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Landesligisten beweisen Moral

Landesligisten beweisen Moral

Kühlungsborn/Bad Doberan Ein Wechselbad der Gefühle erlebten die Fußballer vom Landesligisten FSV Kühlungsborn (2./29 Punkte) am vergangenen Freitag beim 3:2-Erfolg über den Bölkower SV (3./26).

Kühlungsborn/Bad Doberan Ein Wechselbad der Gefühle erlebten die Fußballer vom Landesligisten FSV Kühlungsborn (2./29 Punkte) am vergangenen Freitag beim 3:2-Erfolg über den Bölkower SV (3./26). Der Doberaner FC (4./25) gegen VfL Bergen (8./21) zeigte Moral, holte nach 0:2-Rückstand noch einen Punkt.

FSV Kühlungsborn — Bölkower SV 3:2 (1:0). Die Partie war eines Spitzenspiels würdig und bot eine irre Schlussphase. Kühlungsborn ging nach zehn Minuten durch den Treffer von Tobias Hagedorn mit 1:0 in Front. Fortan ließen die Hausherren, die im ersten Abschnitt spielbestimmend waren, gute Torchancen ungenutzt. „Wir hätten die Partie schon zur Pause entscheiden müssen“, haderte FSV-Trainer Jens Hillringhaus. Sein Team hatte vor dem Kabinengang Glück, dass der Freistoß von Bölkows David Rosinski an die Latte ging (25.).

Mit Beginn der zweiten Hälfte wurden die Gäste stärker. Beide Mannschaften schenkten sich nichts, besonders in der turbulenten Schlussphase. Innerhalb von drei Minuten (77., 79.) gab Kühlungsborn seine Führung aus der Hand, lag mit 1:2 hinten. „Nach den beiden Rückschlägen bist du normalerweise tot“, kommentierte Hillringhaus. Der FSV zeigte daraufhin eine unglaubliche Moral. Mit einem fulminanten Sonntagsschuss, der von der Unterkante der Latte ins Tor sprang, traf Tom Wilke zum 2:2 (84.) für die Gastgeber. „Den Ball werde ich sicherlich nicht noch einmal so optimal treffen“, scherzte Wilke.

Nur eine Minute später gab es auf Kühlungsborner Seite kein Halten. FSV-Stürmer Lucas Leutert lupfte die Kugel zum 3:2-Siegtreffer in die Maschen. Die gesamte Mannschaft stürzte sich auf den 21-Jährigen, der unter einer großen Jubeltraube begraben wurde. „Das waren Emotionen pur am Ende“, jubelte Wilke. Auch sein Trainer Hillringhaus zollte seiner Mannschaft großen Respekt: „Wir haben eine Supermoral bewiesen. Am Ende ist der Sieg verdient, weil wir mehr Spielanteile hatten.“ Einziger Wermutstropfen: FSV-Keeper Philipp Reimer zog sich bei einem Zusammenprall mit einem Bölkower eine Schulterverletzung zu. Er wird voraussichtlich mehrere Woche ausfallen.

Doberaner FC — VfL Bergen 2:2 (0:2).

Trotz der Tatsache, dass ein 0:2-Rückstand noch zu einem Punktgewinn umgewandelt werden konnte, herrschte bei den Doberanern eine getrübte Stimmung nach der Partie. DFC-Coach Ronny Susa meinte:

„Spielerisch war es nicht das, was ich mir vorgestellt habe. Zufrieden bin ich nicht."Dabei waren die Doberaner mit guten Chancen in diese Begegnung gestartet und hatten schon früh die Chance zur Führung.

Aber sowohl André Grenz als auch Christian Urgast und Tino Capito vergaben ihre Möglichkeiten. Auch wenn es zu diesem Zeitpunkt ein Chancenplus auf der Seite des Gastgebers gab, spielte der VfL Bergen immer mit und blieb gefährlich. Auch, weil es die Doberaner nicht schafften, sich mehr Stabilität durch ein Tor zu verschaffen. Die Gäste nutzten ihre Chancen besser und so geriet der DFC in der 33. Minute durch Marc Klöckner mit 0:1 in Rückstand.Nur wenige Augenblicke später erhöhte Matti Kraahs für Bergen.

In der zweiten Hälfte verflachte das Spiel, auch weil die Gäste nur noch das Nötigste taten, um den Vorsprung zu verwalten. Das jedoch erwies sich als Fehler. In der 77. Minute dribbelte sich Doberans Torjäger André Grenz stark durch und erzielte den 1:2-Anschlusstreffer. Und mit dem 2:2 in der 84. Minute rettete Grenz seinem Team dann noch einen Punkt.

Von Johannes Weber und Turpal Ali Dadaev

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