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Titelverteidiger aus Wismar gewinnt den Salzhaffpokal

Rerik Titelverteidiger aus Wismar gewinnt den Salzhaffpokal

Familiäres Flair dominiert beim ältesten Fußballturnier der Region

Rerik. Das Fußballturnier um den Salzhaffpokal, ausgerichtet vom SV Steilküste Rerik, läuft in der Regel wie folgt ab: In völlig stressfreier und familiärer Atmosphäre absolvieren die Mannschaften ihre Spiele um die besten Plätze. Die eigene Traditionsmannschaft macht sich lange Zeit Hoffnung auf den Titel, auch die Herren spielen eifrig mit, aber den Pokal gewinnt am Ende doch wieder das All Star-Team aus Wismar.

Von diesem Muster wich auch die 31. Auflage des ältesten Fußballturniers in der Region am vergangenen Sonnabend nicht ab. Ungeschlagen mit drei Siegen und zwei Unentschieden sicherte sich die Wismarer Mannschaft um Marco „Egon“ Krentz den sechsten Turniersieg. „Dass Wismar wieder gewinnt, habe ich schon zu Beginn des Turniers geahnt“, meinte lächelnd Turnierleiterin Irene Gradt bei der Siegerehrung und forderte die anderen Mannschaften auf, das doch bitte beim nächsten Mal zu ändern. Vor allem müssten mehr Tore fallen. In diesem Turnier wurden in 15 Partien gerade mal 24 Treffer erzielt. Fünf Partien endeten torlos.

Den zweiten Platz belegte die SG Zetor Benz, der Landesklassenaufsteiger aus Nordwestmecklenburg, der zwei Siege und drei Unentschieden in die Wertung brachte. Hart umkämpft war der dritte Platz.

Denn gleich drei Mannschaften hatten sechs Punkte vorzuweisen. So musste das jeweils bessere Torverhältnis über die Rangfolge entscheiden. Den All Stars aus Rerik folgten das Kreisligateam des SV Steilküste und die Gäste vom TSV Rostock. Erstmalig hatte eine Herrenmannschaft der SG Stepenitz am Pokalturnier teilgenommen. Die Brandenburger mussten sich zwar mit dem letzten Platz begnügen, aber die gute Stimmung trübte das bei den Gästen trotzdem nicht. „Wir sind im nächsten Jahr gern wieder mit dabei“, meinte Jens Gronwald. Der SG-Keeper wurde als bester Torwart des Turniers ausgezeichnet.

Aus Sicht des Veranstalters lief bei diesem Turnier wieder fast alles optimal ab. Nur dass nach kurzfristiger Absage des FC Obotrit Bargeshagen der Turnierplan geändert werden musste, ärgerte die Reriker. Dafür war das Wetter erträglich, Regen setzte über dem Ostseebad erst ein, als das Turnier längst beendet war.

Mit Hüpfburg und Torwand für die Kinder, einer gemütlichen Grillecke und einem sternenförmigen Sonnenzelt wurde der Sportplatz an der Steilküste wie für ein Familienfest hergerichtet. „Das ist es im Grunde auch. Viele Spieler bringen zum Turnier ihre Frauen und Kinder mit. Das familiäre Flair ist Absicht und unser Markenzeichen beim Salzhaffpokal“, erklärte Turnierleiterin Irene Gradt.

Ehemann Thomas Gradt, der Vorsitzende des SV Steilküste Rerik, hob hervor, dass der störungsfreie Verlauf des Turniers vor allem auch den vielen Unterstützern aus dem Ort und dem Verein zu verdanken sei. Etwa 20 Helfer hatten als Ordner, als Verkäufer an den Versorgungständen und bei der Organisation im Vorfeld zum Erfolg der Veranstaltung beigetragen.

Auch erinnerte Thomas Gradt daran, dass sich das Traditionsturnier seit Jahren ins Programm der Reriker Haff-Festtage mit einreiht. Stadt und Kurverwaltung seien wichtige und zuverlässige Partner bei der Ausrichtung des Turniers, betonte der Vereinsvorsitzende.

So nahm dann auch Michael Doss, der Zweite Stellvertreter des Bürgermeisters, die Siegerehrung mit vor. Das Outfit des Reriker Stadtvertreters passte auch. Denn er trug noch sein Trikot. Denn Doss gehört seit Jahren mit zum Reriker All Star Team.

Rolf Barkhorn

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