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Gastgeber DSV nur Schlusslicht

Bad Doberan Gastgeber DSV nur Schlusslicht

Bad Doberaner Handballer kassieren beim 4. Ospa-Cup zwei Niederlagen. Stralsunder HV besiegt Empor.

Bad Doberan. Mit einer Überraschung endete am Sonnabend die vierte Auflage des Turniers um den Ospa-Cup der Handballer des Bad Doberaner SV. Im Finale setzte sich Drittliga-Absteiger Stralsunder HV vor knapp 200 Zuschauern gegen den favorisierten Zweitligisten HC Empor Rostock verdient mit 26:23 (13:11) durch. Die Gastgeber verloren ihr Halbfinale gegen Empor mit 16:28 (8:14) und zogen auch im Spiel um Platz drei gegen den HSV Insel Usedom mit 15:22 (7:12) den Kürzeren. Damit landeten sie in der Endabrechnung nur auf dem vierten und letzten Platz, was im DSV-Lager jedoch niemand als Beinbruch empfand.

Vor allem in der Partie gegen den Zweitligisten aus der Hansestadt sahen die Doberaner lange Zeit nicht schlecht aus. Nach einem schnellen 1:8-Rückstand fassten sie sich ein Herz und setzten dem HC Empor mächtig zu. So verkürzten sie auf 13:16, bevor der Favorit in der Schlussphase konditionell mehr zusetzen konnte. „Das war phasenweise schon ganz okay“, befand DSV-Coach Lars Rabenhorst, dessen Schützlinge das Turnier im Rahmen eines dreitägigen Trainingslagers bestritten.

Diese Belastung war dann auch im Spiel um den dritten Platz sichtbar. Obwohl den Insel-Handballern nur sieben Feldspieler zur Verfügung standen (die anderen steckten im täglichen „Usedom-Stau“ und erreichten die Münsterstadt nicht mehr), dominierte der künftige Oberliga-Kontrahent deutlich und gewann letztlich unangefochten mit 22:15. Statt der ursprünglich geplanten zweimal 30 Minuten wurde die Begegnung – auch wegen der Usedomer Personalsituation – auf zweimal 20 Minuten verkürzt.

„Wir machen immer noch zu viele Fehler“, stellte Lars Rabenhorst fest. Der Deckung fehle es ohne Maic Sadewasser – er trat nach seinem Wechsel erstmals im Trikot des SHV an – an Stabilität. Der Trainer machte außerdem auf das Fehlen von Routinier Yan Vizhbovskyy (39) aufmerksam. Der Ukrainer, der diesmal aus familiären Gründen nicht dabei war, wird mit seiner Erfahrung und seinem Können sicherlich zu einer Schlüsselfigur der Münsterstädter in der bevorstehenden Oberliga-Saison werden.

Zu den Lichtblicken beim DSV zählte am Sonnabend vor allem Sebastian Prothmann. Der Torhüter musste durchspielen, weil Neuzugang Florian Voigt nicht zur Verfügung stand. Und das machte der 30-Jährige so gut, dass er am Ende zum besten Schlussmann des Turniers gewählt wurde. „Wir müssen uns erstmal finden“, sagte Prothmann anschließend und verwies darauf, dass im Rahmen des Trainingslagers am Morgen noch ein Lauf angestanden habe.

Im Finale beherrschten die Sundstädter den HC Empor überraschend klar und führten zwischenzeitlich sogar mit fünf Toren Differenz. Das war insbesondere ein Verdienst des bundesliga-erfahrenen Martin Brandt (27), der nicht nur Regie führte, sondern auch neun Treffer erzielte. „Wir haben alles gegeben und waren ein ebenbürtiger Gegner“, sagte Brandt, der zum besten Spieler des Turniers gekürt wurde. Empor-Kapitän Norman Flödl nahm nach der Pleite kein Blatt vor den Mund: „Das war heute die nackte Wahrheit über unseren Leistungsstand.“

Für die Doberaner Akteure geht die Vorbereitung auf die am 3. September mit einem Heimspiel gegen den Ludwigsfelder HC beginnende Oberliga-Saison am kommenden Wochenende mit einem Turnier in Loitz weiter. Sicher ist nach dem Ospa-Cup, dass der Rabenhorst-Truppe bis dahin noch eine Menge Arbeit bevorsteht.

Burkhard Ehlers

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