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Strandvögte – sie laufen wieder

Heiligendamm Strandvögte – sie laufen wieder

Kurtaxen-Kontrolle und Auskunft: Nach fünf Jahren kehrt Strandaufsicht zurück

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„„Die Strandaufsicht ist zur Kontrolle der Kurtaxe da. Sie soll auch Hinweise, Anregungen geben und auf die Einhaltung des Nichtraucherbereichs achten.“ Thorsten Semrau Bürgermeister Bad Doberan

Heiligendamm. Nach fünf Jahren hat Heiligendamm wieder eine Strandaufsicht. Seit zwei Wochen sind Thomas Nevermann und Kerstin Zado an der Küste des Seeheilbades unterwegs. Auf dem etwa zwei Kilometer langen Strand, auf der Promenade und im Kurwald kontrollieren die beiden Bad Doberaner die Sauberkeit und sind Ansprechpartner für Einheimische und Touristen.

2 Kilometer ist der Strand von Heiligendamm in

etwa lang. Er unterteilt sich in verschiedene

Abschnitte. So ist der Bereich östlich der

Seebrücke ein Nichtraucherstrand. Vor dem blauen Rettungsturm befindet sich der Sport- und Spielabschnitt mit Volleyballnetz und Fußballtoren im Sommer. Richtung Börgerende findet sich einer von drei Hundestränden.

„Die Stadtvertretung und auch die Doberaner Bürger haben sich wieder eine Strandaufsicht gewünscht“, sagt Bürgermeister Thorsten Semrau (parteilos). Die Haushaltslage gebe die Einstellung her. Die Strandaufsicht soll die Kurtaxe kontrollieren, Hinweise und Anregungen geben und beispielsweise auf die Einhaltung des Nichtraucherbereichs achten, so der Bürgermeister. 20 Stunden in der Woche sind die beiden Strandvögte jeweils angestellt. Feste Arbeitszeiten gebe es nicht, sagt Thomas Nevermann. Je nach Wetter seien sie im Einsatz.

Hunde nur am Hundestrand erlaubt

Kerstin Zado sieht am Strand einen Mann mit Hund an der Leine spazieren. Thomas Nevermann geht zu ihm. „Hundebesitzer dürfen mit ihren Tieren nicht am Strand spazieren. Dafür haben wir einen Hundestrand“, sagt Kerstin Zado. Allerdings sei dieser noch nicht hundertprozentig ausgeschildert. Zwar steht auf Höhe der Surfschule am Strandaufgangsschild der Hinweis, der nächste Hundestrand sei 0,4 Kilometer entfernt, doch Richtung Börgerende fehlten diese Hinweise noch. „In Heiligendamm gibt es drei Hundebadestrände“, sagt Thomas Nevermann. Einer Richtung Börgerende, ein zweiter westlich des Alexandrinenstegs und der dritte hinterm Kinderstrand Richtung Wittenbeck.

Nicht nur den Hundebesitzern geben sie Hinweise. Auch die Fahrradfahrer müssten sie immer wieder auf das Fahrverbot aufmerksam machen. Das gelte auf der Promenade vom Grand Hotel bis kurz hinterm blauen Rettungsturm sowie im Kurwald. „Viele wollen durch den Kurwald abkürzen“, sagt Kerstin Zado. Die 49-Jährige hat vorher im Ordnungsamt einer anderen Gemeinde gearbeitet und wollte ihren Arbeitsplatz nach Bad Doberan verlegen. Der Strandvogt habe sich da bestens angeboten. „Ich wollte weiter mit Menschen zusammenarbeiten“, sagt sie.

Die Resonanz der Einheimischen sei gut, sagt Thomas Nevermann. „Sie freuen sich, dass die Strandaufsicht wieder da ist.“ Die beiden Strandvögte reagieren auch, wenn sie Menschen auf den Buhnen laufen sehen. „Dann holen wir sie zurück“, sagt Kerstin Zado. „An den Buhnen wachsen Miesmuscheln. Wenn man da abrutscht, schneidet man sich die Füße kaputt“, fügt Thomas Nevermann hinzu.

Der gebürtige Bad Doberaner war bereits fünf Jahre Strandvogt in Heiligendamm, bevor die Stelle eingespart wurde. „Mir gefällt es, den ganzen Tag an der frischen Luft zu sein und immer wieder Kontakt mit Menschen zu haben“, sagt der 54-Jährige. Auch mit Tieren komme man durchaus als Strandaufsicht in Kontakt – nicht nur mit Hunden.

„Einmal habe ich eine Kegelrobbe am Strand bewacht. Sie hatte sich zum Schlafen hingelegt“, erzählt Thomas Nevermann. Durch einen Anruf bei der Heulerstation in Hohe Düne erfuhr er, dass die Robbe gerade freigelassen wurde und er sie einfach schlafen lassen sollte. Einfacher gesagt, als getan, denn die Strandgäste seien immer näher an das Tier herangekommen. Also bewachte er es. Abends sei die Robbe dann zurück ins Wasser gegangen. „Ich habe sie den ganzen Sommer immer mal wieder schwimmen sehen.“

Ein Badegast tritt an die beiden Strandvögte heran und möchte wissen, ob seine Kurkarte gültig ist. Die habe er in Kühlungsborn gelöst. Thomas Nevermann kann weiterhelfen, der Gast muss nicht noch mal zahlen. „Wer den Strandbereich betritt, ist kurtaxenpflichtig“, macht der Münsterstädter deutlich. Zwei Euro zahlen die Gäste am Tag und können die Kurkarte dann auch in Rerik, Boltenhagen, Kühlungsborn und Nienhagen nutzen.

Anja Levien

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