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Erfolgreiches Gastspiel: Tennis-Trio feiert Titelgewinn

Kühlungsborn Erfolgreiches Gastspiel: Tennis-Trio feiert Titelgewinn

Otmar Gemenig, Holger Hintz und Gerd Abrolat werden Landesmeister mit den Herren 60 des TV Nordwest Rostock / Aufstieg in die Ostliga ist kein Thema

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Sie haben gut lachen: Gerd Abrolat, Otmar Gemenig und Holger Hintz (v. l.) wurden mit dem TV Nordwest Landesmeister.

Quelle: Stefan Ehlers

Kühlungsborn. Otmar Gemenig spielt eine druckvolle Vorhand. Der Gegner hat Mühe, den Ball zu retournieren. Holger Hintz lauert bereits am Netz. Er fokussiert den Ball, geht ihm zwei Schritte entgegen und punktet mit einem starken Volley. Spiel, Satz und Sieg für Gemenig/Hintz. Die beiden Tennisspieler aus Kühlungsborn klatschen ab. Dabei ist das Doppel an diesem sonnigen Nachmittag nur Training. Ihr Meisterstück haben sie bereits gemacht.

Gemenig und Hintz wurden Landesmeister mit den Herren 60 des TC Nordwest Rostock. „Es hat Spaß gemacht“, versichert Gemenig, der quasi zum Umzug gezwungen wurde. Da der TCK keine 60er-Mannschaft auf die Beine stellen konnte, schauten sich der 61-Jährige und Hintz (62) nach Alternativen um – und wurden im Nordwesten der Hansestadt fündig. Der 50 Mitglieder zählende Verein, der am vergangenen Wochenende sein 25. Jubiläum feierte, hat seine Heimstatt mitten in Lütten Klein. Drei Sandplätze und ein Vereinshaus – beim TVN geht es familiär zu. „Das sind tolle Leute“, schwärmt Gemenig.

„Alles wird in Eigenregie erledigt. Wenn wir ein Heimspiel haben, muss jeder eine Aufgabe übernehmen, sonst klappt es nicht. Das war echt nett.“ Auch Holger Hintz schwärmt vom Teamgeist der Nordwestler: „Jeder hat etwas für den anderen gemacht.“ Nicht nur Spielerfrauen seien zum Zugucken auf die Anlage gekommen. „Sie haben den Tisch gedeckt, uns begrillt und den Abwasch erledigt“, erzählt Hintz, der darüber hinaus einmal für die Herren 50 des TCK in der Verbandsliga zum Einsatz kam.

Der Tennisverband hat in dieser Saison das Zweitspielrecht eingeführt. Ein Spieler kann somit während der Sommerrunde für zwei Vereine aufschlagen – allerdings in unterschiedlichen Altersklassen.

Der TV Nordwest hatte sich bereits Ende vergangenen Jahres nach Verstärkungen umgeschaut. Neben dem TCK-Duo stießen Lothar Langer und Gerd Abrolat vom TC Blau-Weiß Rostock zu den Lütten Kleinern.

„Wir haben schon während des ersten Gesprächs gemerkt, dass die Chemie stimmt“, berichtet Mannschaftskapitän Felix Walter.

Doch nicht nur menschlich passte es. Auch sportlich merkte Walter schnell, „dass da mehr gehen kann als einfach nur mitspielen“. Nach vier Siegen und einer Niederlage wurde der Titelgewinn beim Saisonfinale durch ein 3:3 in Greifswald perfekt gemacht.

„Das war auch mein Ziel. Ich wollte Landesmeister werden und nicht bloß so herumspielen“, sagt der in Neubukow lebende Abrolat (69), der zuvor vier Titel in Folge mit Blau-Weiß Rostock geholt hatte.

Noch höher hinaus wird es für den TV Nordwest nicht gehen. Nach reiflicher Überlegung entschied sich der Verein, nicht an den Aufstiegsspielen zur Ostliga teilzunehmen. „Schade, ich hätte gern in der Ostliga gespielt“, sagt Otmar Gemenig, der in seinen sechs Einzeln in der Oberliga ungeschlagen blieb.

Fink gewinnt Bezirksmeisterschaft in Pinnow

2 weitere Spieler des TC Kühlungsborn schlugen für andere Vereine auf: Klaus Dethloff erkämpfte mit den Herren 60 der HSG Greifswald Rang zwei in der Regionalliga Nord-Ost, der höchsten deutschen Spielklasse bei den Senioren. Peter Fink spielte in der Sommerrunde für den Nordligisten Suchsdorfer SV. Bei den offenen Bezirksmeisterschaften West am vergangenen Wochenende in Pinnow lief er wieder für den TCK auf – und gewann (6:0, 6:0 im Finale gegen Henry Stelzer).

6 Mannschaften des TCK schafften im landesweiten Wettstreit den Sprung aufs Podium: Die gemischte U 12 wurde Landesmeister, die Herren, Herren 30 und die U 14 kamen auf den Vizerang, die Damen 40 und die weibliche U 16 beendeten die Saison auf Rang drei.

2 Unentschieden reichten nicht: Die Herren 50 des TC Bargeshagen sind aus der Oberliga abgestiegen. Der Ausfall mehrerer Stammkräfte war nicht zu kompensieren.

Stefan Ehlers

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