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Störche werden erwartet

Vorder Bollhagen Störche werden erwartet

Im vergangenen Jahr gelang in Vorder Bollhagen eine kleine Sensation. Zum ersten Mal seit zehn Jahren haben Jungstörche gebrütet und drei Junge zur Welt gebracht, von denen zwei flügge geworden sind.

Vorder Bollhagen. Im vergangenen Jahr gelang in Vorder Bollhagen eine kleine Sensation. Zum ersten Mal seit zehn Jahren haben Jungstörche gebrütet und drei Junge zur Welt gebracht, von denen zwei flügge geworden sind. Außergewöhnlich war auch, sagt der zuständige Storchenbetreuer Stefan Kroll, dass einer der Störche erst zwei Jahre alt war. Nun laufen die Vorbereitungen, damit die Störche auch in diesem Jahr wieder einen Brutplatz in Vorder Bollhagen beziehen können. Das Nest ist in sich zusammengebrochen, die Holzkonstruktion darunter marode und durchgerottet.

„Ein Tischler hat sich bereit erklärt, die Holzkonstruktion zu erneuern“, sagt Kroll. Und zusammen mit dem Gutsverwalter von Vorder Bollhagen wollen sie das Konstrukt noch vor Ostern auf den Schornstein anbringen. Schon in den kommenden Wochen werden die ersten Vögel zurück erwartet. „In Westdeutschland sind schon mehr als 20 Prozent zurück, aber die waren auch nur in Spanien“, sagt der Storchenexperte. Die Vögel im Altkreis Bad Doberan überwintern in Afrika und fliegen über die Balkanroute. Bis zum 11. April waren im vergangenen Jahr aber schon 50 Prozent aller Störche zurückgekehrt, einen Monat später waren auch die letzten Nachzügler eingetroffen.

2015 war für die Experten ein extrem schlechtes Jahr, was den Bruterfolg angeht. Neuschnee im Frühjahr 2015 zwang die Störche zu großen Umwegen, einige überlebten den Wintereinbruch wahrscheinlich nicht. Die, die überlebt und den Weg in die Heimat gefunden haben, warteten zum Teil vergeblich auf ihre Partnerin oder sie kehrten so spät zurück, dass eine Paarung nicht mehr in Frage kam. Mit der Rückkehrquote in diesem Jahr wird sich zeigen, ob sich die Vögel neue Reviere gesucht haben oder tatsächlich in ihre Nester in der Region zurückkehren. „Wir können noch keine Prognose abgeben“, sagt Kroll, ist aber zuversichtlich. „Im Moment haben wir wieder viel Wasser auf den Wiesen und Feldern. Die Feuchtigkeit ist eine gute Nahrungsgrundlage für die Störche.“

2015 kamen 76 Junge auf gerade einmal 42 Paare. Ein extrem niedriger Wert. Das Jahr verzeichnen die Experten als Störungsjahr.

Von Katarina Sass

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