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Favoriten setzen sich in Derbys durch

Favoriten setzen sich in Derbys durch

Insgesamt rund 600 Zuschauer zogen drei Prestigeduelle bei den Fußballern der Region Doberan am Sonnabend an.

Bad Doberan Am vorletzten Spieltag der Fußballer ragten drei Derbys in verschiedenen Spielklassen besonders heraus. Der Punktgewinn stand dabei nicht im Vordergrund. Es ging ums Prestige. Durchgesetzt haben sich die Favoriten.

Landesliga. Doberaner FC – FSV Kühlungsborn 1:2 (0:0). Knapp 200 Zuschauer kamen zum Sportplatz am Bad Doberaner Busbahnhof, um bei bestem Sommerwetter das Derby zwischen den Landesligisten Doberaner FC und FSV Kühlungsborn zu sehen, darunter auch Lokalpolitiker aus beiden Städten. Als nach ausgeglichenem Verlauf gegen Ende der Partie Rico Keil das 1:2 erzielte, jubelten die Gäste aus dem Ostseebad. Entsprechend enttäuscht waren die Doberaner. Dabei hatten doch in der Halbzeitpause Doberans Politiker das Torwandschießen mit 5:3 gewonnen.

Grund zum Jubeln hätte Doberans Anhang aber dennoch, weil Christian Urgast verkündete, doch noch ein Jahr im rot-schwarzen Trikot zu spielen. Noch vor einem Vierteljahr war von seinem Karriereende nach Saisonschluss die Rede.

Das Spiel allerdings war anfangs nur mäßig interessant. Die Hausherren konnten zwar schon früh eine Flanke in den Strafraum bringen, die Chance verpuffte aber ähnlich wie die von Isaac Amoah nach zehn Minuten. Es spielte sich viel zwischen den Strafräumen ab, wo der FSV meistens über den Ball herrschte. Eine Torchance konnten sie sich jedoch gegen gut verteidigende Doberaner auch nicht erarbeiten. Die Kühlungsborner machten es aber nach der Pause besser. „Im Gegensatz zur ersten Hälfte stellten wir von einem auf zwei Stürmer um, wodurch wir den Gegner mehr unter Druck setzen konnten“, erklärte Kühlungsborns Trainer Jens Hillringhaus. Den ersten Treffer aber erzielte Isaac Amoah für Doberan, nur fünf Minuten später glich Rico Keil aus. Die Vorlage zu seinem umjubelten Siegtreffer in der 89. Minute verdankte Keil FSV-Keeper Robert Schwanitz. Nach dessen weiten Abschlag schnappte sich der Torjäger der Kühlungsborner den Ball, ließ die DFC-Abwehr stehen und köpfte vorbei am herauseilenden DFC-Torwart Sven Scheibner.

„Ich mache meinem Team keinen Vorwurf. Dass Kühlungsborn uns spielerisch überlegen war, war nicht verwunderlich, deswegen sind sie Zweiter. Ein Unentschieden wäre allerdings in Ordnung gewesen“, meinte DFC-Cheftrainer Ronny Susa.

Kreisoberliga. Mulsower SV – TSG Neubukow 7:0 (4:0). Einen denkwürdigen Nachmittag erlebten sowohl Trainer und Aktive als auch die knapp 200 Zuschauer auf dem Mulsower „Betzenberg“. Mit 7:0 fügten die Mulsower ihrer beeindruckenden Rückrunde in der Kreisoberliga ein weiteres Kapitel hinzu. „Ein rundum gelungener Auftritt! Die Jungs waren bis in die Haarspitzen motiviert“, freute sich MSV-Trainer Jens Neumann, der erst vor einer Woche mit seinem Team den Staffelsieg und den Aufstieg in die Landesklasse feierte.

Der Brisanz des „Hellbachderbys“ tat das keinen Abbruch. Intensive Zweikämpfe prägten das Bild. Beide Seiten versuchten zudem den Schiedsrichter mit ständigen Reklamationen auf ihre Seite zubringen.

Es war Feuer drin.

Doch mit zunehmender Spieldauer schwang das Pendel deutlich auf die Seite des MSV. Die Gäste offenbarten große Lücken in der Dreierkette, die Hannes Neumann (15.), Thomas Brüsehaver (35.,37) und Manuel Westphal (45.) zum 4:0-Pausenstand nutzen konnten. In der Offensive zeigte die TSG zwar eine couragierte Leistung, die sich auch im positiven Eckenverhältnis zeigte, doch in der Defensive boten sie den schnellen MSV-Spielern einfach zu viele Räume. Mit seinem zweiten Treffer erhöhte Hannes Neumann (47.) auf 5:0. Danach begrenzten die Schliemannstädter ihre Aktivitäten auf Schadensbegrenzung. Eddy Bormann (75.) und Philipp Losch (90.) erhöhten auf 7:0.

Bormann, der sein 16. Saisontor erzielte, wird den MSV allerdings nach der Saison verlassen. Er wechselt zum Verbandsligisten Güstrower SC.

SV Pepelow – SV Steilküste Rerik 2:4 (1:0). Obwohl das Salzhaff-Derby zwischen Pepelow und Rerik aufgrund der bereits geklärten Tabellensituation keine Brisanz versprach, entwickelte sich eine rassige und unterhaltsame Partie. Am Ende siegten die Reriker mit 2:4. Nach den ersten 45 Minuten mit einem frühen Tor von Daniel Wulff (15.) war ein Reriker Sieg noch in weiter Ferne. Doch ab der 52. Minute drehten Stefan Eichhorst und zweimal Marius Granz die Partie. Das 2:3 durch Allwardt machte das Spiel wieder spannend, eheTino Weihrauch das Derby zugunsten der Reriker entschied.

Fröhlich feierten die Gäste anschließend ihren Derbysieg auf dem Schiff, mit dem sie übers Haff nach Pepelow gekommen waren.

David Pusch und Jan Gehrmann

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