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Suppenküche zieht wieder ins Amtshaus zurück

Bad Doberan Suppenküche zieht wieder ins Amtshaus zurück

Einrichtung der Kirchengemeinde bleibt diese Woche geschlossen / Helfer räumen im Haus Gottesfrieden aus / Wiedereröffnung ist am Montag im Amtshaus

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Klaus Roßek (l.) und Fred Buck räumten gestern die Suppenküche im Haus Gottesfrieden aus. Die Einrichtung zieht wieder in das Amtshaus in der Klosterstraße. Viele Kartons mussten geschleppt werden.

Quelle: Renate Peter

Bad Doberan. Treppauf, treppab – und immer mit schweren Kisten, mit Tischen, Schränken und Regalen. Fleißige Helfer räumen die Suppenküche im Haus Gottesfrieden in Bad Doberan aus. Alles wird ins Amtshaus gebracht, wo am Montag die Einrichtung wiedereröffnet wird. Ein Jahr lang musste die Suppenküche dort ausziehen. Ein Wasserschaden hatte die unteren Räume im damals gerade umfangreich sanierten Haus unnutzbar gemacht. „In der letzten Oktoberwoche sind wir ausgezogen. Und nun ist wieder Oktober“, sagt Barbara Niehaus, Leiterin der Einrichtung der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde. Die Tische und Stühle des Hauses der Landeskirchlichen Gemeinschaft konnte die Suppenküche nutzen. Auch die Kücheneinrichtung. Doch Wäsche- und Personalschränke, Regale, das Gemüse- und das Trockenlager ziehen in dieser Woche um. „Das sind doch eine Menge Kisten“, sagt Barbara Niehaus und nennt Kittel, Küchenutensilien, Töpfe, Siebe, Bestecke. Klaus Roßek (54) und Fred Buck (73) schleppen die Kisten mit Gemüsekonserven. Der Schweiß steht ihnen auf der Stirn. Wieder fährt ein Transporter die Sachen in die Klosterstraße. Roßek und Buck helfen gern. Sie essen nicht nur mittags in der Einrichtung, sie helfen, wo es nötig ist, sagen sie.

OZ-Bild

Einrichtung der Kirchengemeinde bleibt diese Woche geschlossen / Helfer räumen im Haus Gottesfrieden aus / Wiedereröffnung ist am Montag im Amtshaus

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Zehn Leute sind an diesem Montag beim Umzug beschäftigt. Ehrenamtler und auch einige Gäste.

Alle freuen sich, dass es ab Montag im Amtshaus wieder losgehen kann. „Über das europäische Leader-Förderprogramm haben wir eine neue Kühlstrecke mit fünf Geräten finanziert bekommen“, sagt Barbara Niehaus stolz. Mit neuen Tischen kann der Platz im Raum besser genutzt werden. Die Waschmaschine ist angeschlossen. Die Spülmaschine geht in Betrieb. Die Geräte sind alle technisch abgenommen. Ein Fliesenleger bessert noch einige Flächen aus. Öland-Fliesen werden verlegt und dem Eingangsbereich optisch angeglichen. „Tag für Tag arbeiten wir uns vor“, sagt Barbara Niehaus. Es sei nun in eineinhalb Jahren der dritte Umzug, sagt sie schmunzelnd.

Etwa 80 Gäste werden täglich mittags in der Suppenküche versorgt. Nach erster Umgewöhnung im Haus Gottesfrieden hatten die meisten auch den Weg dorthin gefunden. Für viele Schulkinder sei es hier weiter vom Busbahnhof aus gewesen. Für einige Flüchtlinge lag es auf dem Heimweg von der Volkshochschule.

Das Team der Suppenküche freut sich, dass es wieder ins Amtshaus ziehen kann. „Hier ist auch die Vernetzung mit der Diakonischen Beratungsstelle besser. Der Migrationsrat sitzt im Haus“, sagt die Leiterin. Doch sie betont: „Wir sind dem Haus Gottesfrieden dankbar, dass wir nahtlos weitermachen konnten und hier Platz fanden.“ Es sei „ein unkompliziertes Miteinander“ gewesen. Jetzt muss die Landeskirchliche Gemeinschaft nicht nur wieder ihre Räume einräumen. Sie will im Haus einiges umbauen und hat dieses Vorhaben extra wegen der Suppenküche nach hinten gestellt. „Ende der Woche will das Team der Suppenküche die Räume übergeben. Und am Montag ist Eröffnung im Amtshaus. Die Suppenküche ist die letzte Einrichtung, die wieder einzieht. Dass es doch ein Jahr gedauert hat, hätte man nicht gedacht, so Münster-Pastor Albrecht Jax. „Bis auf kleine Restarbeiten sind wir mit der Sanierung durch“, sagt er. „Wir freuen uns, dass alle Bereiche wieder unter einem Dach sind“, betont Jax.

Und unterstreicht das, was Barbara Niehaus sagt. „Ohne Hilfe wäre es kaum möglich gewesen. Das hat sich gut gefügt.“

Im Januar 2015 war das Amtshaus nach 19 Monaten Bauzeit als neues Kirchen-Gemeindezentrum übergeben worden. Etwa drei Millionen Euro wurden in die Sanierung investiert. Im August dann der Schreck:

Ein Wasserschaden hatte die untere Etage unnutzbar gemacht.

Renate Peter

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