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Doberaner Sportverein plant großen Wurf

Bad Doberan Doberaner Sportverein plant großen Wurf

Für 650 000 Euro soll der Sportplatz am Stülower Weg umgebaut werden / Wettkämpfe bisher nicht möglich

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Nach starken Regenfällen ist die Aschenbahn auf dem Sportplatz Stülower Weg aufgeweicht. Das Grün am Rand lässt sich kaum bekämpfen.

Bad Doberan. Nach längeren Regenfällen ist die Aschenbahn aufgeweicht, die Kugelstoßanlage reicht nicht aus, und weil der Sportplatz am Stülower Weg einen Höhenunterschied von einem halben Meter hat, sind hier keine Wettkämpfe möglich. „Der Sportplatz entspricht nicht mehr dem technischen Standard der Zeit. Es muss was passieren, der Pflegeaufwand ist zu groß“, sagt Hartmut Polzin, Vorsitzender des Doberaner Sportvereins (DSV). Daher soll der Sportplatz umgebaut werden. Bis zum 31. August will der Verein dafür den Förderantrag beim Landessportbund einreichen.

Vor allem die Leichtathleten sollen auf dem Areal bessere Bedingungen bekommen. Denn die Sportart ist in Bad Doberan gefragt. Das merke man nicht nur an den wachsenden Mitgliederzahlen, sondern auch an den sportlichen Erfolgen, sagt Abteilungsleiter Frank Lehmann. Diskuswerferin Lara Kempka war 2014 bei den olympischen Jugendspielen in China dabei, Lauftalent Jonas Bedeker habe sich über 200, 400 und 800 Meter für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert. Seit 2006 ist der Platz Trainingsstützpunkt des Landesleichtathletikverbandes.

Doch am Rand der Aschenbahn wächst das Unkraut, auch in der Mitte kommt das Grün durch. In regelmäßigen Arbeitseinsätzen wird das Unkraut gejätet. „Doch dadurch fahren wir immer mehr Tenne ab“, erläutert Hartmut Polzin. Nach starken Regenfällen könne die Bahn nicht genutzt werden. „An der Anlage muss etwas gemacht werden. Entweder Flickschusterei oder etwas Zukunftsfähiges, was für den gesamten Verein von Vorteil ist“, sagt Hartmut Polzin. „Deshalb haben wir vor, die Aschenbahn durch einen Tartanbelag zu ersetzen.“ Beim Umbau des Sportplatzes soll auch der Höhenunterschied ausgeglichen und ein neues Entwässerungssystem eingebaut werden. „Dann können auch Wettkämpfe gewertet werden“, erklärt Polzin.

Die Rasenflächen hinter den Fußballtoren sollen verschwinden und durch einen Tartanbelag ersetzt werden. So könne hier ein Volleyballfeld eingerichtet oder eine Hochsprungmatte platziert werden. Eine Tribüne soll zurückgebaut werden, um dort ein Beachvolleyballfeld zu platzieren. Sonst werde am Tribünenbereich nichts erneuert. „Auch unsere Möglichkeiten sind endlich“, sagt Polzin. Das Geländer rund um den Sportplatz wird ersetzt, die Kugelstoßanlage erweitert, die sechs Spuren der 100-Meter-Laufbahn verbreitert.

Bereits 2014 hatte der Verein investiert und mit Hilfe von Fördermitteln eine Anlaufbahn für die Speerwerfer, einen neuen Ring für die Kugelstoßer und Diskuswerfer sowie eine neue Weitsprunganlage bauen lassen.

650000 Euro soll der Umbau jetzt kosten. Fördergrundlage ist das Landessportstättenprogramm. 110 000 Euro müsste die Stadt aufbringen, der Eigenanteil des Vereins liegt bei 230 000 Euro. Auch wenn die Stadt den Platz zur Erfüllung ihrer Pflichtaufgaben nicht benötige: „Die Stadt wächst ohne Eingemeindung. Es ist gut vertretbar, eine zweite Anlage zu haben.“

Mit dem Umbau könnten auch alle Leichtathleten auf einem Platz trainieren. Bisher teilen sich die Sportler zwischen dem Platz am Busbahnhof und dem am Stülower Weg auf, Trainingsgruppen würden auseinandergerissen. Denn nur am Stülower Weg sei Diskus- oder Speerwerfen möglich, erläutert Frank Lehmann, der davon ausgeht, dass die Abteilung und der Verein weiter wachsen – auch mit Blick auf das neue Doberaner Wohngebiet an der Dammchaussee, was derzeit erschlossen wird. Fast 1000 Mitglieder zählt der Doberaner Sportverein jetzt, ergänzt Hartmut Polzin.

Trainingsstützpunkt

230 Mitglieder zählt die Abteilung Leichtathletik des Doberaner Sportvereins, davon sind etwa 160 Jugendliche. Seit 2006 ist der Sportplatz am Stülower Weg Trainingsstutzpunkt des Landesleichathlethikverbandes – einer von zehn in Mecklenburg-Vorpommern.

650 000 Euro soll der Umbau jetzt kosten. Fördergrundlage ist das Landessportstättenprogramm. 110 000 Euro müsste die Stadt Bad Doberan aufbringen, der Eigenanteil des Vereins liegt bei 230 000 Euro, der unter anderem über Sponsoren und Kredite erbracht werden soll.

Anja Levien

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