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„Stall“ vor ungewisser Zukunft

Bad Doberan „Stall“ vor ungewisser Zukunft

Doberaner Kinder- und Jugendhaus ist derzeit geschlossen / Neuer Sozialarbeiter gesucht

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„Stall“ vor ungewisser Zukunft

„„Aktuell sind die Gremien in der Meinungsfindung – es gibt noch keine neuen Erkenntnisse über den Stand der Dinge.“ Albrecht Jax Münster-Pastor

Bad Doberan. Die Tafel an der Hauswand ist leer – mit Kreide angekündigte Termine finden sich hier schon längere Zeit nicht mehr. Und auch die Türen am „Stall“

OZ-Bild

Doberaner Kinder- und Jugendhaus ist derzeit geschlossen / Neuer Sozialarbeiter gesucht

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20 Jugendliche

haben regelmäßig den Weg in den „Stall“ nach

Bad Doberan gefunden.

Das Projekt

der evangelischen

Kirchengemeinde in Bad Doberan ist eine Einrichtung der offenen Jugendarbeit in

kirchlicher Trägerschaft. Das Ziel ist, jungen Menschen unterschiedlicher Herkunft, Konfession und Interessen einen Treffpunkt zu bieten und in einen

gemeinsamen

Austausch zu bringen.

bleiben geschlossen – seit einigen Tagen ist das Doberaner Kinder- und Jugendhaus verwaist. „Es stimmt, im Moment finden hier keine Treffen oder Veranstaltungen statt“, sagt Hannes Roggelin, Mitglied im Gemeinderat der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde. Grund: Sozialarbeiter Tibor Kiss, in den vergangenen knapp drei Jahren federführend im „Stall“ engagiert, hat seinen Job in der Münsterstadt gekündigt.

„Das kam für uns schon überraschend“, sagt Roggelin, der auch Mitglied im Jugend- und Sozialausschuss ist. „Über die Gründe kann ich nichts sagen – manchmal richtet man sich im Leben neu aus.“ Dabei sei der Treff von den Jugendlichen gut angenommen worden, so Roggelin: „Man hat schon gesehen, dass der Bedarf an gemeinsamer Freizeit da war – bis zu 20 Leute haben sich hier regelmäßig getroffen.“

Und zwar aus den unterschiedlichsten sozialen Schichten: „Das Haus hat unheimlich viele Menschen aufgefangen.“

Kein Wunder – bietet der „Stall“ doch vieles, was junge Leute anzieht: eine Tischtennisplatte, ein Schlagzeug, Gitarren, eine Musikanlage und Gesellschaftsspiele sowie eine Gemeinschaftsküche samt Tresen. Es gibt einen Beachvolleyball-Platz – dazu entsteht auf dem Außengelände gerade in Eigenregie ein „Kinderspielhaus“.

Im Jahr 2011 hatte der „Stall“ nach fast vier Jahren Grundsanierung wieder seine Türen geöffnet – vorher präsentierte sich die Begegnungsstätte noch als Ruine. Unter der Regie von Fachleuten, Pastor und Kirchgemeindemitgliedern erneuerten junge Leute in mühevoller Arbeit Dach, Fenster, Türen, Fußböden und Wände.

„Das Haus ist zentral am Münster gelegen und hat sich als Bindeglied zwischen verschiedenen Gruppen bewährt“, sagt auch Burkhard Scheffler, Vorsitzender im Doberaner Jugend- und Sozialausschuss. „Deshalb sollte der ,Stall’ weiter genutzt werden.“ Aktuell seien „die Gremien in der Meinungsfindung“, sagt Münster-Pastor Albrecht Jax. Was das genau heißt – dazu könne er derzeit nichts sagen. „Es gibt hierzu im Kirchengemeinderat noch keinen Beschluss“, erklärt auch Hannes Roggelin.

Um den Betrieb zumindest provisorisch möglichst zeitnah wieder aufnehmen zu können, habe man auch Kontakt zum Jugendclub „Kompass“ Am Walkmüller Holz aufgenommen, sagt Roggelin: „Aber wirklich weitergekommen sind wir da nicht.“ Denn freie Mitarbeiter, die kurzfristig im „Stall“ aushelfen könnten, gebe es eben derzeit nicht, hat auch Burkhard Scheffler festgestellt.

Immerhin seien sowohl die Stadt als auch der Landkreis in der Spur, um nach geeigneten Nachfolge-Kandidaten zu suchen, so Scheffler.

Sozialarbeiter Tibor Kiss war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Lennart Plottke

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