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Riesenärger bei den Piranhas

Rostock Riesenärger bei den Piranhas

Nach Beleidigungen: REC-Fanbeauftragtem Keil droht Klage

Rostock. Beim Eishockey-Oberligisten Rostocker EC (REC) gibt es seit Sonntagabend großen Wirbel. Der bisherige Fanbeauftragte Frank Keil hatte nach der Partie gegen die Icefighters Leipzig (0:4, die OZ berichtete) einen öffentlichen Kommentar auf die Facebookseite des REC-Vizepräsidenten Christian Trems geschrieben und ihn darin übel beschimpft und beleidigt.

 

OZ-Bild

REC-Fan Frank Keil

Daraufhin reagierte der REC-Vorstand am Montagabend, distanzierte sich ausdrücklich von Keil und teilte mit, dass dieser ab sofort von den Spielen des Rostocker EC ausgeschlossen wird.

„Frank Keil hat keinen offiziellen Posten im Verein inne und ist auch nicht berechtigt, den Verein nach außen hin zu repräsentieren“, sagt Christian Trems und erklärt: „Einen Fanbeauftragten muss es laut Vereinssatzung auch nicht geben.“ Allerdings könnten die Fans selbst jemanden bestimmen, der ihre Interessen vertritt. „Nachdem Frank Keil den Posten bereits in der vergangenen Saison abgegeben hatte, gab es jedoch keine Vorschläge seitens der Fans“, meinte Trems gestern. Warum auch, der Verein sitze ja nicht hinter verschlossenen Türen, sondern wäre auch ohne Fanbeauftragten in der Geschäftsstelle zu erreichen.

Der 54-jährige Keil war vor rund sechs Jahren vom damaligen Klubchef Peter Dickmanns als Fanbeauftragter eingesetzt worden. Seitdem war der gebürtige Dresdner, der seit 1980 in Rostock lebt, Ansprechpartner für REC- und Gäste-Fans, organisierte Stammtische und Eishockey-Turniere für die Anhänger. „Anfangs hat mich der Vorstand eingebunden oder zumindest über das Geschehen im Verein informiert. Als der neue Vorstand kam, habe ich schnell gemerkt, dass die Verantwortlichen nicht auf mich setzten. Ich war nur geduldet“, sagt Keil. Seit geraumer Zeit habe es Spannungen zwischen ihm und dem Vorstand gegeben. „Intern habe ich mich gewehrt, dabei auch mal die falschen Worte gewählt und über die Stränge geschlagen.“

Christian Trems will den Disput nicht zu groß machen. Er sagt: „Wir mussten diesmal reagieren, weil es nicht die erste Entgleisung war. Diesmal aber eben öffentlich. Damit ist das Thema für uns durch, wir wollen uns dazu nicht weiter äußern.“ Möglicherweise werde Keil allerdings in einem zivilrechtlichen Verfahren die Verantwortung für sein Handeln übernehmen müssen, behält sich Trems vor.

tb

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