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Stehende Ovationen für Doberaner Handballer

Bad Doberan Stehende Ovationen für Doberaner Handballer

In der Oberliga Ostsee-Spree feiern die Münsterstädter einen überraschend deutlichen 30:20-Erfrolg gegen den Grünheider SV

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Steuerte sieben Tore zum überlegenen 30:20-Sieg des Doberaner SV bei: Neuzugang Ben Meyer (am Ball).

Quelle: Foto: Anja Ott

Bad Doberan. Es hielt kaum noch jemand auf den Sitzen: Gut sechs Minuten vor dem Ende der Oberliga- Partie gegen den Grünheider SV führen die Handballer des Bad Doberaner SV mit 24:18. Sie agieren in Unterzahl, als Yann Vizhbovskyy Rechtsaußen Tim Lehwald bedient, der per Kempa-Trick das 25:18 erzielt – die Halle kocht. 30 Sekunden später trifft der DSV- Routinier per Hüftwurf zum 26:19 – die Halle kocht über! Am Ende setzen sich die Gastgeber überraschend deutlich mit 30:20 (12:8) durch und werden von den 400 Zuschauern in der Stadthalle mit stehenden Ovationen gefeiert.

„In dieser Deutlichkeit hatten wir das nicht erwartet“, staunte Kreisläufer Matthias Jahn und wusste: „Mit unserer Abwehr haben wir dem Gegner den Zahn gezogen.“ In der Tat bauten die Doberaner hinten ein Bollwerk auf, an dem die einfallslosen Gäste immer wieder scheiterten. Und was aufs Tor kam, wurde oftmals eine Beute von Keeper Sebastian Prothmann. 19 gehaltene Bälle bedeuteten für den Kapitän erneut eine Quote von knapp 50 Prozent – klasse!

Da die Hausherren auch im Angriff mit lange nicht gesehener Disziplin agierten und geduldig auf ihre Chance warteten, zeigte sich Trainer Lars Rabenhorst ungewohnt zufrieden. „Das war heute eine rundum gelungene Vorstellung, ich habe nichts zu meckern“, stellte der 42-Jährige fest. Dazu hatte er auch keinen Grund, denn seine Mannschaft zeigte von Anbeginn, dass sie die zwei Punkte unbedingt in Bad Doberan behalten wollte. So bekamen die Rand-Berliner über weite Strecken kein Bein aufs Feld.

Neben Prothmann ragten aus dem geschlossenen DSV-Team drei weitere Akteure heraus. Ben Meyer, Neuzugang aus Ribnitz, zeigte nicht nur wegen seiner sieben Tore erstmals in dieser Saison, wie wertvoll er für die Mannschaft werden kann. „Die Stimmung war heute spitze“, freute sich der 22-Jährige, der sich mehrfach bestens mit Vizhbovskyy ergänzte. Der ukrainische Routinier (40) bot eine erste Halbzeit zum Vergessen und wurde in der Schlussphase zum Matchwinner. Und schließlich war da noch Tom Paul. Der 18-jährige Linksaußen spielte offensiv und defensiv erneut einen bemerkenswerten Part.

Trotz des Jubels blieben die Doberaner auf dem Teppich. „Wir haben jetzt fünf Punkte – gegen den Abstieg“, relativierte Kapitän Prothmann den klaren Sieg. Der DSV verbesserte sich dadurch auf den siebten Platz der Oberliga Ostsee-Spree. Am kommenden Wochenende ist das Team nur Zuschauer, da die Partie beim HSV Insel Usedom auf den 28. Oktober verlegt wurde. Eine Woche zuvor empfängt der DSV den verlustpunktfreien Stralsunder HV. Dann ist Alexander Palm nicht mehr dabei. Ihn zieht es für ein halbes Jahr unter dem Motto „Travel and Work“ (Reisen und Arbeiten) nach Neuseeland.

Burkhard Ehlers

Doberaner SV: Prothmann, Malitz – S. Voigt 1, Rinas, Lehwald 4, Ritzrau 1, Jahn 4, Stöwsand 2, Spitzner, Fandrich, Paul 4, Meyer 7, Palm, Vizhbovskyy 7/1.

Grünheider SV: Lessig, Reisener – Krzyanowski 1, Henow 1, Kaberidis 8/6, Büttner 1, Hudewenz, Künder, Scharge 4, Ackermann 2, Wetzel, Panzer 1, Heine 1, Schwiderski 1.

Siebenmeter: DSV 1/1, GSV 8/6.

Strafminuten: DSV 8 plus Rot gegen Jahn wegen groben Foulspiels (54.), GSV 6.

OZ

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