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Kühlungsborn Spaß bei internationalem Training

Deutsche und syrische Kinder nahmen über Ostern am gemeinsamen Fußballcamp teil

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Deutsche und syrische Kinder nahmen gemeinsam am Ostercamp der Fußball-Ferien-Schule teil.

Quelle: privat

Kühlungsborn. Das gerade zu Ende gegangene Ostercamp der Fußball-Ferien-Schule Kühlungsborn war nicht nur für die jungen Teilnehmer ein außergewöhnliches Trainingslager. Auch Initiator und Trainer René Schultz denkt gern an die sechs Tage über Ostern zurück. Das Camp war schon durch die internationale Zusammensetzung der Teilnehmer etwas Besonderes und für die Kinder und den Trainer gleichermaßen ein Erlebnis. Denn René Schultz hatte die spontane Idee, Kinder aus Flüchtlingsunterkünften in Kägsdorf in den Kurs, der über die Festtage ging, mit einzubeziehen und setzte diese Idee mit Unterstützung verschiedener Partner und Helfer um. „Ich kenne einige der syrischen Jungen und Mädchen vom Projekt ‘Schule und Verein‘, welches der FSV Kühlungsborn mit der Grundschule als Fußball-AG anbietet. Da die Kinder in den nächsten Tagen ihre Notunterkünfte in Kägsdorf verlassen werden und teilweise noch nicht wissen, wo sie ein neues Zuhause beziehen, wollte ich ihnen gemeinsam mit Partnern noch einmal unvergessliche Ostern bereiten“, erklärte René Schultz. Neben Trainingseinheiten auf dem Sportplatz und in der Halle standen auch Freizeitaktaktivitäten wie Klettern und Minigolf auf dem Programm.

Schwierig war es, den Kindern aus Syrien die Zeitumstellung zu erklären.“René Schultz,

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Bürgermeister Detlef Kurreck von der Gemeinde Bastorf, zu der Kägsdorf gehört, fand sofort, dass das eine „tolle Idee“ sei. Und so übernahm die Kommune bereitwillig einen Teil der Kosten. Denn die sieben Flüchtlingskinder mussten von und nach Kägsdorf mit dem Kleinbus befördert werden, weil der Schulbus in den Ferien nicht fährt. Aber auch Kühlungsborner unterstützten das Vorhaben. So lud Christian Mothes, der Präsident des FSV Kühlungsborn, alle Kinder am Ostersonntag zum Mittagessen in sein Hotel „Rosenhof“ ein. Und auch im Kletterwald durften die Fußballkinder kostenlos auf die Bäume. „Die Stimmung unter den Kindern war prima, alle haben sich gut verstanden“, verweist René Schultz auf den Integrationserfolg, der mit Sport erreicht werden kann. Aber es gab auch ein Problem:

„Das Schwierigste in den Tagen mit den Flüchtlingskindern war es, ihnen die Umstellung auf die Sommerzeit zu erklären, damit sie am Sonntagmorgen auch pünktlich an der Unterkunft bereitstehen“, berichtet René Schultz mit einem Lächeln. Besonders erfolgreich war der Trainer mit seiner Erklärung nicht, denn: „Als ich die Kinder am Morgen abholen wollte, saßen alle noch am Frühstückstisch und sahen mich mit großen Augen an.“ Ansonsten habe es keine Probleme im gemeinsamen Camp gegeben. May, eine der größeren Mädchen unter den Flüchtlingen, half an den Tagen als Übersetzerin. „Es war für uns eine schöne Erfahrung“, äußerte sie sich. Und dann mussten sie und drei weitere Kinder sich am letzten Tag vorzeitig verabschieden. „May erzählte uns, dass ihre Familie in die Nähe von Demmin ziehen wird“, berichtet René Schultz.

Abschließend sagte der Inhaber der Ferien-Fußball-Schule: „Ich würde es wieder tun. Weil es auch mir Spaß gemacht hat. Aber ohne die Partner, die mich unterstützt haben, wäre es nicht gegangen.“

Von Rolf Barkhorn

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