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Reifen, Licht, Öl: Rad-Doktoren haben Hochkonjunktur

Bad Doberan Reifen, Licht, Öl: Rad-Doktoren haben Hochkonjunktur

Der Trend geht zum Zweirad: Händler verzeichnen einen Verkaufsanstieg – und das nicht nur in der Saison / E-Bikes werden immer beliebter

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In vielen Radgeschäften, wie etwa bei Marko Harder in Doberan, gehen jetzt verstärkt E-Bikes über den Ladentisch.

Quelle: Fotos: Sabine Hügelland

Bad Doberan. Seit Wochen haben sie Hochkonjunktur: die Radgeschäfte und deren Reparaturwerkstätten. Rad fahren ist wieder schick – und wer was auf sich hält, tritt in die Pedale. Eine Wohltat für Figur, Ego und Umwelt. Damit das Rad lange hält, sollte es regelmäßig gepflegt werden. „Gut ist die Reinigung, wie es schon unsere Großeltern getan haben – mit einem Lappen und Pflegemittel“, erklärt Marko Harder. Er übernahm 2007 das Doberaner Geschäft „Zweirad Harder“ von seinem Vater, der sich 1990 selbstständig gemacht hatte und vier Jahre später das Geschäftshaus baute.

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Der Trend geht zum Zweirad: Händler verzeichnen einen Verkaufsanstieg – und das nicht nur in der Saison / E-Bikes werden immer beliebter

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Die drei Mitarbeiter, wie etwa Peter Lembke, haben in der Werkstatt seit Wochen sehr viel zu tun: „Die Reparaturen sind aufwendiger geworden, schon durch die E-Bikes“, sagt der Rad-Doktor. Manchmal lassen sich Schüler von Marko Harder beraten, die wissen wollen, was bei einem Rad zu beachten ist. „Niemals sollte man ein Rad abkärchern, das würde Schmutz und Wasser in die Lager drücken und es damit schädigen“, betont der 37-Jährige. An die Fahrradkette dürfen nur spezielle Schmieröle oder Schmierfette. Die Federgabel sollte sauber gehalten und mit kriechfähigem Öl gepflegt werden.

Extra dicke Reifen an den FATbikes für die ganz Kleinen – das sei jetzt der Renner, sagt der zweifache Vater. Mit 16 Monaten ist jedoch seine Jüngste dafür noch zu klein. Die Zukunft heißt E-Bike, und viele Geschäfte bieten sie verstärkt an: Die Fahrräder mit Elektro-Motor. „Es ist ein Irrglaube, dass E-Bikes nur etwas für ältere Radfahrer sind“, macht Harder klar, der ebenfalls auf der E-Bike-Welle mitrollt. „Der Trend geht dahin, E-Bikes in den sportiven Bereich hineinzubringen. So gibt es schon Mountainbikes mit Elektroantrieb.“

Mit E-Bikes würden Steigungen leichter genommen und die Belastung von Gelenken herabgesetzt, was längere Fahrstrecken erlaubt. Und die Entwicklung geht weiter: E-Bikes erhalten Automatikschaltgetriebe. Im kommenden Jahr werden in bestimmte Modellen Nachverfolgungs-Chips eingebaut. Außerdem ist ein automatischer Hilferuf vorgesehen, wenn das Bike stürzt.

Das häufigste Ärgernis bei Radlern sind platte Reifen. Der Fachmann empfiehlt die sogenannten unplattbaren Reifen, die eine besondere Ummantelung besitzen. „Und der empfohlene Luftdruck sollte eingehalten werden. Er steht auf dem Reifen“, so der Fachmann, dem in der Reparatur auch Grenzen gesetzt werden: „Für sehr alte Räder gibt es einfach keine Ersatzteile mehr. Einer jungen Frau, die ihr Rad von der Mutter erbte und es wieder fahrbar bekommen wollte, konnte ich deshalb nicht helfen.“ Der finanzielle Aufwand wäre zu hoch gewesen.

„Wir sind keine Schrauberbude“, stellt Harder klar. „Der Begriff hat sich zur Fachberatung gewandelt, die gewisse technische Anforderungen erfüllt.“

Wichtigste Ausstattung: Licht am Rad

Die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) ist für die Ausstattung eines Fahrrades maßgeblich. Das Wichtigste: Licht. Seit 2013 sind auch batteriebetriebene Lichter erlaubt. Dazu muss ein Rad zwei voneinander unabhängige Bremsen, eine möglichst laute Klingel, vorn jeweils eine Lampe und einen weißen Reflektor besitzen. Hinten ein Rücklicht mit Reflektor und einen roten Reflektor. Zudem vier gelbe Speichen-Reflektoren oder reflektierende weiße Streifen an den Reifen oder in den Speichen. Und rutschfeste sowie fest verschraubte Pedalen, die mit je zwei Pedalreflektoren ausgestattet sind.

Kleine Kinderfahrräder dürfen nicht im Straßenverkehr benutzt werden. Wichtig ist auch die Absicherung durch ein Schloss. „Für ein gutes Schloss sollte man mindestens 40 bis 50 Euro bezahlen“, sagt Fachmann Marko Harder.

Sabine Hügelland

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