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FSV Kühlungsborn scheidet nach Pokalkrimi aus

Kühlungsborn FSV Kühlungsborn scheidet nach Pokalkrimi aus

Landesligist verliert mit 2:3 nach Verlängerung / Fünf Platzverweise

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Flugeinlage: Der Kühlungsborner Tommy Kelling (r.) wird vom gegnerischen Keeper vom Ball getrennt.

Quelle: Foto: Karsten Pflieger-Leutert

Kühlungsborn. Dieses Fußballspiel war nichts für schwache Nerven! Verlängerung, fünf Tore, fünf Platzverweise und fast noch ein Spielabbruch – das Landespokal-Viertelfinale zwischen Landesligist FSV Kühlungsborn und der SG Aufbau Boizenburg hatte es in sich. Nach packenden 120 Minuten schlichen die Hausherren jedoch mit gesenkten Köpfen vom Platz. Mit 2:3 nach Verlängerung musste sich der FSV dem Verbandsligisten aus Westmecklenburg geschlagen geben.

OZ-Bild

Landesligist verliert mit 2:3 nach Verlängerung / Fünf Platzverweise

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Selbst Kühlungsborns Routinier René Schultz, der schon vieles im Fußball mitgemacht hat, war von dem spektakulären Pokal-Abend mitgerissen. „Ein Spiel mit so vielen Platzverweisen habe ich noch nicht erlebt“, sagte der 36-Jährige und meinte weiter: „In Zukunft würde ich solche Partien lieber in Ruhe vom Spielfeldrand genießen.“

Schultz, der sonst in der zweiten Mannschaft kickt, war im Kader, da der FSV sechs Spieler ersetzen musste, die aus diversen Gründen fehlten. Der Stürmer kam in der 88. Minute für Karsten Jurk in die Begegnung. Trotz der angespannten Personallage lieferte Kühlungsborn einen großen Kampf ab. Zwei Rückstände glichen die Gastgeber durch Tom Wilke und Alexander Fogel aus. Auf das 2:3 in der Verlängerung durch Boizenburgs Torjäger Daniel Kruse fand der Außenseiter keine Antwort mehr.

FSV-Coach Jens Hillringhaus ärgerte sich mächtig, dass sein Team viele gute Möglichkeiten nicht verwertete. „Wir hatten Chancen für drei Spiele. Wenn du die Tore nicht machst, kommst du im Pokal nicht weiter“, analysierte der 46-Jährige und ergänzte: „Am Ende war auch ein bisschen Pech dabei, wir treffen unter anderem zweimal per Kopf die Latte. Das bessere Team ist ausgeschieden.“

Kühlungsborn spielte in der letzten Minute der Verlängerung mit drei Mann in Überzahl. FSV-Verteidiger Philip Sibrins und Boizenburgs Maik Aumann handelten sich nach Rudelbildung in der 63. Minute jeweils die Rote Karte ein. Im restlichen Spielverlauf setzte sich das Kartenfestival fort, drei weitere Gästekicker sahen jeweils Gelb-Rot.

Aus der numerischen Überlegenheit schlug Kühlungsborn jedoch kein Kapital. Das Boizenburger Tor wirkte nach dem 2:3 wie vernagelt. „Wir müssen in der Lage sein, in der klaren Überzahl einen Treffer zu machen“, kommentierte Schultz. Trotz des bitteren Ausscheidens zog der Offensivspieler für den Pokal-Abend ein positives Fazit. „Wir hatten mit 450 Zuschauern eine geile Kulisse. Es war eine packende Pokal-Atmosphäre“, bilanzierte Schultz.

Ein wenig über die Stränge schlugen allerdings einige Anhänger der SG Aufbau Boizenburg. Nachdem Gästefans während der regulären Spielzeit vereinzelt Böller gezündet hatten, flog in der Pause vor der Verlängerung ein weiterer Knallkörper aufs Spielfeld. Schiedsrichter Daniel Läser kündigte an, dass wenn ein weiterer Knaller explodieren sollte, die Partie abgebrochen werden würde. Bis zum Ende blieb es jedoch friedlich.

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Statistik

FSV Kühlungsborn: Schwanitz - Wilke, Franke, Sibrins, Bartsch - Jurk (88. R. Schultz) - Uchytil, Fogel, Kelling, Hagedorn - Leutert.

Tore: 0:1 Harder (24.), 1:1 Wilke (31./Foulelfmeter), 1:2 Kruse (64.), 2:2 Fogel (65.), 2:3 Kruse (99.).

Rote Karten: Sibrins (63., FSV) und Aumann (63., Boizenburg).

Gelb-Rote Karten: Odzhukvu, Kruse und Owe (85., 102., 120. +2, alle drei Boizenburg).

Zuschauer: 450.

Johannes Weber

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