uns das nicht vorgestellt“, gab LHC-Coach Marcel Linge zu, der das 24:29 der Münsterstädter vor einer Woche in Brandenburg auf Video gesehen hatte.

Den Gästen reichten drei starke Rückraum-Schützen, die 20 der 31 LHC-Tore erzielten, und ein überragender Julian Adam im Tor, der den DSV-Werfern schon vor der Pause mit einer 55-Prozentquote den Nerv zog. Die Folge: Nur bis zum 3:3 (10.) hielten die Gastgeber mit, dann nahm das Unheil seinen Lauf. Nach einer von unzähligen Fehlern auf beiden Seiten geprägten Anfangsphase fand der Liga-Primus langsam seinen Rhythmus. In dem Maß, wie der DSV abbaute, wurde der LHC stärker.

Die Folge: Nach 25 Minuten führten die Lausitzer mit 13:8, und bereits zu diesem Zeitpunkt hatte man nicht mehr das Gefühl, dass die Rabenhorst-Sieben noch einmal gegenhalten könnte. „Wir haben nur die ersten zehn Minuten Paroli geboten, da stand die Abwehr auch noch gut, hat einer für den anderen gekämpft. Aber danach?“, war „Maxi“ Lendner nach dem Schlusspfiff der überzeugenden Berliner Schiedsrichter Daniel Baumann und René Kehl ratlos.

Nach der Pause enteilten die Cottbuser gegen eine mehr und mehr resignierende DSV-Mannschaft langsam, aber stetig. Über die Stationen 13:18 (35.) und 14:21 (40.) bauten sie ihre Führung beim 17:27 (50.) erstmals auf zehn Tore aus. Es wäre für den DSV wohl noch schlimmer gekommen, hätte Gästetrainer Linge angesichts der deutlichen Dominanz seines Teams in der Schlussphase nicht Akteuren aus der zweiten Reihe Einsatzmöglichkeiten gegeben. Doch auch diesen Umstand konnte der DSV nicht mehr nennenswert nutzen.

So war den Doberanern eigentlich nicht zum Feiern zumute, doch der Sportlerball des Gesamtvereins am Abend stellte eine Pflichtaufgabe dar. Eine solche wartet auf die Truppe um Kapitän Kay Landwehrs auch am 19. November beim VfL Lichtenrade. Ein Blick auf die Tabelle macht das deutlich. Der DSV (6:10 Punkte) ist auf Rang zehn abgerutscht, noch düsterer sieht‘s für den Kontrahenten aus. Nach einem 21:23 beim HSV Insel Usedom schwebt der VfL auf Platz zwölf in akuter Abstiegsgefahr. In Lichtenrade müssen also zwei Punkte her. Dann kann eine Woche später im Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten VfL Tegel nachgelegt werden.

Statistik

Bad Doberaner SV: Prothmann, F. Voigt – S. Voigt, Lehwald 7, Zboril 6/2, Ritzrau 2, Stöwsand, Palm, Landwehrs, Kröplin, Sachse 1/1, Paul 2, Vizhbovskyy, Lendner 4.

Lausitzer HC: Adam, Berndt – Meier 6, R. Takev 7, Widera 7/2, Efa 2, F. Takev 2, A. Takev 2, Fischer, M. Hiesener, Lößner 2, Stenzel 2, Otto 1.

Siebenmeter: DSV 3/3, LHC 3/2.

Strafminuten: DSV 10, LHC 6.

Burkhard Ehlers

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
OZ-Bild
mehr
Mehr aus Sport Doberan
Die besten Wettquoten der Ostsee gibt es im Bundesliga-Quotenvergleich von SmartBets.