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Gut vorbereitet auf Titelkampf in Redefin

Klein Nienhagen Gut vorbereitet auf Titelkampf in Redefin

Anne Meyer und Carolin Schmitz starten als Duo für die Voltis Stolteraa bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften

Klein Nienhagen. Sich in den Ferien am Strand in der Sonne aalen und zwischendurch ein erfrischendes Bad in der Ostsee nehmen? Für Anne Meyer und Carolin Schmitz kommt das zurzeit noch nicht in Frage. Sie haben anderes zu tun, denn das Duo bereitet momentan sich auf die Teilnahme an den Deutschen Juniorenmeisterschaften der Voltigierer vor, die am kommenden Wochenende auf dem Landgestüt in Redefin stattfinden.

Qualifiziert hatten sich die beiden Schülerinnen vor drei Wochen bei den Landesmeisterschaften in Gadebusch, wo sie die Silbermedaille holten. Die Konkurrenz ist dieses Mal aber noch größer und kommen aus der gesamten Bundesrepublik. „Wir messen uns in unserer Altersklasse mit zwölf anderen Duos“, berichtet Anne Meyer. Die 16-Jährige, die in Krempin wohnt und in Rostock zur Schule geht, turnt seit fünf Jahren bei den „Voltis Stolteraa“. Die turnenden Reiterinnen haben ihr Domizil seit einigen Jahren auf dem Gut Klein Nienhagen. Die Truppe um Trainerin Dajana Schult hat schon viele wertvolle Preise und Medaillen abgeräumt.

Seit sieben Jahren gehört Annes Duopartnerin Carolin Schmitz (14) aus Bad Doberan zu den Voltis. Für die beiden Mädchen ist die Teilnahme am hochrangigen Wettkampf in Redefin eine besondere Herausforderung. Zum einen, weil er im eigenen Bundesland stattfindet und zum anderen, weil der eigene Verein die Rolle des Ausrichters übernommen hat. Zweimal starten die Mädchen mit ihrer schweren Kür, die genau zwei Minuten dauert.

Genaue Vorgaben, welche Figuren darzustellen sind, gibt es nicht. Bei der Zusammenstellung ihrer Kür haben die Voltigierer ziemlich freie Hand. „Es gibt 12 verschiedene Strukturgruppen, aus denen wir welche auswählen. Aber je mehr wir davon reinnehmen und dann auch meistern, desto besser ist das für die Wertung“, erklärt Carolin.

Das Junioren-Duo hat sich gemeinsam mit Trainerin Dajana für eine anspruchvolle Präsentation mit Elementen aus mehreren Strukturgruppen entschieden.

An den Tagen vor der Meisterschaft nutzen die Mädchen jede sich bietende Gelegenheit, um die Kür zu trainieren, damit alles in Fleisch und Blut übergeht und auch die schwierigen Drehungen und Sprünge tadellos klappen. Trainiert wird zuerst auf dem Holzpferd, dass seinen Standort nicht verändert. Aber dann wird gewechselt. Dafür wird rechtzeitig das Vereinspferd vorbereitet. „World Walker“, oder „Djou“, wie die Voltigierer ihren Wallach nennen, ist der eigentliche Star der Gruppe. Alle achten darauf, dass es ihm gut geht. Und wenn Djou mal keine Lust hat, seine Box zu verlassen, holt Andreas Kühl (Andy) eine Banane aus seinem Auto. „Damit klappt es immer“, sagt Andy, der auch die ersten Runden zum Warmlaufen mit Djou in der Halle dreht. Erst wenn Dajana Schult sicher ist, dass die Umgebung für Djou störungsfrei ist, dürfen die Mädchen auf dem Pferd turnen. Das sieht dann völlig anders aus als zuvor auf dem Holzpferd. Denn Dajana lässt den Oldenburger Fuchs an der Longe nicht nur in langsamen Schritten traben. Aber Djou und die Mädchen machen ihre Sache gut. Die Kür gelingt.

Doch noch ist alles nur Training. Erst am Freitag in Redefin – da geht es um die Wertung. Ein bisschen aufgeregt sind die beiden Mädchen schon. Aber auch Dajana Schult ist die Anspannung anzumerken.

In Redefin get es um viel. Nicht nur um ein gutes Abschneiden für das eigene Duo. Trainerin Dajana ist bei diesem Turnier zugleich auch die Organisatorin. So hat sie sich nicht nur um die eigenen Starter zu sorgen, sondern um viele organisatorische Aufgaben im Vorfeld und während der Wettkämpfe.

„Es unterstützen mich aber viele dabei. Gut 80 freiwillige Helfer sind dabei, Andy und die Mädels aus unserem Verein helfen mit, aber es werden auch Aufgaben von drei anderen Vereinen aus unserem Bundesland übernommen. Auch die Satower helfen uns“, erklärt Dajana Schult.

Rolf Barkhorn

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