Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 2 ° Regenschauer

Navigation:
Große Enttäuschung bei den DSV-Handballern

Bad Dobera Große Enttäuschung bei den DSV-Handballern

Bad Doberan unterliegt dem Drittliga-Absteiger GW Werder mit 20:23

Voriger Artikel
Fußball-Landesliga: Doberaner FC feiert ersten Saisonsieg
Nächster Artikel
FSV Kühlungsborn glänzt mit guter Chancenauswertung gegen Cambs-Leezen

Hielt den Bad Doberaner SV mit seinen Toren im Spiel: Ex-Champions-League-Spieler Yann Vizhbovskyy (am Ball).

Quelle: Foto: Anja Ott

Bad Dobera. n. Kapitän Sebastian Prothmann musste Kreisläufer Matthias Jahn nach dem Abpfiff zurückhalten. Der war wutentbrannt in Richtung Schiedsrichter unterwegs, ließ

sich dann aber doch noch „einfangen“. Jahns Erregung nach der 20:23 (8:12)-Niederlage der Bad Doberaner Oberliga-Handballer gegen den HV Grün-Weiß Werder war leicht nachzuvollziehen. Vor 300 Zuschauern in der heimischen Stadthalle hatten die Hausherren nach einem Sechs-Tore-Rückstand (12:18/46. Minute) in der Schlussphase beim 20:21 (58.) tatsächlich noch die Chance auf einen Punkt, doch zwei überaus fragwürdige Siebenmeter-Pfiffe gegen den DSV machten diese Hoffnungen zunichte.

Mit ein wenig Abstand wussten die Doberaner dann aber selbst, dass die brandenburgischen Unparteiischen Mathias Jeschke und Alexander Zart (Angermünde) nur eine „Teilschuld“ an der Heimniederlage trugen. „Wir haben vorn lange Zeit kaum etwas auf die Reihe gebracht und uns schon vor der Pause durch dumme Zeitstrafen geschwächt“, wusste DSV-Trainer Lars Rabenhorst. In der Tat war das Angriffsspiel der Gastgeber lange Zeit eine Zumutung. Bis zur 50. Minute hatten sie es auf ganze 13 Treffer gebracht – so kann man kein Heimspiel gewinnen.

Und die Bilanz wäre noch verheerender ausgefallen, wenn nicht Routinier Yann Vizhbovskyy – ob seiner 40 Jahre von seinen Mitspielern liebevoll „Opa“ genannt – sein Team am Leben erhalten hätte. Von den erwähnten 13 Toren gingen sieben auf sein Konto. „Na ja, aber wir haben trotzdem verloren“, ärgerte sich der Ukrainer ungeachtet seiner guten Leistung. Auf Dauer müssen seine Nebenleute im Rückraum allerdings mehr Torgefahr entwickeln, wobei am Sonnabend erschwerend hinzukam, das Johannes Spitzner und Ben Meyer aufgrund von Blessuren nur Kurzeinsätze absolvieren konnten.

So war auch die gute Abwehr mit einem erneut überzeugenden Torhüter Sebastian Prothmann nicht in der Lage, die Kastanien aus dem Feuer zu reißen. Dazu war der mit 0:4 Punkten gestartete Drittliga-Absteiger denn doch zu stark, obwohl die Gäste keineswegs Bäume ausrissen. „Das ist eine schnelle Mannschaft, die hinten gut verschoben hat und unser Angriffsspiel dadurch entscheidend gestört hat“, wusste Linksaußen Tom Paul, der auch dadurch lange ebenso wenig zum Zuge kam wie Christian Fandrich, sein Gegenüber auf der rechten Außenbahn.

Matthias Jahn fand trotz der Niederlage auch einen positiven Aspekt. „Wir haben eine tolle Moral gezeigt und nie aufgegeben“, befand der 30-Jährige und lag damit richtig, denn es hätte auch eine Klatsche geben können. Dabei waren die Einheimischen richtig gut in die Partie gestartet. Nach 17 Minuten führten sie mit 7:5, doch dann begann die Zeitstrafen-Misere. Die Gäste nutzten das zu einem 7:1-Lauf bis zur Pause (8:12). Silvio Krause war am Ende heilfroh über den ersten Saisonsieg. „Nach unserem Fehlstart war es keineswegs selbstverständlich, dass wir in Doberan gewinnen“, meinte der sichtlich erleichterte GW-Coach.

Für den DSV, der mit 2:4 Punkten um einen auf den zehnten Platz der Tabelle abgerutscht ist, gilt es, am kommenden Sonnabend beim VfV Spandau etwas mitzunehmen. Die punktgleichen Hauptstädter sind allerdings ein gefährlicher, weil angeschlagener Gegner. Am Wochenende gerieten sie beim Tabellenführer Stralsunder HV mit 14:38 unter die Räder. Das macht die anstehende Aufgabe beim Aufsteiger für die Münsterstädter mit Sicherheit nicht leichter.

Statistik

Doberaner SV: Prothmann, Malitz – S. Voigt 5/3, Rinas, Ritzrau, Jahn 1, Stöwsand 3, Spitzner, Fandrich 2, Sachse, Paul 1, Meyer, Holst, Vizhbovskyy 8.

HV GW Werder: Pfefferkorn, Göres 2, Petsch – Frank 1, Drescher, Dzolic, Nehls 6/2, Schönebeck 2, Schütz 6/4, Harnge, Darius 1, Hesselmann 1, Lemaitre, Bruck 4.

Siebenmeter: DSV 5/3, HGW 6/6.

Strafminuten: DSV 14, HGW 6.

Burkhard Ehlers

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Bad Doberan
Tobias Ebert – hier in einer früheren Partie am Ball – erzielte am Wochenende neun Tore für die D-Jugend des DSV.

Handball-Bezirksliga: Die Nachwuchsteams aus der Münsterstadt starten mit drei Siegen und drei Niederlagen in die neue Spielzeit

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Sport Doberan
Die besten Wettquoten der Ostsee gibt es im Bundesliga-Quotenvergleich von SmartBets.