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Klassenerhalt trotz Zitter-Einlage in Loitz

Loitz Klassenerhalt trotz Zitter-Einlage in Loitz

Oberliga-Handballer des Doberaner SV machen mit 31:30-Sieg alles klar. In der Schlussphase wurde es eng.

Loitz. Warum einfach, wenn's auch umständlich geht: Die Oberliga- Handballer des Bad Doberaner SV haben am Sonnabend die zum Klassenerhalt noch notwendigen zwei Punkte eingefahren, sich dabei aber unnötig schwer getan. Nachdem sie bei der SG Uni Greifswald/Loitz vor gut 300 Zuschauern lange Zeit wie der sichere Sieger aussahen, sicherte Falk Heinrich erst zehn Sekunden vor Ultimo per Siebenmeter den 31:30 (16:13)-Erfolg, der in der Schlussphase am seidenen Faden hing.

„Soweit dürfen wir es niemals kommen lassen“, gab Heinrich nach dem Abpfiff zu. Der Linksaußen des DSV hatte mit elf Toren, darunter sieben verwandelten Siebenmetern, wesentlichen Anteil am Happy End. Beim entscheidenden Strafwurf habe er an gar nichts gedacht. „Ich musste ihn halt reinmachen“, lächelte der 29-Jährige, der die Münsterstädter nach dieser Saison und vielen Jahren im DSV-Trikot aus beruflichen Gründen verlassen wird.

In der Peenetalhalle agierten die schon vorher als Absteiger feststehenden Gastgeber zunächst auf Augenhöhe mit den Doberanern. Bis zum 11:11 nach 25 Minuten wechselte die Führung ständig, wobei schon in dieser Phase offensichtlich war, dass die DSV-Deckung — sonst das Prunkstück des Teams — nicht ihren besten Tag hatte. „Hinten hat jeder für sich gespielt, wir standen viel zu weit auseinander“, umriss Abwehrchef Maic Sadewasser, der diesmal auch als vierfacher Torschütze auffiel, das Problem.

So bedurfte es schon einer starken Leistung von Torhüter Sebastian Prothmann, um mit einem Drei-Tore-Vorsprung in die Pause zu gehen. Nach dem Wechsel legten die Gäste noch einen Treffer drauf, führten in der 54. Minute letztmals mit vier Toren (29:25). Doch wie schon vor einer Woche bei der knappen 21:22-Niederlage bei der SG OSF Berlin schmolz der Vorsprung in den letzten Minuten dahin.

Jetzt erwachte auch die Halle wieder, beim 30:30-Ausgleich 115 Sekunden vor dem Ende tobten die Loitzer Fans.

Mit einer offensiven Deckung stellten die Hausherren die Gäste plötzlich vor Probleme. Mit einmal häuften sich die Fehler im Angriff. Zum Glück behielt Falk Heinrich in der aufgeladenen Atmosphäre beim entscheidenden Strafwurf die Übersicht. Das traf übrigens auch auf die jungen Unparteiischen Jan-Ole Haake (Wismar/ 18 Jahre) und Daniel Sarakewitz (Lübeck/26) zu, die die Partie souverän leiteten. Auch über die Rote Karte gegen Till Sachse, der den letzten Loitzer Angriff rustikal stoppte, gab es keine Diskussion.

Warum die Doberaner gegen einen sportlich limitierten Gegner in der Schlussphase noch derart in Bedrängnis kamen, konnten sie selbst nicht so richtig erklären. „Eigentlich war das über 55 Minuten ganz in Ordnung“, befand Trainer Lars Rabenhorst, der aber nicht übersehen hatte, dass „die Abwehr heute nicht so gut war“. Sebastian Prothmann vermutete, dass „wir wahrscheinlich nicht auf Ergebnis spielen können“. Letztlich war das aber allen egal. „Wir haben am nächsten Sonnabend kein Zitterspiel“, freute sich Rabenhorst.

Dann gastiert der VfL Lichtenrade zum Saisonfinale in der Doberaner Stadthalle. Die DSV-Sieben will sich mit einer guten Leistung von ihrem Anhang verabschieden. Maic Sadewasser hat noch ein Ziel:

„Ich will, dass wir die beste Abwehr der Liga stellen.“ Aktuell haben die Doberaner 577 Gegentreffer kassiert, zwölf weniger als Tabellenführer HV Werder.

Von Burkhard Ehlers

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