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Trotz Niederlage: DSV-Sieben macht Klassenerhalt perfekt

Bad Doberan Trotz Niederlage: DSV-Sieben macht Klassenerhalt perfekt

Beim 34:35 gegen die Füchse Berlin II bleibt eine gute Leistung unbelohnt

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Der 18-jährige Florian Voigt – hier pariert er gegen Julius Hasper einen Siebenmeter – löste Sebastian Prothmann nach 20 Minuten im Doberaner Tor ab und machte seine Sache ordentlich.

Quelle: Foto: Anja Ott

Bad Doberan. Schade! Die Oberliga-Handballer des Bad Doberaner SV haben am Sonnabend eine couragierte Leistung nicht gekrönt. Vor gut 200 Zuschauern unterlagen sie in der aber Stadthalle dem Tabellensechsten Füchse Berlin Reinickendorf II nach teilweise gutklassigen, vor allem aber dramatischen 60 Minuten mit 34:35 (19:18). Bei aller Enttäuschung über den vergebenen Punkt herrschte am Ende aber auch Erleichterung, denn der Klassenerhalt ist nunmehr definitiv unter Dach und Fach, da der VfL Lichtenrade wie erwartet beim LHC Cottbus mit 21:30 den Kürzeren zog.

Die Hausherren setzten gegen die Bundesliga-Reserve der Füchse von Anfang an ihr Vorhaben um, dem Kontrahenten auf Augenhöhe zu begegnen. In einer Partie, in der keine Mannschaft mehr als zwei Tore Vorsprung für sich verbuchen konnte, überzeugten sie vor allem in der Offensive. „Im Angriff haben wir in der ersten Halbzeit wirklich gut gespielt“, war auch Trainer Lars Rabenhorst von der Durchschlagskraft seiner Schützlinge angetan. Die waren vor der Pause nicht weniger als neunmal über die erste und zweite Welle erfolgreich.

Angetrieben vom zehnfachen Torschützen Yann Vizhbovskyy, fanden die DSV-Akteure immer wieder Löcher in der Füchse-Deckung, die Matthias Jahn (7 Treffer) am Kreis gnadenlos nutzte. Auf der anderen Seite riss aber die Doberaner Abwehr keine Bäume aus. So blieb die junge Berliner Truppe – Durchschnittsalter unter 20 Jahren – immer in Reichweite. Das lag u.a. an Linus Skroblien, der sich mehrfach viel zu leicht im Eins gegen Eins durchsetzte. Da agierte die DSV-Deckung zu zahnlos.

„Die Abwehr war na ja“, befand Rabenhorst diplomatisch. Er wollte seiner Mannschaft dennoch keinen Vorwurf machen. „Es war ein tolles Spiel, die Zuschauer sind auf ihre Kosten gekommen“, war sich der Coach nach der Tore-Hatz sicher. Die Leistung der Doberaner gewinnt an Wert, wenn man bedenkt, dass die Füchse-Reserve sechsmal pro Woche unter Profibedingungen trainiert.

Einen entsprechend professionellen Auftritt verlangt denn auch ihr Trainer Jaron Siewert. „Die erste Halbzeit war nicht das, was ich mir vorstelle, da haben wir praktisch ohne Abwehr gespielt“, monierte der Chef der Jungfüchse – selbst erst 23 Jahre alt, als Spieler mit Champions-League-Erfahrung und überdies aktueller U-17- Coach des DHB. Respekt zollte Siewert dem DSV-Team, die Leistung des 39-jährigen Vizhbovskyy bezeichnete er als „beeindruckend“. Lars Rabenhorst setzte noch einen drauf: „Yann ist derzeit Gold wert für uns.“

Das stimmt, aber am Sonnabend verdiente sich die gesamte Mannschaft ein Lob. Kein Team der Oberliga Ostsee-Spree spielt nämlich einen derart schnellen Handball wie die Füchse-Reserve, die auch in Doberan unter Beweis stellte, über wie viele Talente sie verfügt. Zu denen gehört der 17-jährige Max Reguse, der sein erstes Spiel nach vier Monaten Verletzungspause bestritt und der nicht nur wegen seiner sechs Treffer auffiel.

Dass es am Ende für die Einheimischen nicht zu einem Punktgewinn reichte, lag an Kleinigkeiten. Die gravierendste: Die Gäste ließen ihren „Vier-Meter-Mittelblock“ mit Fynn Ole Fritz und Tim Bielzer im zweiten Abschnitt nicht mehr so offensiv agieren wie noch vor der Pause, so dass Mathias Jahn in den zweiten 30 Minuten nur noch einmal traf. Außerdem schwanden bei Yann Vizhbovskyy in der Schlussphase die Kräfte – und dann macht auch der Ukrainer den einen oder anderen Fehler.

Weiter geht’s für den DSV ganz ohne Druck im Kampf um den Klassenerhalt am 6. Mai beim Stralsunder HV. Zum Saisonfinale gastiert eine Woche später der MTV Altlandsberg in Bad Doberan.

Statistik

Bad Doberaner SV: F. Voigt, Prothmann – S. Voigt 4/1, Lehwald 1, Zboril 6/2, Ritzrau, Jahn 7, Palm, Landwehrs 5/2, Fandrich, Sachse 1, Paul, Vizhbovskyy 10, Lendner.

Füchse Berlin II: Deisting, Kubrak – Fritz 1, Butzke, Hasper 5/3, Akakpo 3, Bielzer 6, Friedrich 2, Skroblien 10, Werner 2, Reguse 6.

Siebenmeter: DSV 8/5, Füchse 4/3.

Strafminuten: DSV 4 + Rot gegen Landwehrs wegen Unsportlichkeit (44.), Füchse 12 + Rot gegen Skroblien wegen groben Foulspiels (59.).

Burkhard Ehlers

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