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Kühlungsborn Spielerisch die Freude am Sport entdecken

René Schultz bietet „Kindersport im Ort“ in Kühlungsborn und Kröpelin an

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Jeweils zweimal in der Woche lädt René Schultz Kinder in Kühlungsborn und Kröpelin zum spielerischen Training ein. Fotos (2): Sabine Hügelland

Kühlungsborn. „Wasser!“, ruft René Schultz und schaut auf die 15 Kinder. Die rennen los, durch die Sporthalle in Kühlungsborn Ost, um sich mit vollem Körpereinsatz dem Spiel „Feuer, Wasser, Sturm“ hinzugeben.

OZ-Bild

René Schultz bietet „Kindersport im Ort“ in Kühlungsborn und Kröpelin an

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Vor einem Jahr gründete der Inhaber der „Fußballschule Kühlungsborn“ den „Kindersport im Ort“, der aus der Fußballschule hervorging. Die Idee kam ihm, auf Grund vieler Nachfragen. „Die Sportstunde richtet sich speziell an Kinder im frühkindlichen Alter von zwei bis fünf Jahren, weil es für sie sonst keine sportlichen Angebote hier gibt“, sagt der 35-Jährige, der selbst ein Kind hat. „Mit fast einem Jahr ist meine Tochter noch zu klein, später macht sie bestimmt hier mit." Schultz ist lizensierter Nachwuchstrainer und engagiert sich auch ehrenamtlich als Trainer beim FSV Kühlungsborn, dem er seit vielen Jahren angehört.

„Die Kinder sollen spielerisch ihren Körper kennenlernen und motorische sowie koordinative Fähigkeiten erlernen“, nennt er ein Ziel. Sie nehmen an gymnastische Übungen teil, machen Ball- und Fangspiele, üben die Rolle vorwärts, die Stunde verläuft nie gleich, bleibt abwechslungsreich. „Eine Tanzlehrerin hatten wir auch schon zu Gast und wir besuchten den Kletterwald", sagt Schultz. „Der Sport hier soll für die Kinder eine Orientierung sein, damit sie herausfinden, was ihnen Spaß macht und wo sie vielleicht mehr daraus machen möchten."

Bei René Schultz gibt es keine langen Vertragslaufzeiten. Einzelne Kurse, regelmäßige Teilnahmen in der Woche oder im Monat – die Eltern können das für ihre Kinder passende Paket selbst zusammenstellen. „Viele Kinder sind heutzutage sehr sprunghaft, ihnen fehlt oftmals schon nach kurzer Zeit die Lust, im Verein zu bleiben“, weiß Schultz und sagt: „Die Eltern haben dann Beiträge bezahlt und das ist ärgerlich, weil sie aus dem Vertrag nicht so schnell herauskommen.“ Das würde viele Interessenten abschrecken. Wenn abzusehen sei, dass Kinder den klaren Wunsch haben, eine Sportart weiterzumachen, dann vermittelt der Kindertrainer sie gern an Vereine weiter: „So haben bisher drei Jungs im Fußballverein von Kühlungsborn Fuß gefasst. Zwei Mädchen sind zum Tanzen gegangen."

„Kindersport im Ort“ findet jeweils dienstags und donnerstags in Kühlungsborn statt und dienstags und mittwochs in Kröpelin. „Eltern haben doch kaum noch Zeit, mit ihren Kindern Sport zu treiben", weiß Schultz. Manchmal sei es einfach auch ein Abschalten für die Eltern. Oft sitzen einige Mütter dann gern zusammen, bereden ihren Alltag, trinken gemeinsam Kaffee. „Es ist doch erschreckend, wie wenig sich die meisten Kinder bewegen und nur noch vor dem Fernseher sitzen", meint Melanie Hantsche. „Die Motorik ist im Keller, viele können noch nicht einmal eine Vorwärtsrolle“, weiß die 36-jährige zweifache Mutter und ergänzt: „Wir sind noch auf Bäume geklettert, das schaffen die Kinder heute gar nicht mehr.“ Dafür rennt ihr fünfjähriger Maddox gern mit den anderen Kindern zig Runden in der Halle und sieht dabei rundum glücklich aus.

„Die Kurse sind super schön für die Kinder. Sie toben sich aus. Wir sind begeistert und von Anfang an dabei", berichtet Anne-Kathleen Kühn.

„Ich würde auch Kinder bis zu sechs, sieben Jahren aufnehmen, wenn sie es möchten", sagt René Schultz, der mit der Grundschule in Kühlungsborn zusammenarbeitet, und dort mit mehr als 60 Kindern und in Kooperation mit dem FSV Kühlungsborn die „Fußball AG“ betreibt. Auch in Kröpelin gibt es jetzt die Fußball AG und die ersten 20 Kinder sind angemeldet. Ebenso freut sich René Schultz über regen Zulauf bei seiner Fußballferienschule, die von Einheimischen und Urlaubern genutzt wird.

Sabine Hügelland

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