Volltextsuche über das Angebot:

25 ° / 17 ° Gewitter

Navigation:
FSV-Trainer Hillringhaus setzt auf Routinier Robert Franke

Kühlungsborn FSV-Trainer Hillringhaus setzt auf Routinier Robert Franke

32-jähriger Kapitän und Abwehrchef soll Kühlungsborn morgen gegen Blau-Weiß Greifswald erstmals ins Landespokal-Viertelfinale führen

Voriger Artikel
Ex-Handballer trifft nun mit dem Fuß
Nächster Artikel
Landespokal: Kühlungsborn nach Elfmeterkrimi weiter

Kühlungsborn. Robert Franke sprintet einem langen Pass hinterher. Er setzt sich energisch gegen Verteidiger Marcelo Bordon durch, ist einen Schritt eher am Ball als Torhüter Frank Rost und spitzelt das Spielgerät am früheren Fußball-Nationalspieler vorbei. Das Tor ist leer, die große Chance für Franke. Der Rostocker fackelt nicht lange, schießt und trifft. Es war das 1:5 am 9. September 2006 im DFB-Pokal gegen Bundesligist FC Schalke 04. Am Ende unterliegt der FC Hansa Rostock II im Ostseestadion 1:9.

 

OZ-Bild

Antreiber mit viel Erfahrung im Pokal-Wettbewerb: Kapitän Robert Franke vom FSV Kühlungsborn FOTO: ROLF BARKHORN/OZ-ARCHIV

Quelle:

Landespokal-Statistik

Robert ist unser Lenker und Denker im Team.

Er hält die Abwehr zusammen.Trainer Jens Hillringhaus

Zehn Jahre später erinnert sich der heutige Kapitän des FSV Kühlungsborn wohl immer noch gerne an die Szene zurück. Mit dem Landesligisten aus dem Ostseebad hat der 32-Jährige am Sonnabend (13.00 Uhr, Sportplatz Kühlungsborn West) die große Chance, erstmals in der Klubhistorie in das Landespokal-Viertelfinale einzuziehen. „Das wäre für unseren Verein ein großartiger Erfolg“, betont FSV-Trainer Jens Hillringhaus.

Im Achtelfinale des Lübzer- Pils-Cups treffen die Kühlungsborner auf Ligakonkurrent FSV Blau- Weiß Greifswald. Beide Teams standen sich bereits Mitte September gegenüber, trennten sich im Punktspiel 1:1. Damals hatte die Hillringhaus-Elf Glück, denn erst durch ein Eigentor des Greifswalders Maximilian Klug holte sie noch einen Zähler. „Ich erwarte auch diesmal ein Spiel, in dem sich beide Seiten auf Augenhöhe begegnen werden. Wir dürfen die Greifswalder, die gut drauf sind, nicht unterschätzen“, fordert Coach Hillringhaus und verspricht: „Wir werden alles reinlegen, um das Weiterkommen zu schaffen.“

Der erfahrene Übungsleiter stand mit seinem Ex-Klub, dem Sievershäger SV, bereits zweimal im Landespokal-Finale. Doch die Endspiele in den Jahren 2012 gegen den FC Schönberg (0:1) sowie 2014 gegen den 1. FC Neubrandenburg (0:4) gingen jeweils verloren. „Beide Niederlagen waren bitter“, erinnert sich Hillringhaus, der Sievershagen allerdings zweimal zum Landesmeistertitel führte.

Ähnliche Erfolge mit dem FSV Kühlungsborn zu erreichen, dürfte sehr schwierig werden, glaubt Hillringhaus. „Bei den Gegnern, die im Viertelfinale auf uns warten würden, wäre es vermessen, an den Einzug ins Endspiel zu denken“, sagt er und erklärt: „Wir haben gar nicht die Kaderbreite, um gegen einen Dritt- oder Regionalligisten mithalten zu können.“

Sogar einmal mehr als Kühlungsborns Coach stand Robert Franke im Pokal-Finale. Doch auch ihm blieb der Gewinn der Trophäe verwehrt. Seinen Treffer für Hansa II in der ersten DFB-Pokal-Hauptrunde kann dem erfahrenen Akteur jedoch keiner nehmen.

In Kühlungsborn ist Franke eine feste Größe im Kader von Trainer Jens Hillringhaus. „Robert ist der Lenker und Denker unseres Teams. Er hält die Abwehr zusammen“, verdeutlicht der 45-Jährige die wichtige Rolle seines Innenverteidigers und Mannschaftsführers.

Schon in Sievershagen arbeitete das Duo zusammen. Franke sorgte damals im Angriff für die Tore, mittlerweile hält er in der Defensive den Laden dicht. „So ist das manchmal. Je älter Spieler werden, desto weiter rücken sie nach hinten“, scherzt Hillringhaus.

Wie es geht mit dem Einzug ins Viertelfinale, hat Erzrivale Doberaner FC im vergangenen Jahr gezeigt. In der Runde der letzten acht Mannschaften unterlagen die Münsterstädter dem Verbandsligisten MSV Pampow jedoch 1:2.

Sollte dem FSV Kühlungsborn diesmal das gleiche Kunststück wie dem DFC gelingen, dürfte der Blick am 28. Dezember gespannt nach Schwerin schweifen. Dort wird am Rande des 1. Futsal-Masters in der Sport- und Kongresshalle die Viertelfinals ausgelost, die am 25./26. März steigen.

Der besondere Reiz im Landespokal: Die ARD überträgt das Finale am 25. Mai im Rahmen einer mehrteiligen Konferenz live. Den ersten „Finaltag der Amateure“ sahen im Mai diesen Jahres im Durchschnitt 1,37 Millionen Zuschauer.

Info: Einen Liveticker zum Pokalspiel Kühlungsborn gegen Greifswald gibt es morgen ab 12.55 Uhr unter:

oz-sportbuzzer.de

Achtelfinale/Ergebnisse: Güstrower SC (Landesliga) – FC Hansa Rostock (3. Liga) 1:8, FSV Einheit Ueckermünde (Verbandsliga) – FC Schönberg (Regionalliga) 0:6, Grimmener SV – Torgelower FC Greif (beide Verbandsliga) 0:4

Ansetzungen: Rostocker FC – Greifswalder FC (beide Verbandsliga, Sa., 13.00 Uhr, Damerower Weg), Gnoiener SV (Landesliga) – FC Mecklenburg Schwerin (Oberliga, 30.11., 19.30 Uhr, Stadion An der Windmühle), MSV Pampow (Verbandsliga) – TSG Neustrelitz (Regionalliga) und Aufbau Boizenburg (Verbandsliga) – Malchower SV (Oberliga, beide Spiele noch nicht neu angesetzt, nachdem sie vergangene Woche ausgefallen waren)

Johannes Weber

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Bad Doberan
Torschütze Ismail Mustafa

Fußball-Kreisliga: Münsterstädter gewinnen 2:1 bei Verfolger FSV Rühn / Rethwisch bejubelt ersten Sieg

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Sport Doberan
Die besten Wettquoten der Ostsee gibt es im Bundesliga-Quotenvergleich von SmartBets.