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Tafel Bad Doberan braucht Unterstützung

Bad Doberan Tafel Bad Doberan braucht Unterstützung

Dem Verein fehlen Kühltechnik, Autos, Regale / Spenden- und Vereinskonten noch nicht freigeschaltet

Bad Doberan. Nach der Gründung der Tafel Bad Doberan braucht der Verein dringend Unterstützung. „Uns fehlen Kühltechnik, Regale, Kisten, Autos“, zählt die Vereinsvorsitzende Kathrin Polz auf. Denn mit der Schließung des Doberaner Brotkorbes Ende Dezember sei auch die Ausstattung verloren gegangen. „Wir haben beim Landkreis und den Städten Anträge auf finanzielle Unterstützung gestellt“, sagt Polz.

 

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„Ich freue mich, dass wir wieder Bedürftige unterstützen können.“Mario Hoffmann, Edeka Kühlungsborn

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Die Unterstützung der Tafel ist für Kröpelin eine soziale Verpflichtung.“Thomas Gutteck, Hauptamtsleiter

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„Ich freue mich, dass wir wieder Bedürftige unterstützen können.“Mario Hoffmann, Edeka Kühlungsborn

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Die Unterstützung der Tafel ist für Kröpelin eine soziale Verpflichtung.“Thomas Gutteck, Hauptamtsleiter

Tafel ist Nachfolger des Doberaner Brotkorbs

300 sozialschwache Familien hatten vom Doberaner Brotkorb profitiert: rund 600 Erwachsene und 220 Kinder.

17 Jahre gab es die Einrichtung des Kreislandfrauenverbandes. Als Nachfolger wurde im Februar 2016 die Tafel Bad Doberan e. V. gegründet.

7 Mitglieder gründeten den Verein Tafel Bad Doberan. Vorsitzende ist Kathrin Polz, die Regional-Geschäftsführerin der Awo.

Die Stadt Kröpelin hat dem Verein bereits Unterstützung angeboten. Hauptamtsleiter Thomas Gutteck spricht von „sozialer Verantwortung“. Und Rüdiger Kropp, amtierender Bürgermeister, denkt darüber nach, dass die Stadt Mitglied des Vereins werden könnte. Doch darüber muss in den Ausschüssen noch beraten werden. Gedanken macht man sich auch in Bad Doberan. Und mit den Städten Kühlungsborn und Neubukow seien Kontakte geknüpft worden, sagt Kathrin Polz. Stefanie Drese, ebenfalls Mitglied des Vorstandes des Vereins Tafel Bad Doberan, hat in der Gemeinde Satow die Fäden geknüpft. „Wir brauchen Geld. Ohne Geld können wir nicht starten“, sagt die Vereins-Vorsitzende. Das fange bei kleinen Beträgen an. Als Person zahle man im Verein einen Euro im Monat, als Verein, Kommune oder Institution monatlich 20 Euro. Und der Verein ist auf Spenden angewiesen. Für die Mitgliedsbeiträge und die Spenden sind ein Vereins- und ein Spendenkonto eingerichtet worden. „Doch die können erst freigeschaltet werden, wenn der Verein im Vereinsregister bestätigt ist“, erklärt Kathrin Polz. Der Notartermin steht. Alle warten, dass es losgeht.

Der Verein Tafel Bad Doberan hatte sich im Februar als Nachfolger des Doberaner Brotkorbes gegründet. Der Brotkorb in Trägerschaft des Kreislandfrauenverbandes war im Dezember geschlossen worden. Er hatte zuletzt mehr als 300 sozialschwache Familien, 600 Erwachsene und 220 Kinder, mit Nahrungsmitteln unterstützt. „Der Bedarf ist nach wie vor da, die Leute warten darauf“, sagt Tafel-Mitgründerin Stefanie Drese. Auch die Bereitschaft der Händler sei weiterhin da. „Wir wollen nicht zu viel Zeit verstreichen lassen.“

Mario Hoffmann, Inhaber des Kühlungsborner Edeka-Marktes, musste gestern wieder Lebensmittel wegwerfen. Das ärgere ihn, denn die seien nicht schlecht, nur nahe an der Verbrauchsfrist. „Ich würde mich freuen, wenn unser Markt die Lebensmittel wieder an eine Tafel geben und somit Bedürftige unterstützen könnte. Ich stehe voll dahinter“, betont Hoffmann, der viele Jahre den Brotkorb unterstützt hatte.

„Die Märkte, die vorher den Brotkorb und zwischenzeitlich die Tafel Rostock beliefert haben, werden uns sozusagen zurückgegeben“, sagt Kathrin Polz. Das seien so große Märkte wie Citti, Real oder Globus. Am Mittwoch meldete sich auch Fred Kretschmann von Lidl. Die Filialen der Kette in Bad Doberan, Kühlungsborn und Kröpelin hatten den Brotkorb unterstützt und wollen jetzt wieder helfen. Über die OSTSEE-ZEITUNG holte sich Kretschmann den Kontakt zur Tafel und bot dort bereits die Hilfe an.

Beim Internationalen Bund in Kröpelin soll eine Sammelstelle eingerichtet werden, in Bad Doberan wird ein Raum für die Ausgabe gesucht. Auch in Neubukow und Kühlungsborn soll es Ausgabestellen geben.

Am 4. April wird der Vorstand des Vereins Tafel über weitere aktuelle Aufgaben beraten. „Wir müssen Schritt für Schritt weiterkommen“, sagt Kathrin Polz.

Am 1. Mai wird sich der Verein beim Aktionstag am Kornhaus vorstellen und um Unterstützung werben. Wer beispielsweise mit Regalen, Kühltechnik, Kisten oder Tischen weiterhelfen möchte, kann sich bei der Arbeiterwohlfahrt, deren Regional-Chefin Kathrin Polz ist, unter ☎ 038 292/82 67 00 melden oder eine Mail an info@awo-doberan.de schicken.

Von Anja Levien und Renate Peter

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