Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 1 ° Regenschauer

Navigation:
Ostseepokal geht nach Sachsen-Anhalt

Heiligendamm Ostseepokal geht nach Sachsen-Anhalt

Zum 24. Mal wetteifern Schützen in Heiligendamm um die begehrte Trophäe im Wurfscheibenschießen

Voriger Artikel
Hansas U 19 gelingt Klassenerhalt
Nächster Artikel
Verein investiert in Kunstrasen

Bernd Raabe von der Heiligendammer Schützengilde beim Wettkampf. Der Organisator des Turniers belegte den zweiten Platz in der Gesamtwertung. Fotos (2): Rolf Barkhorn

Heiligendamm. Der drei Kilogramm schwere Pokal stand am Sonntagmittag schon kurz vor der Auswertung auf jenem Tisch, an dem Marko Hollburg und seine Frau saßen und auf die Siegerehrung warteten. Das war zwar reiner Zufall, aber zu diesem Zeitpunkt stand der Sportschütze aus Schönebeck an der Elbe schon als Sieger fest. Er selbst ahnte es, kannte das genaue Ergebnis des zweitägigen Wettkampfes aber noch nicht.

 

OZ-Bild

Marko Hollburg gewann den 24. Ostseepokal.

Quelle:

Wir hatten an den zwei Wettkampftagen eine ganz tolle Atmosphäre.“Carsten Lißon, Präsident der Heiligendammer

Schützengilde

Aber wenige Minuten später gab es Gewissheit, als Bernd Raabe, der Turnierorganisator von der gastgebenden Heiligendammer Schützengilde, die Siegerehrung zelebrierte und mitteilte: „Gewinner des 24. Ostseepokals ist Marko Hollburg aus Schönebeck!“

In insgesamt acht Schießdurchgängen hatte der Schütze aus Sachsen-Anhalt 177 von 200 Wurfscheiben beim Traditionsturnier in Heiligendamm getroffen. In seinem besten Durchgang, der vierten Runde, hatte Hollburg nur eine von 25 Scheiben verfehlt. Auch diese beste Trefferzahl in einem Durchgang wurde von keinem Konkurrenten erreicht oder übertroffen.

Mit 13 Scheiben weniger in der Gesamtwertung und jeweils 22 Treffern in drei Durchgängen belegte Organisator Raabe selbst den zweiten Rang. Ihm folgte auf dem Bronzerang Harald Schüler vom SC Diana Berlin mit 146 Treffern. Dasselbe Ergebnis konnte zwar auch Jörg Dombrowski von der SG Heiligendamm vorweisen. Als aber er und Schüler wegen der gleichen Trefferzahl zum Stechen aufgerufen wurden, befand sich der einheimische Schütze gerade nicht auf dem Gelände, weil er zwischenzeitlich etwas Dringendes zu erledigen hatte. So musste der Kröpeliner mit dem vierten Rang Vorlieb nehmen.

Insgesamt hatten an der 24. Auflage des Ostseepokal-Turniers im Wurfscheibenschießen nur elf Sportschützen teilgenommen.

Das bedauerte Carsten Lißon, der Präsident der Heiligendammer Schützengilde und meinte: „Im vergangenen Jahr war unser Schießstand vorübergehend geschlossen. Da fand dann auch kein Turnier statt.

Wahrscheinlich hat das dazu beigetragen, dass dieses Mal teilgenommen haben“, vermutet Lißon.

Und Bernd Raabe, der für die Organisation des Wettkampfes einige Stunden seiner Freizeit geopfert hatte, meinte: „Wenn wir all die hinzurechnen, die sich gemeldet hatten, dann aber wieder absagten oder nicht anreisten, kämen wir auf 20 Teilnehmer. Das wäre immer noch eine ideale Zahl für ein stressfreies zweitägiges Turnier.“

Stressfrei war aber der Schießwettkampf am vergangenen Wochenende allemal. Die beiden Gruppen, in denen die Schützen eingeteilt wurden, legten nach den Durchgängen stets eine Pause ein. Dabei hatten die Sportler, die aus verschiedenen Vereinen kamen, viel Zeit, sich auszutauschen.

„Wir hatten an den zwei Tagen eine ganz tolle Atmosphäre. Es ging insgesamt sehr familiär zu, auch abends haben wir in der Runde noch gemütlich zusammen gesessen“, berichtete Vereinspräsident Lißon.

Bei ähnlichen Wettkämpfen in vergangenen Jahren kamen 40, 50 oder mehr Schützen aus ganz Deutschland, Dänemark und den Niederlanden. Da reichte eine Anlage nicht. Auch der etwas nördlicher gelegene zweite Platz musste genutzt werden. „Das ginge jetzt gar nicht. Der Platz ist zurzeit nicht freigegeben. Bevor wir den wieder für Training oder Wettkämpfe nutzen können, muss auch dort erst ein Zaun errichtet werden“, weiß Bernd Raabe.

Ein neuer Sicherheitszaun trennt bereits am Hauptplatz den aktiven Bereich mit Schießstand und Wurfscheibenanlage vom sonstigen Umfeld. Der Bau des Zaunes war Bestandteil einer behördlichen Auflage, die den Schützen im vergangenen Jahr erteilt worden war.

Erst seit seiner Fertigstellung, im Herbst 2015, darf auf Deutschlands ältestem Wurfscheibenschießplatz in Heiligendamm wieder geschossen werden. Diese Möglichkeit nutzen an den Öffnungstagen neben den Mitgliedern der SG gern auch Gastschützen und Urlauber.

• Internet: www.heiligendammer- schuetzengilde.com

Statistik

Ostseepokal 2016 in Heiligendamm:

1. Platz: Marko Hollburg, 177 Treffer (von 200 Scheiben), beste Runde: 24; 2. Platz: Bernd Raabe, 164, 22;

3. Platz: Harald Schüler, 146, 20;

4. Platz: Jörg Dombrowski, 146, 22;

5. Platz: Walter Flügel, 144, 22;

6. Platz: Jörn Bartel, 144, 21;

7. Platz: Dieter Babenscheid, 142, 20;

8. Platz: Steffen Noak, 128, 20;

9. Platz: Hannes Heger, 119, 17;

10. Platz: Eckardt Wenzel, 111, 17;

11. Platz: Dirk Görschner, 90, 14.

Rolf Barkhorn

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
OZ-Bild
mehr
Mehr aus Sport Doberan
Die besten Wettquoten der Ostsee gibt es im Bundesliga-Quotenvergleich von SmartBets.