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Voltigierer pflegen Satower Sporttradition

Satow Voltigierer pflegen Satower Sporttradition

Beim Holzpferdturnier zeigt der Turnnachwuchs sein Können

Satow. Asse im Turnen, ausdauernd in der Athletik, gelenkig und konzentriert müssen Voltigierer sein. Um die 300 Mädchen und Jungen im Alter von fünf bis über 20 Jahren traten am Wochenende in Satow zum 8. Holzpferdturnier an. Eingeladen hatte der Satower Reit- und Fahrverein (RFV).

 

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Luisa Hinz und Gina Marie Swiantek vom Satower Reit- und Fahrverein bei ihrer Duo-Prüfung zum 8. Satower Holfpferdturnier. Solche Übungen verlangen viel Kraft und Konzentration. Fotos (2): Sabine Hügelland

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Ohne die Unterstützung der Eltern wäre solch ein Turnier nicht möglich.“Hennrika Nehls, Satower RfV

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Luisa Hinz und Gina Marie Swiantek vom Satower Reit- und Fahrverein bei ihrer Duo-Prüfung zum 8. Satower Holfpferdturnier. Solche Übungen verlangen viel Kraft und Konzentration. Fotos (2): Sabine Hügelland

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Ohne die Unterstützung der Eltern wäre solch ein Turnier nicht möglich.“Hennrika Nehls, Satower RfV

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Die Teilnehmer stammten aus ganz MV: „Kommen kann, wer möchte. Eine Pflicht zur Teilnahme gibt es nicht. Wir hatten auch schon Gäste aus Schleswig-Holstein. Für uns ist es der Saisonstart, bevor es am 1.Mai so richtig losgeht", erklärte die Vereins-Vorsitzende Hennrika Nehls. Dann erläutert sie: „Voltis brauchen viel Kraft, Körperspannung und Mut. Die Sportler müssen ihre Muskeln perfekt dehnen können, sonst kann man keine Nadel turnen.“ Nadel nennen Voltigierer den Spagat, bei dem ein Bein in gerader Linie nach oben zeigt.

An zwei Tagen wurden Einzel- und Gruppen-Prüfungen durchgeführt. Zuerst galt es, die Pflicht zu absolvieren. Für die Kür stellten viele Teilnehmer ihre Vorführung selbst zusammen. Nur eine Minute standen dabei den Einzelturnern zur Verfügung, drei bis vier Minuten Zeit hatten Gruppen zum Vorturnen.

Große Anspannung lag auf den Gesichtern bevor sich die Teilnehmer elegant auf das Holzpferd schwangen. Dann jedoch — so schien es — wich die Angst der Konzentration. „Ich hatte Bauchschmerzen vor Aufregung", sagte Hanna Kreft vom Satower RFV. „Während der Übung klappte der Handstand nicht richtig. Bei der Prüfung bekam ich ihn gut hin", freute sich die grazile 13-Jährige. „Ohne die Hilfe der Eltern und anderer könnten wir solch ein Turnier gar nicht auf die Beine stellen“, sagte Hennrika Nehls.

„Es braucht immer Freiwillige, schon weil das Geld knapp ist. Aber es ist ja auch so, dass wir Freude daran haben und die Kinder haben Spaß, weil wir mitmachen", meinte Mutter Silke Götting, die Jugendwart im Satower Verein ist. „Schön zu sehen, dass die großen Voltis den kleinen helfen", meinte Ulrike Fadschild, die zusammen mit Ramona Hübner „Küchendienst“ hatte.

Auf der Homepage des Vereins ist zu lesen, dass Reitsport die vermutlich älteste Sportart ist, die in Satow beheimatet ist. Bereits 1929 wurde ein ländlicher Reiterverein gegründet, der bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges 1939 Bestand hatte.

Seit 1990 gibt es den Satower RFV. 1998 übernahm die gebürtige Satowerin Hennrika Nehls den Vorsitz. Sie reitet selbst seit ihrer Kindheit und bringt jetzt Kindern den Umgang mit Pferden näher.

„Der Pferdesport fördert die kindliche Entwicklung positiv. Das Sozialverhalten, der Teamgeist, das Verantwortungsbewusstsein, aber auch die körperliche Entwicklung werden unterstützt“, weiß Nehls.

55 Mitglieder zählt der Verein, davon sind 40 Kinder und Jugendliche und mittlerweile gehören schon Vierjährige dazu. „Jedoch erst ab fünf Jahren nehmen sie auch an Wettbewerben teil", erläutert Hennrika Nehls, die für Training und Wettkämpfe in den Nachwuchsgruppen engagierte Unterstützung durch die Trainer Annette Bera, Sybille Kaessler und Helferin Sophie Böckenhauer hat.

Vier Voltigiergruppen aus Satow nehmen zurzeit aktiv an Wettkämpfen teil. Auch in Einzelwettbewerben starten die Voltigierer des Vereins sehr erfolgreich. Allen voran Nora Götting (15), die im vergangenen Jahr im Finale der Einzeltrophy turnte, einer Wettkampfserie, die die Förderung junger Talente zum Ziel hat.

• Internet: satower-rfv.de

Medaillenplätze Satow

A-Gruppe: 3. Platz, RFV Satow Wertungsnote 5.937;

E1-Gruppe: 3. Platz, WN 5.724;

E Einzel: 1. Platz, Lea Kupfer, WN 6.917;

N Einzel: 2. Platz, Luisa Hinz WN 6.764;

Einzel Trophy: 3. Platz, Gina Marie Swiantek, WN 7.499;

Nachwuchs Trophy: 1. Platz, Luisa Hinz, WN 6.774; 2. Platz, Charlotte Strehk, WN 6.566; 3. Platz, Leni Hübner, WN 6.508;

Nachwuchs Duo: 1. Platz, Charlotte Strehk/Leni Hübner, WN 7.100

Von Sabine Hügelland

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