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Theaterfreunde hoffen auf Rettung im letzten Akt

Rostock Theaterfreunde hoffen auf Rettung im letzten Akt

Nach einem Jahr hat die „Initiative Volkstheater“ bei Politik und Bürgern kaum etwas erreicht / Spartenschließung steht kurz bevor

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In einer Sondersitzung am Dienstag besprach die „Initiative Volkstheater“ das Vorgehen bis zur nächsten Bürgerschaftssitzung.

Quelle: Ove Arscholl

Rostock. Die „Initiative Volkstheater“ gibt noch einmal alles, um in der Rostocker Kulturpolitik ein Umdenken zu bewirken. Mit Aktionen und Protesten will sie sich wieder Gehör verschaffen. Hintergrund: In der kommenden Woche soll die endgültige Entscheidung zur Theaterstruktur in der Bürgerschaft fallen.

Vor einem Jahr gegründet, hat die Gruppe von Theaterfreunden aus eigener Sicht jedoch bislang wenig erreichen können. Immerhin: „Die Sturmwache ist gut angenommen worden. Es haben sich genügend Leute als Wächter gemeldet, sodass wir die Aktion noch bis Ende Dezember fortführen werden“, berichtet Jan-Ole Ziegeler, Sprecher der Initiative. Noch einmal werden Aufkleber und Flyer zum Thema verteilt, auch eine Postkartenaktion kündigt die Initiative an, will aber nichts näheres verraten. Vor der Bürgerschaftssitzung soll dann wieder eine Demo stattfinden. „Wir versuchen wieder, bekannte Gesichter aus Kultur und Kunst dafür zu gewinnen“, so Malte Rüther, Mitglied der Initiative. Als Höhepunkt des Protests werde zu einem Lichtermeer aufgerufen. „Wir hatten die Idee, dafür Grablichter zu nehmen“, verrät Rüther.

Ziel all dieser Aktionen sei es, die Spartenschließung zu verhindern. Denn ohne die zwei Sparten Opernchor und Tanzcompagnie sei das Theater „nicht mehr zukunftsfähig“, so Rüther. Das aktuell diskutierte „2+2“-Konzept halten Rüther und Ziegler für „Etikettenschwindel“. Das breite Angebot des Theaters könne mit Gastspielen nicht gewährleistet werden. „Und das ist nicht das, was für de größte Stadt des Bundeslandes angemessen ist“, erklärt Rüther. Dass die Initiative bei ihrem Kurs jedoch nur bedingt Rückhalt seitens der Bevölkerung bekommt, zeigt ein Beitrag von Jan-Ole Ziegeler auf der Facebook-Internetseite der Initiative. „Ihr werdet euer Volkstheater verlieren, liebe Rostocker. Ich bin tief erschrocken, verwundert und verwirrt, dass nun inzwischen niemand mehr aufsteht und mitmacht, dagegen was zu unternehmen“, schreibt der Initiativen-Sprecher.

Eva-Maria Kröger (Linke), Mitglied des Theater-Aufsichtsrats, erhofft sich von den Protesten der Initiative die Rettung in letzter Sekunde. „Mein großer Wunsch ist, dass sich Stadt und Theaterleitung an einen Tisch setzen und Zahlen, Fakten und Risiken auf den Tisch bringen“, so Kröger. Sie befürchte sonst das Schlimmste für die nächste Bürgerschaftssitzung.

 



Nele Reiber

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