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Satower Tri-Cup: Athleten-Test mit familiärem Flair

Satow Satower Tri-Cup: Athleten-Test mit familiärem Flair

Zum sechsten Mal wetteifern Triathleten rund um den Dorfsee um die besten Platzierungen / Neuer Teilnehmerrekord ist nicht erwünscht

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Wechsel bei der Staffel der „Doberanner“. Nach 20 Kilometer Radfahren übergibt Birgit Starck an den Fünf-Kilometer-Läufer ihrer Staffel, Frank Strietz.

Satow. Einen neuen Teilnehmerrekord, auf den Veranstalter sonst gern verweisen, konnte und wollte Michaela Zerbel, die Organisatorin des 6. Satower Triathlons, am Sonnabend nicht verkünden.

OZ-Bild

Zum sechsten Mal wetteifern Triathleten rund um den Dorfsee um die besten Platzierungen / Neuer Teilnehmerrekord ist nicht erwünscht

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Es ist schade, wenn sich Leute anmelden, dann aber nicht anreisen. Man sollte so fair sein und absagen, damit jemand nachrücken kann.“Michaela Zerbel, Satower Land e.V.

„Wir sind nicht darauf aus, immer mehr Teilnehmer zu haben. Im Gegenteil – es sollen so um die 50 Starter bleiben“, betonte die Mitarbeiterin des Vereins „Satower Land e.V“, für den sie zum sechsten Mal den Triathlon in Satow organisierte. „Mit 50 Teilnehmern bleibt alles überschaubar und das familiäre Flair, das uns und auch vielen Athleten wichtig ist, bleibt uns so erhalten. Über ein paar mehr Leute regen wir uns nicht auf, aber 50 bleibt die Grenze, die wir anpeilen“, ergänzte Erhard Liehr, der Vorsitzende des Vereins.

Die Anmeldung, der Start zum Schwimmen, die Wechsel zwischen den Disziplinen sowie Zieleinlauf und Siegerehrung spielten sich am Ufer des Satower Sees ab, dort, wo vor vier Jahren die neue Badestelle mit stabilen Steg in Betrieb genommen wurde. „Als der Steg, der mit EU-Mitteln aus dem Leader-Pragramm gefördert wurde, im Bau war, hatten wir die Idee, an dieser Stelle jedes Jahr einen Triathlon zu veranstalten“, berichtete Erhard Liehr.

Inzwischen ist aus der Idee längst eine Tradition geworden. Und die selbst gesetzte Obergrenze von 50 Teilnehmern ist meistens kurz nach Ausschreibungsbeginn erreicht. „Anfang März hatten wir die erste Anmeldung vorliegen, Anfang Juni war die Liste komplett“, berichtete Organisatorin Michaela Zerbel. Oft muss sie späteren Interessenten absagen. „Deshalb ist es schade, wenn es auch vorkommt, dass sich Leute anmelden, dann aber nicht anreisen. Man sollte dann wenigstens so fair sein und absagen, damit noch jemand nachrücken kann“, so die Satowerin.

Am Sonnabend waren es insgesamt 57 Teilnehmer, davon als Komplettstarter 27 Männer, 7 Frauen, und ein Kind sowie 19 Athleten und 3 Kinder in acht Staffeln.

Da Michaela Zerbel bei der Organisation vor Ort von ihrem Mann und den beiden Söhnen unterstützt wurde, nahm sie sich die Zeit und stieg selbst in den Neoprenanzug, schwamm ihre 600 Meter, fuhr 20 Kilometer auf dem Rad durchs Satower Land und umlief fünf Mal den Satower See. Am Ende stand für die Organisatorin Platz drei bei den Frauen mit einer Zeit von 1:22:33 Stunden zu Buche.

Der Sieg aber gehörte bei den Frauen Jule Bartsch von der TG TriZack Rostock, die den Dreikampf in 1:15:23 Stunden absolviert hatte. Zweite Athletin wurde Michaela Stecher mit 1:19:05.

Bei den Herren sicherte sich Tobias Banczyk von den Radgiganten aus Groß Laasch (Landkreis Ludwigslust/Parchim) den ersten Platz mit einer Zeit von 1:03:56. Die erste Etappe, die 600 Meter Schwimmen im 20 Grad warmen Satower See, wurde von den Teilnehmern als „angenehm“ beschrieben.

Weitaus schwieriger war die 20-Kilometer-Radstrecke bis nach Retschow und zurück. „Der Wind hat einem zu schaffen gemacht. Nur von hinten wehte er leider nie“, meinte Birgit Starck, von der Staffel der „Doberanner“, die den fünften Platz belegte.

Auch der Sieg bei den Staffeln gehörte einem gut trainierten Team der TG TriZack Rostock. Hannes Urm als Schwimmer und Frida Dressler auf dem Rad und beim Lauf hatten die drei Disziplinen in 1:08:35 Stunden erfolgreich gemeistert.

Statistik

Sieger und Platzierte beim 6. Satower Tri-Cup: Männer: 1. Platz: Tobias Banczyk, Radgiganten Gr. Laasch, 1:03:56 h; 2. Platz: André Hagemeister 1:04:45; 3. Platz:

Andreas Peter, Radgiganten, 1:05:43;

Frauen: 1. Platz: Jule Bartsch, TG TriZack Rostock, 1:15:23 h; 2. Platz: Michaela Stecher, 1:19:05; 3. Platz: Michaela Zerbel, Satower Land, 1:22:23;

Staffel: 1. Platz: TG TriZack mit Hannes Urm, Frida Dressler, 1:08:35; 2. Platz: Alte Äste.., mit Knut Godenrath, Tilo Sasse, René Orth, 1:09:50;

3. Platz: Paul Sass, Martin Schulz, 1:10:59.

Kinderstaffel: Falin, Loren und Oliver Holzhausen, 43:11 min.

VIER FRAGEN AN...

1Herr Liehr, was ist aus Ihrer Sicht das Besondere am Satower Triathlon „TriCup“? Das Besondere am Tri-Cup ist das familiäre Flair, das bei diesem Event rund um den Satower See und dem Platz am Badesteg herrscht. Viele kennen sich schon länger und kommen gern wieder. Ich denke, wir heben uns damit von den Massenveranstaltungen ab, wie es sie auch in dieser Disziplin gibt. Das ist aber auch von Anfang an so gewollt und es soll so bleiben. Auf Hektik und zu viel Trubel können wir gern verzichten.

2 Wie schaffen Sie es denn, sich jedes Jahr dieses besondere Flair zu erhalten? Schon bei der Anmeldung der Teilnehmer wird darauf geachtet, dass die Zahl der Athleten nicht höher ist als 50. Über zwei oder drei Starter mehr regen wir uns nicht auf. Aber viel mehr sollen es nie werden. So bleibt das Ganze für uns als Veranstalter auch noch überschaubar und letztlich profitieren auch die Teilnehmer davon, denen das familiäre Flair sehr zusagt.

3Der Verein „Satower Land“, dessen Vorsitzender Sie sind, ist kein Sportverein. Warum organisieren Sie dennoch eine solche sportliche Veranstaltung? Das ist richtig! Der Tri-Cup ist eine von vielen Veranstaltungen, die von uns organisiert werden. Aber er findet vor allem im Satower Land statt. Auf ihrer Radstrecke fahren die Athleten 20 Kilometer durch das Satower Land. Und die Sponsoren, die uns unterstützen, kommen ebenfalls aus Satow und Umgebung. Somit ist der Tri-Cup auch eine gute Werbung für die Region.

4Wird es auch 2017 wieder einen Tri-Cup in Satow geben?

Davon ist auszugehen! Zum Abschluss der diesjährigen Siegerehrung hat Organisatorin Michaela Zerbel alle Teilnehmer danach gefragt. Die Antwort war vielstimmiger Jubel.

Rolf Barkhorn

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