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Kröpelin plant „Neuanfang von unten“

Kröpelin Kröpelin plant „Neuanfang von unten“

Mit dem Abstieg aus der Landesklasse verzichten die Mühlenkicker auf Startplatz in der Kreisoberliga

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Für den Kröpeliner SV, am Ball Florian Thielert, soll es nach dem Abstieg einen „Neuanfang von unten“ geben.

Quelle: Rolf Barkhorn

Kröpelin. Da sind sich alle in der Abteilung Fußball im Kröpeliner SV einig: solch eine rabenschwarze Saison wie die zu Ende gehende Spielzeit in der Landesklasse IV will keiner nochmal erleben. Nach 24 absolvierten Punktspielen steht der Kröpeliner SV ohne einen einzigen Punkt da. „In der Statistik der Landesklassen gibt es solch einen Fall bisher nicht. Es war aber auch in der Geschichte unseres Vereins die schlechteste Saison einer Mannschaft überhaupt“, erklärt Mathias Hausburg, Abteilungsleiter Fußball beim Kröpeliner SV.

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Mit dem Abstieg aus der Landesklasse verzichten die Mühlenkicker auf Startplatz in der Kreisoberliga

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Diese Entwicklung war es letztlich, die den Vorstand des Vereins und der Abteilung Fußball dazu bewog, auf einen Startplatz in der Kreisoberliga zu verzichten. „Wir werden zur neuen Saison nur noch mit einer Mannschaft antreten und diese dort, wo bisher unser zweites Team spielte, in der 1. Kreisklasse, spielen lassen“, verkündet Hausburg. Dabei wird auch in Kauf genommen, dass vielleicht einige leistungsstarke Spieler den Verein verlassen. „Die Kreisoberliga ist eine Spielklasse, zu der einige starke Mannschaften zählen. Wenn wir dann noch bedenken, dass uns ohnehin einige Spieler verlassen werden und sich dann noch wegen einer bevorstehenden Strukturreform die Zahl der Absteiger erhöht, fällt die Prognose, dass wir mit den verbleibenden Spielern die Klasse halten, nicht gut aus“, verteidigt Hausburg die Entscheidung für den Verzicht.

Dennoch betont Hausburg: „Dafür, dass die Spieler Woche für Woche den Mut aufbringen, auf den Platz zu gehen, obwohl sie kaum mit einem Erfolg rechnen können, haben sie meinen allergrößten Respekt.“

Er befürchtet aber, dass eine zusammengetrommelte Not-Elf in der Kreisoberliga erneut durchgereicht würde. „Da ist es doch allemal besser, die Mannschaft startet mit Elan in der 1. Kreisklasse neu durch und schafft es als Aufsteiger in die Kreisliga. Dann ist der Blick auf die Zukunft ein ganz anderer“, ist Hausburg überzeugt. Zwar wurden von ihm in den vergangenen Wochen alle Spieler nach ihren persönlichen Plänen befragt. Zuverlässige Angaben zu Verbleib oder Abgängen würde er zum jetzigen Zeitpunkt daraus jedoch nicht ableiten wollen, meint der Abteilungsleiter.

Auch für Jan Gehrmann, der zum Saisonstart im vergangenen August das Traineramt von Hausburg übernahm, ist die Entscheidung des Vorstandes, nur mit einer Herrenmannschaft in der 1. Kreisklasse neu zu starten „nachvollziehbar“. Gehrmann findet sogar: „Eigentlich kommt diese Entscheidung, die sicher allen Beteiligten nicht leicht gefallen ist, ein Jahr zu spät. Bereits in der vorhergehenden Saison hatten wir den Klassenerhalt in der Landesklasse gerade noch so mit Ach und Krach geschafft. Vielleicht hätten wir danach schon tiefer anfangen sollen.“

Auch der aktuelle Trainer kann noch nicht mit Bestimmtheit sagen, welcher Spieler den Verein verlassen wird und wer beim Unternehmen Neuanfang mitmachen will: „Nach den Umfragen unter den Spielern kommen wir auf etwa 20, die bleiben würden. Einige sind aber noch unentschlossen.“

Zur Kategorie der Unentschlossenen zählt Gehrmann auch sich selbst. „Ich weiß es wirklich selbst noch nicht und brauche noch etwas Zeit, um mich zu entscheiden“, erklärt Gehrmann.

Somit ist auch offen, wer das neue Kröpeliner Herrenteam als Trainer führen wird. „Für einen richtigen Neuanfang wäre es wohl das Beste, einen neuen Trainer zu präsentieren, der von außen kommt“, findet Mathias Hausburg.

Ein paar Wunschkandidaten hat er auf seiner Liste, verrät die Namen aber noch nicht. Aber gern könnten sich auch Interessenten bei ihm melden, so Hausburg.

Ein anderer Weg als der Verzicht auf die Kreisoberliga hätte für Kröpelin auch die Bildung einer Spielgemeinschaft mit einem Nachbarclub wie dem SSV Satow sein können. Aber dieser Möglichkeit hat Kröpelins Vereinspräsident, Dieter Sartorius, schon vor Wochen eine „eigene Lösung“ vorgezogen.

Rolf Barkhorn

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