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Saisonziel ist allein der Klassenerhalt

Bad Doberan Saisonziel ist allein der Klassenerhalt

Bad Doberans Handballer kämpfen wieder um Punkte in der Oberliga. Zu Gast ist am Samstag der Ludwigsfelder HC.

Bad Doberan. Nach sechs Wochen schweißtreibender Vorbereitung fiebern die Handballmänner des Bad Doberaner Sportvereins dem Saisonauftakt in der Oberliga Ostsee-Spree entgegen. Am kommenden Sonnabend hat die DSV-Sieben hierzu den Ludwigsfelder HC zu Gast. Der erste Anwurf der neuen Spielzeit erfolgt um 19 Uhr in der Stadthalle.

Insgesamt 16 Spieler und damit der komplette Kader tummelten sich am Montag beim offiziellen Fototermin in der Heimspielstätte. Darunter befanden sich mit Alexander Palm, Tom Paul, Florian Voigt und Jakub Zboril auch alle vier Neuzugänge.

Gerade von der Verpflichtung Zborils (OZ berichtete) versprechen sich die Verantwortlichen mit Blick auf die bevorstehende Saison eine Menge. „Wir erhoffen uns neben der sportlichen Verstärkung auch einen emotionalen Schub, den seine Rückkehr in der Mannschaft und auch bei den Zuschauern mit sich bringen soll. Beides könnte für den anvisierten Klassenerhalt von großer Wichtigkeit sein“, erklärte DSV-Manager Dieter Schmidt seinerzeit.

Während der 21-jährige frühere tschechische Junioren-Nationalspieler bereits Oberliga-Erfahrung von seinem ersten Gastspiel in der Münsterstadt in der Saison 2014/2015 mitbringt, ist die Viertklassigkeit für die drei weiteren Neuankömmlinge völliges Neuland. Alexander Palm (19) pendelte beim HC Empor Rostock in der vergangenen Saison zwischen der A-Jugend sowie der zweiten bzw.

dritten Mannschaft. Die noch jüngeren Tom Paul (17, HC Empor Rostock) und Torwart Florian Voigt (17, SV Warnemünde) dürften sogar noch bei den A-Junioren zum Einsatz kommen.

„Geplant ist das aber nicht, sie sind fester Bestandteil unseres Kaders“, sagt DSV-Coach Lars Rabenhorst. Der 42-Jährige geht in seine sechste und wohl schwerste Saison als hauptverantwortlicher Trainer beim Doberaner SV. Denn mit den Abgängen von André Wilk, Falk Heinrich und Robert French ging auch eine Menge Routine verloren. Der Altersdurchschnitt im Team sank im Einklang mit den jungen Neuzugängen auf einen Schlag von 28,6 auf 25,5 Jahre.

„Wir müssen den Spagat schaffen, dass die jungen Spieler Stück für Stück in der Liga Fuß fassen und wir zugleich auch die benötigten Punkte einfahren“, gibt Lars Rabenhorst die Marschrichtung vor.

Als „Leitwölfe“ hat er neben dem neuen Kapitän Kay Landwehrs (siehe Interview) auch Torwart Sebastian Prothmann (30) und Yann Vizhbovskyy (31) auserkoren.

Dazu gesellt sich auch Kreisläufer Matthias Jahn (29), der nach seiner schweren Knieverletzung hart an seinem Comeback arbeitet. Damit ist aber wohl erst in der Rückrunde zu rechnen.

Im Auftaktspiel gegen den Vorjahresfünften Ludwigsfelder HC muss es daher erst einmal der verbliebene Kader richten. Leicht wird das aber nicht: „Das ist zum Start gleich ein richtiger Brocken", weiß

Rabenhorst um die Schwere der Aufgabe. In der vergangenen Saison zogen die Doberaner in beiden Vergleichen mit den Brandenburgern den Kürzeren (20:26, 22:24) und sie sind auch im anstehenden Aufeinandertreffen nur Außenseiter.

Eine solche Konstellation dürfte es für die Handballer aus der Münsterstadt öfter geben, denn die Oberliga Ostsee-Spree ist so gut besetzt wie nie zuvor. Zu den 14 Teams zählen neben Doberan und Ludwigsfelde mit dem Stralsunder HV, dem HSV Insel Usedom und der Reserve des Bundesligisten Füchse Berlin unter anderem gleich drei Absteiger aus der dritten Liga.

„Für uns zählt in dieser gut besetzten Staffel einzig und allein der Klassenerhalt", gibt sich Lars Rabenhorst keinen größeren Illusionen hin. Bei ihren bisherigen fünf Spielzeiten im Ligaverbund der Teams aus Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern konnten die Doberaner in der Endabrechnung stets einen einstelligen Tabellenplatz belegen. Ein solcher Platz wird auch zum Abschluss der am Sonnabend beginnenden und am 13. Mai 2017 endenden Saison von Nöten sein, um den Ligaverbleib in der vierthöchsten Spielklasse nicht zur Zittereinlage werden zu lassen.

Simone Seidel

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