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Ex-Handballer trifft nun mit dem Fuß

Rostock/Parkentin Ex-Handballer trifft nun mit dem Fuß

Etwas hölzern wirkt es noch, wenn Jarl Feldbinder den Ball führt. Aber der 19-Jährige ist ganz schwer vom Spielgerät zu trennen. Er weiß, wie er seinen Körper einsetzen muss.

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Jarl Feldbinder stürmt seit dem Sommer für Parkentin. FOTO: Bastian

Rostock/Parkentin. Etwas hölzern wirkt es noch, wenn Jarl Feldbinder den Ball führt. Aber der 19-Jährige ist ganz schwer vom Spielgerät zu trennen. Er weiß, wie er seinen Körper einsetzen muss. Der Stürmer der Kreisoberliga-Fußballer vom SV Parkentin stand Anfang des Jahres noch für die A-Junioren des Handball-Zweitligisten Empor Rostock in der Nachwuchs- Bundesliga auf dem Feld. Und das als Kapitän. Dann kugelte er sich zum dritten Mal die linke Schulter aus und stand vor der Frage: Noch mal operieren lassen oder die leistungssportliche Karriere beenden?

„Ich habe mich für meine Gesundheit entschieden und den Handball in die Ecke gelegt. Es war eine schwierige Entscheidung“, erinnert sich Feldbinder. Doch im Falle einer OP hätte ihm niemand garantieren können, seinen Arm in höherem Alter noch beschwerdefrei bewegen zu können, erklärt der Sohn von Ex-Nationalspieler Christian Feldbinder, der einst auch für den HC Empor aktiv war.

Bereits 2012 und 2013 hatte sich Jarl Feldbinder die gleiche Schulter ausgekugelt und war operiert worden. Danach kämpfte er sich monatelang durch Reha-Maßnahmen.

Seit Saisonbeginn spielt Feldbinder für Aufsteiger Parkentin. Der Wechsel kam zufällig zustande, weil sein Physiotherapeut mit SV-Trainer Christoph Wagner befreundet ist. Und Wagner suchte im Sommer nach Verstärkung für sein Team. „Jarl hat super eingeschlagen. Mit seiner Fitness und der enormen Schnelligkeit stellt er die Gegner vor Probleme“, lobt der Coach seinen neuen Schützling.

Fünf Tore erzielte Feldbinder an den ersten elf Spieltagen. Dabei ging er nur zum Fußball, um seine Freizeit zu füllen und sportlich aktiv zu bleiben. „Ich wurde gut aufgenommen. Das Training ist ungezwungener als zuvor beim Handball. Mit den Jungs macht es Spaß“, sagt der Schüler der 13. Klasse des Rostocker CJD-Gymnasiums. Dort macht er im Frühjahr sein Abi.

Wie es danach beruflich oder im Studium weitergeht, weiß er noch nicht. Aber eines ist klar: Mit Parkentin, das anfangs einen Mittelfeldplatz anpeilte, will er so lange wie möglich die Tabellenspitze verteidigen.tb

OZ

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