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Tauben, Wachteln, Wildhühner: In Satow leben flatterhafte Exoten

Satow Tauben, Wachteln, Wildhühner: In Satow leben flatterhafte Exoten

Seit 41 Jahren ist die Interessengemeinschaft „Ziergeflügel, Exoten und Kanarien“ aktiv / Zur Ausstellung Ende Oktober wollen Mitglieder die gefiederten Schönen präsentieren

Satow. Wunderschöne Exoten leben in unserer Region. In Satow sind die gefiederten Schönen in vielen Farbschlägen und Rassen im „Rassegeflügel- und Vogelverein Satow und Umgebung“ vertreten. Eine der beiden integrierten Interessengemeinschaften ist die „Ziergeflügel, Exoten und Kanarien“ (ZEK). Sie besteht seit 1975 und wurde damals als Sparte „Ziergeflügel und Exoten“ gegründet.

Zehn Männer und Frauen im Alter von 25 bis fast 80 Jahren gehören der IG an, deren Vorsitzender Lothar Schröder schon im Alter von 14 Jahren mit dem Züchten begann. Mittlerweile besitzt der 59-Jährige um die 300 Ziergeflügel und Exoten — ohne Nachzucht gezählt: „Mein Vater brachte damals Goldfasane mit nach Hause“, erinnert sich der Satower an die „Liebe auf den ersten Blick“.

Fasane, Wildtauben, Wachteln und Wildhühner — auf seinem Hof sind sie alle echte Hingucker: die Seidenhühner mit ihren zarten Federn, die schönen Goldfasane und bunt gefiederten Täubchen. „Wir Züchter möchten vom Aussterben bedrohte Arten erhalten und den Bestand vergrößern“, erklärt der Fachmann. Einige Mitglieder beschäftigen sich mit der Zucht bestimmter Vogelarten nach einem von Menschenhand geschaffenem Idealbild und nehmen an Landes- und Bundesausstellungen teil. „Wir züchten von A bis Z, das heißt von Amherstfasan bis Zebrafink alles.“

Das Hobby hat jedoch auch seine Tücken: „Lange verreisen? Das geht eigentlich nicht“, sagt Schröder. Die Versorgung setzt Fachwissen voraus. Ehefrau Bärbel Schröder-Barholz hat es: „Wir sind seit 15 Jahren zusammen, seit 13 Jahren züchte ich“, sagt sie und kündigt an: „Am 29. und 30. Oktober wird es die erste Vereinsausstellung ,Ziergeflügel- und Vogelausstellung‘ geben.“

Austragungsort ist Satows Mehrzweckhalle. Der holländische Künstler Cor Hendrikx spezialisierte sich auf Tierporträts und wird vor Ort malen. Gern können auch Eulenzüchter und Falkner ausstellen, teilen die Veranstalter mit. Neu ist am Sonntag eine große offene Geflügel- und Vogelbörse. „Jeder kann verkaufen und kaufen“, sagt Bärbel Schröder-Barholz, die mit dafür sorgt, dass die Käfige mit natürlichem Material schön ausgestaltet sind.

Die Vorbereitung bedeutet einen enormen Arbeitsaufwand. Im vergangenen Jahr waren 18 Helfer 700 Stunden im Einsatz. „Weil sich der Güstrower Verein aufgelöst hat, sind wir nun der westlichste Vogelverein Mecklenburgs, der sich mit der Zucht von Exoten, Ziergeflügel und Kanaren beschäftigt“, erklärt Lothar Schröder, der von Zuchtfreund Eberhard Brenner sen. als „wandelndes Lexikon“

beschrieben wird: „Ich kenne niemanden, der so viel Fachwissen besitzt für alles, was Federn trägt“, macht der 76-jährige ehemalige Unternehmer deutlich, der früher um die 300 Vögel besaß und aktuell noch rund 30.

„Ja“, witzelt Bärbel Schröder-Barholz. „Über das Studieren vergisst er sogar seine Frau.“ Ihr Mann beschäftigt sich seit 40 Jahren intensiv mit dem Thema und besitzt mehr als 100 Fachbücher. „Er nimmt alles sehr genau und achtet streng auf korrekte Abhandlungen“, sagt Brenner, der zweimal Medaillen für die Erstzucht der Schwarzbrustdrossel sowie des Weißohrhäherlings erhielt.

Schröder bekam für die Erhaltungszucht von Pikazuro- und weinroten Turteltauben Medaillen. Es gibt für Prachtfinken nur zwei Preisrichter in MV und nur einen für Kanarien, Ziergeflügel und Exoten — und das ist Schröder, der auch Fachvorträge hält und publiziert.

Viele Jungtiere der Vereinsmitglieder sind bereits geschlüpft — auf die Fasane wird noch gewartet, denn die Herbstausstellung soll wieder bunt und exotenreich werden.

Von Sabine Hügelland

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