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Doberan feiert Heimsieg gegen Werder

Bad Doberan Doberan feiert Heimsieg gegen Werder

Vor 300 Zuschauern bezwangen die DSV-Handballer den Oberliga-Spitzenreiter von der Havel mit 30:25

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Die Doberaner Fans feierten ihr Team schon Minuten vor dem Abpfiff. Fotos (4): Anja Ott

Bad Doberan. Das hat es in der Stadthalle lange nicht gegeben. Schon zwei Minuten vor dem Ende der Partie der Oberliga-Handballer des Bad Doberaner SV gegen Tabellenführer HV Grün-Weiß Werder feierten die knapp 300 Zuschauer ihr Team mit stehenden Ovationen. Und das völlig zu recht. Mit einer Energieleistung machten die Einheimischen am Sonnabend mehrere schwache Auftritte in jüngerer Vergangenheit vergessen. Der verdiente Lohn: ein 30:25 (12:10)-Erfolg gegen die eigentlich favorisierten Gäste.

OZ-Bild

Vor 300 Zuschauern bezwangen die DSV-Handballer den Oberliga-Spitzenreiter von der Havel mit 30:25

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Wir haben gegen Werder vor allem als Mannschaft funktioniert.“Sebastian Prothmann,

Torwart Doberaner SV

„So macht Handball richtig Spaß“, freute sich DSV-Kreisläufer Matthias Jahn, der wie Kapitän André Wilk verletzungsbedingt zum Zuschauen verurteilt war. Für Jahns Vertreter Jan Ritzrau stand fest, dass „wir ein Lebenszeichen gesendet haben.“ Das war angesichts der Ergebnisse der Konkurrenz im Kampf um den Klassenerhalt auch notwendig. In der 3. Liga Nord deutet nämlich vier Spieltage vor Schluss weiter alles darauf hin, dass die drei Absteiger den Weg in Richtung Oberliga Ostsee-Spree antreten. Den in diesem Falle rettenden neunten Platz hat der DSV nunmehr inne.

Die Schützlinge von Trainer Lars Rabenhorst legten am Sonnabend so los, wie es dem Ernst der Lage entsprach — und zwar als Mannschaft. Mit einer beeindruckenden Teamleistung stellten sie sich dem Spitzenreiter und dessen guten Individualisten zum Kampf. Dabei war die Abwehr zweifellos das Prunkstück der Gastgeber. Wie hinten einer für den anderen fightete, das zeigte Wirkung bei den Gästen.

Gerade einmal sechs Tore brachte der beste Angriff der Liga (634 Treffer) gegen die zweitbeste Abwehr (488) in den ersten 20 Minuten zustande.

Kein Wunder, dass Rabenhorst hinterher von einem „überragenden Deckungsverhalten“ seiner Sieben sprach. Auch für Torhüter Sebastian Prothmann, der 43 Prozent aller Bälle, die sein Tor erreichten, entschärfte, stand die Tatsache im Vordergrund, dass „wir als Mannschaft funktioniert haben“. Das galt diesmal aber auch für den Angriff. „Wir haben endlich einmal geduldig gespielt und unsere Chancen besser als zuletzt genutzt“, befand der achtfache Torschütze Falk Heinrich, der mit gutem Beispiel voran ging.

So lagen die Einheimische nur ein einziges Mal zurück (4:5/14.). Nach der Zwei-Tore-Führung zur Pause ließen sich die Doberaner die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Im Gegenteil: Sie bauten den Vorsprung kontinuierlich aus und führten neun Minuten vor dem Ende mit 25:18. Gästetrainer Silvio Krause fehlten nach dem Abpfiff die Worte. Die fand Assistent Max Ziegler: „Wir haben uns die Niederlage selbst zuzuschreiben. Aber vielleicht war das ja ein Schuss vor den Bug zur rechten Zeit.“ Interessante Äußerung des Co-Trainers: „Wir wollen Erster werden, aber Meisterschaft und Aufstieg sind zwei verschiedene Themen.“

Den Doberanern kann‘s egal sein. Sie bedauerten wie die Gäste allerdings die Tatsache, dass die beiden Berliner Unparteiischen in keiner Phase dem Niveau der Begegnung gewachsen waren. Trauriger Höhepunkt ihres Auftritts war die Rote Karte gegen den bis dahin glänzend Regie führenden Maximilian Lendner. Dabei versäumten sie es, nach einer Zwei-Minuten-Strafe zu kontrollieren, ob der junge Doberaner (21) das Feld auch wirklich verlassen hat — so sehen es die Regeln vor. Nach minutenlangem Hickhack am Kampfrichtertisch gab‘s für Lendner weitere zwei Minuten drauf — rot (48.).

Doch der DSV schaffte das Kunststück, die zweiminütige doppelte Unterzahl ohne einen Treffer auf beiden Seiten zu überstehen. Der Rest war grenzenloser Jubel.

Statistik

Bad Doberaner SV: French, Prothmann — Voigt 1, Lehwald 7, Heinrich 8/3, Ritzrau 2, Stöwsand 1, Landwehrs 4, Fandrich, Kröplin 1/1, Vizhborskyy 4, Sadewasser 2, Lendner.

HV Grün Weiß Werder: Gürer, Lessig — Lemaitre 4, Hange, Hoffmann, König 1, Schugardt, Hoppe, Huntz 6, Nehls 2, Kreuzberger 3, Cornelius 1, Klimczak 8/4, Winter.

Siebenmeter: DSV 4/4, Werder 5/4. Strafminuten: DSV 12 inklusive Disqualifikation Lendner (48.), Werder 2.

Von Burkhard Ehlers

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