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Städtepartner: „Nicht immer auf der Pelle liegen, aber im Blick haben“

Kröpelin Städtepartner: „Nicht immer auf der Pelle liegen, aber im Blick haben“

Kröpelin beging 25. seiner Partnerschaft mit Hude / Gemeinsam wurde Erntedank gefeiert

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Traditionell – es soll das 15. Mal gewesen sein – führten die Wendorfer Blasmusiker den Umzug der Erntekrone zum Rathaus an. Diese kurze Prozession kam ohne Polizeibegleitung aus. Die Beamten waren in Steffenshagen, wo Traktoren und Lkw zum Erntedank-Umzug gehörten. Trotz eines kleinen Staus lief dort auch alles glatt.

Kröpelin. Vieles kam am Wochenende in Kröpelin zusammen – unter dem gemeinsamen Nenner Dank. Dank auch so verstanden, wie es gestern die 2. stellvertretende Bürgermeisterin, Sylvia-Marina Kühl, vor zahlreichen Kröpelinern und Gästen zur Übergabe der Erntekrone zitierte: „Das Wort ,danken’ hat die gleiche sprachliche Wurzel wie das Wort ,denken’. Wer dankt, denkt nach und erinnert sich.“ Deshalb waren wohl auch an beiden Tagen die Akteure mit ihren Gedanken sowohl bei 25 Jahren Städtepartnerschaft zwischen Hude und Kröpelin, die am Samstag im Rathaus mit einem Festakt begangen worden waren, als auch bei wichtigen Fragen der Gegenwart und Zukunft.

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Kröpelin beging 25. seiner Partnerschaft mit Hude / Gemeinsam wurde Erntedank gefeiert

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Es wächst nicht immer alles automatisch zusammen, man muss dafür auch etwas tun.“Björn Gehrs aus Schwarmstedt

„Jubiläen zu gedenken ist wichtig, nicht um der Form genüge zu tun, sondern um sich zu vergewissern. Um zurückzuschauen auf die gemeinsame Zeit – sich das Wesentliche zu vergegenwärtigen“, sagte Pastor Olaf Pleban und betonte, dass das Miteinander dank der Bürger funktioniere, die sich seit Jahrzehnten der Partnerschaftsarbeit verpflichtet fühlten und damit das Leben in den Kommunen, aber auch das persönliche bereichern würden. Heute würden die Inhalte und Wege solcher Partnerschaften allerdings ganz anders aussehen, als vor 25 Jahren. Wichtig bleibe aber, das Verständnis füreinander über diesen Weg zu fördern: „Man muss sich nicht immer auf der Pelle liegen, aber man muss sich im Blick haben.“

Hudes Bürgermeister Holger Lebedinzew sprach von einem Wiedervereinigungswunder, dass die Deutschen nach dem Wirtschaftswunder hinbekommen hätten: „Ich bin stolz und froh in einem Land zu leben, das zu solchen Höchstleistungen fähig ist.“ Aber der Verwaltungschef konstatierte auch einen „gewissen Verschleiß“, der nach 25 Jahren in der Partnerschaft eingetreten sei. Doch die Feuerwehren würden nach wie den fachlichen und geselligen Austausch pflegen, der TuS Vielstedt bestreite regelmäßig Freundschaftsspiele mit den Fußballern des KSV 47 und zum Erntedankfest sei jedes Jahr eine Delegation aus Hude nach Kröpelin gefahren. Zum Jubiläum habe sich zudem ein Tischtennisteam des TV Hude zum KSV aufgemacht (das Spiel ging 9:5 für Kröpelin aus, d.R.). Die Amtsleiterin Monika Klemenska aus Kröpelins Partnerstadt Wloszakowice beschwor die Partnerschaft als „sehr gute Art, um Voreingenommenheit und Stereotype in diesen unruhigen Tage in Europa zu vergessen“. Sie übergab Kröpelin und Hude jeweils einen Engel, der ihre Freundschaft für die nächsten 25 Jahre schützen soll.

Zu Kröpelins Partnern gehört auch Schwarmstedts Bürgermeister Björn Gehrs, er zielte darauf ab, dass vieles, „auch was man für unumstößlich hielt“, sich verändern könne (z.B. Brexit): „Es wächst nicht immer alles automatisch zusammen, man muss dafür auch etwas tun – daher ist es wichtig, dass sich Menschen begegnen.“ Das Erntedankfest bot dafür gestern eine gute Gelegenheit. Aus Hude waren Bürger mit einem Sonderbus angereist. Sie konnten miterleben, wie Kröpelin den langjährigen Leiter der erfolgreichen Sektion Kraftsport, Michael Molgedey, den einstigen Gartenvereinsvorsitzenden, Mitbegründer der Carl-Malchin-Gesellschaft und des hiesigen Karnevalvereins, Klaus Schulz, sowie die Elferratspräsidentin und Mitglied des Vereins „Freundliche Stadt“, Rose Marie Lübs, mit Ehrenurkunden „Für besondere Verdienste für das Gemeinwohl“ auszeichneten.

Thomas Hoppe

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