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Rentnerin läuft zu Gold in Aarhus

Mönchhagen/Rostock Rentnerin läuft zu Gold in Aarhus

Karin Kortus feiert erfolgreiches Debüt im Nationalteam

Mönchhagen/Rostock. Die große Aufmerksamkeit war Karin Kortus unangenehm. Die rüstige Rentnerin steht nicht gerne im Mittelpunkt, dabei kennt sie in Rostock und der Umgebung beinahe jeder Laufbegeisterte. Und nicht nur dort. Seit ihrem großen Auftritt vor wenigen Tagen bei der 20. Leichtathletik- EM der Senioren hat die 78-Jährige – zumindest in der Szene – europaweit einen Namen. In Aarhus (Dänemark) siegte die gebürtige Rostockerin, die mit ihrem Mann Peter in Mönchhagen wohnt, im Halbmarathon (21,1 km) in der überragenden Zeit von 1:59,36 Stunden in ihrer Altersklasse W 75 und durfte sich über Gold freuen.

 

OZ-Bild

Karin Kortus

Quelle: Foto: A. Golz/oz-Archiv

„Es ist ein tolles Erlebnis, wenn du auf dem Siegertreppchen stehst und die Nationalhymne für dich gespielt wird“, erzählt Karin Kortus stolz. „Aber schreiben Sie nicht so viel darüber“, sagt die waschechte Mecklenburgerin gleich hinterher. Ganz bescheiden. „So ist sie eben, sympathisch hanseatisch“, sagt Jörg Behncke von der Laufgruppe Heidehoppers Rövershagen.

Nachdem sie in Rente gegangen war, hat Kortus das Lauffieber gepackt. Bis zu dreimal wöchentlich erkundet sie mit ihrem Peter die herrlichen Laufwege der Rostocker Heide und die Gegend rund um die Hansestadt. „Mit den Heidehoppers treffen wir uns immer sonntags am Köhlerhof in Wiethagen – bei jedem Wetter. Alles verläuft ganz ungezwungen. Wenn einer mal nicht kann, ist er eben nicht da. Es geht lockerer zu als in eingetragenen Vereinen“, meint Kortus, die seit 2001 dabei ist.

Um überhaupt in Dänemark starten zu können, musste sie in einen Verein eintreten und hat sich deshalb vor gut einem Monat dem 1. LAV Rostock angeschlossen. „Zuvor war ich von Verantwortlichen des Deutschen Leichtathletik-Verbandes angesprochen worden, ob ich nicht für Deutschland starten würde. Meine Lauffreunde haben mich überredet, das zu machen“, erzählt Kortus.

Eigentlich sind Wettkämpfe gar nicht ihr Ding, sie nimmt nur an Volksläufen teil, wo die Zeiten teilweise per Handstoppuhr gemessen werden. Doch nicht zuletzt nach ihrem Debüt für Deutschland mag es Kortus auch international. „Wir reisen meist mit mehreren Leuten zu den Veranstaltungen, waren sogar schon in New York.“

tb

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