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Tarnow-Straße: Poller behindern Feuerwehr und Müllauto

Bad Doberan Tarnow-Straße: Poller behindern Feuerwehr und Müllauto

Anwohner kritisiert zu enge Straße und zu wenig öffentliche Parkflächen

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Die Rudolf-Tarnow-Straße ist laut Bauamt zwar nicht zu eng. Aber Müllfahrzeuge und die Feuerwehr haben es trotzdem schwer.

Quelle: Foto: Katarina Sass

Bad Doberan. Ärger um die neu sanierte Rudolf-Tarnow-Straße auf dem Buchenberg: Dort ist die Einbahnstraße derart eng gebaut, dass es nach Aussage eines Anwohners Probleme gibt, wenn größere Fahrzeuge in der Straße halten und andere Autos vorbeifahren wollen. Müllautos, Umzugswagen und Feuerwehr hätten es schwer beim Rangieren. Auch zu wenig öffentliche Parkplätze werden kritisiert. Feuerwehr und das Abfallunternehmen bestätigen die Probleme.

 

OZ-Bild

Würde die Straße zu eng sein, wäre sie nicht genehmigt worden.Norbert Sass, Bauamtsleiter

Quelle:

2016 hat die Stadt gemeinsam mit dem Zweckverband Kühlung (ZVK) sowie den Anliegern, der Allgemeinen Wohnungsgenossenschaft (AWG) und der Wohnungsbau- und Investitionsgesellschaft (WIG), die kleine Einbahnstraße sanieren lassen. Die illegalen Stellflächen für parkende Autos wichen den offiziellen, die aber gemietet werden müssen. Niedrige Holzpfähle schützen nun die Rasenflächen vor Wildparkern.

„Hier gibt es keinen einzigen öffentlichen Parkplatz mehr“, ärgert sich Anwohner Horst Titz. Wenn sein Sohn zu Besuch käme, müsse er sein Auto weit entfernt parken. Das sei vor der Sanierung anders gewesen. Er selbst bekomme ein Knöllchen, wenn er in sicherer Entfernung vor den Garagen parke. Die Stadt kann die Kritik nicht nachvollziehen. Vor drei Jahren habe das Bauamt auf dem gesamten Buchenberg den Bedarf an Stellflächen ermittelt, sagt Ute Busse vom Bauamt. 803 angemeldete Autos waren für den Ortsteil registriert. „Es gab 448 Garagenplätze und 560 offizielle Stellflächen – wenn die Anwohner rücksichtsvoll parken und nicht auf zwei Parkflächen stehen“, sagt die Mitarbeiterin. „Wir haben an einem Maiabend zwischen 20 und 21.15 Uhr die Autos gezählt.“ Das Ergebnis sei eindeutig gewesen: In den Straßen parkten rund 1000 Fahrzeuge. Es habe also 107 freie Stellflächen gegeben. Die Fluktuation mit einbezogen, weil nicht jeder Garagenbesitzer sein Auto in der Garage parke oder nicht jedes zugelassene Auto auf dem Buchenberg stehe.

„Nur ein kleiner Teil wird von den Wohnungsgesellschaften vermietet. Der Rest ist öffentlich.“ Ute Busse erinnert an eine Umfrage der WIG unter Mietern, wer einen kostenpflichtigen Parkplatz nutzen würde. „Es hat sich niemand gemeldet“, sagt sie. Also: Stellflächen gebe es ausreichend, aber kaum jemand wollte damals dafür zahlen.

Auch die Kritik an der zu engen Straße lässt das Bauamt nicht gelten: „Die Straße hat das Mindestmaß von 3,55 Meter, Bemessungsfahrzeug ist das Müllauto.“ Bauamtsleiter Norbert Sass ergänzt: „Die Pläne sind von der Stadtvertretung abgesegnet worden. Außerdem gab es eine öffentliche Auslegung, bei der sich die Anlieger – die Vermieter und Mieter – melden konnten.“ Eine Sprecherin des Abfalldienstes Veolia bestätigt zwar, dass der Sperr-, Bio- und Hausmüll sowie die gelben Tonnen ordnungsgemäß in der Tarnowstraße abgeholt werden, schränkt aber ein: „Unsere Fahrer haben gesagt, dass es schon eng im Kurvenbereich ist und sie noch vorsichtiger als sonst fahren müssen, um nicht gegen den Bordstein zu fahren.“

Deutlich mehr Probleme hat dagegen die Feuerwehr. Wehrleiter Olaf Schulz sagt, dass es am 9. März in der Straße eine Übungsfahrt mit dem Drehleiterwagen gegeben habe. Mit dabei waren auch Vertreter der Stadt. „Durch die Poller erreichen wir mit der Drehleiter nicht alle Wohnungen. Sie behindern die Feuerwehr“, sagt er. Auch die Kurven seien zu eng für den Leiterwagen. Da müsse nachgebessert werden. Das Protokoll liege bei der Stadt. Verantwortlich für die Poller sind die Wohnungsunternehmen.

Katarina Sass

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