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Sportler lehnen höhere Kosten für Hallen, Plätze und Bäder ab

Rostock Sportler lehnen höhere Kosten für Hallen, Plätze und Bäder ab

2016 sollen die Entgelte für die Nutzung von Sportstätten endgültig steigen. Einige Vereine wollen sich dagegen wehren, andere haben bereits die Mitgliedsbeiträge angehoben.

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Die Empor-Handballer René Gruszka (v. l.), Florian Zemlin, Jakub Zboril, Paul Porath und Robert Barten sind enttäuscht.

Quelle: Ove Arscholl

Rostock. Rostocks Sportvereine in Aufruhr: Die Nutzung von Sportstätten und Bädern wird teurer. Im vergangenen Jahr konnte mithilfe der Bürgerschaft zwar noch abgewendet werden, dass die Kosten sofort um bis zu 50 Prozent steigen. Doch am 1. Januar 2016 soll die neue Entgeltordnung endgültig in Kraft treten. „Dabei bleibt es auch“, sagt Sportamtsleiter Martin Meyer. Die Kalkulation sei aber neu berechnet worden. „Ich versichere, dass dies nicht zum Nachteil der Nutzer geschehen ist“, betont Meyer. Konkrete Zahlen sollen in den kommenden Wochen veröffentlicht werden.

Jens Gienapp, Chef des Handballclubs Empor Rostock, spricht von einer Katastrophe. „Wie kämpfen schon jetzt um jeden Cent und können unsere Mitgliedsbeiträge nicht unendlich erhöhen.“ Im Vergleich zu anderen Städten seien die Hallengebühren für den Rostocker Leistungssport schon jetzt sehr hoch. Empor zahle für seine 16 Mannschaften rund 80000 Euro im Jahr. „Ich sehe keinen Grund für eine Erhöhung. Die Hallen sind nicht besser geworden und die Betriebskosten sinken gerade“, sagt Gienapp. Empor wolle eher eine Senkung der Entgelte. „Wir werden uns dafür stark machen.“

Auch Roland Bothe, Geschäftsführer des Stadtsportbundes, stellt klar: „Wir sind gegen jegliche Erhöhungen.“ Die geplante Anhebung der Entgelte bewege sich zwischen 35 und 40 Prozent. „Es besteht die Gefahr, dass Vereine Angebote für Kinder und Jugendliche zurückziehen müssen, weil sie diese nicht mehr finanzieren können“, sagt Bothe. Während die Erhöhungen Sportler wie Segler, Ruderer oder Kanuten kaum berühren, treffen sie Hallennutzer besonders stark.

Der Wasserspringerclub (WSC) Rostock hat bereits reagiert. „Wir haben unsere Mitgliedsbeiträge geringfügig und sozialverträglich angehoben. Wir hoffen, die Mehrkosten damit kompensieren zu können“, sagt WSC-Chef Andreas Kriehn. Für ihn sind die geplanten Erhöhungen ärgerlich und hart, aber auch verständlich. „Die Sanierung der Nepuntschwimmhalle und steigende Betriebskosten — das muss ja alles bezahlt werden“, sagt Kriehn. Er lobt, dass die Vereine ein Jahr Zeit bekommen haben, sich auf die Erhöhung einzustellen.

Beim SV Hafen Rostock ist ohnehin ein Anstieg der Beiträge für die rund 710 Mitglieder in Fußball, Volleyball und Tischtennis geplant. „Darauf wird sich auch die Gebührenerhöhung der Stadt auswirken“, sagt der Vereinsvorsitzende Hans-Werner Bull.

Die Stadt begründet den Schritt mit gestiegenen Betriebs- und Personalkosten. Die letzte Entgelt-Erhöhung liege sieben Jahre zurück. Seitdem hätten sich die Ausgaben für den Unterhalt der Sportstätten fast verdoppelt — von 4,5 auf 8,6 Millionen Euro. Rund 13 Prozent davon zahlen die Vereine.

Fast 202 Sportklubs betroffen
45 420 Rostocker sind Mitglied in einem Sportverein. 14 200 davon sind Kinder und Jugendliche. Laut Stadtsportbund gibt es in Rostock 202 Klubs in 137 Sportarten. Die meisten sind von der geplanten Erhöhung der Nutzungsentgelte betroffen.
12 statt bisher zehn Euro sollen Familien im Hallenbad Neptun für 1,5 Stunden Schwimmen zahlen. Das geht aus einem Entwurf der neuen Entgeltordnung hervor. 1,5 Stunden Schwimmen kostet demnach für Erwachsene sechs statt fünf Euro. Kinder zahlen drei Euro (vorher 2,50).

 



André Wornowski

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