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Oldies absolvieren Mini-Spielzeit

Bad Doberan Oldies absolvieren Mini-Spielzeit

Die Altherrenfußballer spielen nur eine Runde und starten ab Sommer wieder neu durch

Bad Doberan. Es wird diesmal eine kurze Saison, die kürzeste aller Zeiten, in den Altherrenklassen des Kreisfußballverbandes Warnow. Am Freitag beginnt die Punktspielserie für elf Spieltage in der ersten Staffel der Altersklasse Ü 35, die anderen beiden Staffeln mit jeweils zehn Spieltagen starten zwei Wochen später, am 31. März.

In den anderen Oldieklassen beginnt die Kurzsaison wie gewohnt Anfang April. Aber spätestens am 9. Juni sind die Vorrunden in allen Klassen abgeschlossen. Im Anschluss werden in Finalturnieren noch die Kreismeister ermittelt.

Mathias Hausburg, im Kreisfußballverband Warnow für die Organisation des Altherrenfußballs zuständig, erklärt, warum die Mannschaften nur eine Serie ohne Rückrunde spielen. „Wir stellen den Saisonrhythmus damit um, beginnen dann Ende Juli oder Anfang August schon wieder mit der neuen Spielzeit, die wie in den anderen Altersklassen dann auch jahresübergreifend verläuft. Wir waren einer der letzten Kreise, deren Saison bei den Oldies von März bis Ende September andauerte“, macht Hausburg deutlich.

Die Umstellung sei auch wichtig, um gleiche Voraussetzungen für alle Kreisverbände für die Teilnahme an den Landesmeisterschaften zu gewährleisten. Aber der Organisator macht noch auf einen anderen Aspekt aufmerksam. „Es gibt unter den Alten Herren nicht wenige Spieler, die die Möglichkeit des Zweitspielrechts nutzen. Sie spielen oft noch in einem anderen Verein bei den Herren mit. Und das sorgte bei unterschiedlichem Saisonverlauf immer wieder für Komplikationen. Jetzt gilt eine solche Anmeldung für eine ganze Saison.“

Die Umstellung hätte auch ohne die Kurzsaison von März bis Juni erfolgen können. Hausburg hatte zwischendurch auch ein wenig befürchtet, dass die Resonanz vielleicht nicht so gut ausfallen könnte und nur wenige Vereine für die Miniserie melden. „Aber da wurde ich angenehm überrascht. Anfang Februar sind dann doch noch einige Meldungen eingegangen. Im Grunde sind alle dabei, die sonst auch mitgemacht haben“, freut sich der Funktionär.

Dass die Resonanz bei den Vereinen besser ausfällt als erwartet, führt Hausburg mit darauf zurück, dass das Thema beizeiten kommuniziert wurde. „Wir haben alle Vereine sehr früh darüber informiert, dass wir im Frühjahr nur eine kleine Runde haben werden. So konnten sich alle langfristig darauf einstellen und ihre Planungen beginnen“, sagt der Verantwortliche.

Den Doberaner FC, der in den vergangenen Jahren mit zwei Ü-40-Teams und einer Ü-50-Mannschaft teilnahm, erwischt die Umstellung gerade in einer Phase, in der nicht mehr genügend Spieler für die „Vierziger“ zusammenkommen. Deshalb sind die Münsterstädter auch nur mit einem Ü-50-Team für die Kurzsaison gemeldet. Klaus Düsing, beim DFC als Teamchef für die Oldies verantwortlich, meint:

„Grundsätzlich aber finde ich die Idee mit der kurzen Runde gut. Besser, als wenn gar keine Punktspiele stattgefunden hätten.“

Er bestätigt, dass die Doberaner noch weiter damit liebäugeln, bis zur nächsten „richtigen Saison“ im Sommer eine neues Ü-35-Team aufzustellen. „Dafür ist aber noch einiges zu tun. André Behrens vom Vorstand unseres Vereins ist Ansprechpartner für dieses Projekt. Bei ihm können sich auch alle Spieler aus dieser Altersklasse melden, die Interesse haben, ab Sommer beim DFC in der Ü 35 zu spielen“, sagt Düsing.

Bei den Ü-35-Oldies des FSV Kühlungsborn ist die Freude über die Umstellung der Saisonperiode eher verhalten. Oldie-Trainer Axel Braun erklärt: „Uns hat der alte Saisonrhythmus von März bis September besser gefallen. Aber nun ist es so und dann werden wir uns der Herausforderung auch stellen. Die verkürzte Saison jetzt im Frühjahr finde ich nicht schlecht. Das sehen wir als ideale Möglichkeit an, uns vorzubereiten. Wir haben deshalb in der Winterpause auch noch keine Testspiele absolviert.“

Als Organisator freut sich Mathias Hausburg darauf, dass es am Wochenende endlich wieder losgeht. Als aktiver Fußballer aber wird er seinem Kröpeliner SV in der Frühjahrsrunde fehlen. Bei einem Hallenturnier in Kröpelin hatte er sich den Arm gebrochen. Der Heilprozess ist längst noch nicht abgeschlossen.

Rolf Barkhorn

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