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Valentinstag: Grüner Liebesbrief von der Obstarche Reddelich

Reddelich Valentinstag: Grüner Liebesbrief von der Obstarche Reddelich

Verein vergibt Patenschaften für Bäume / Antrag für einen Obstlehrpfad

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Zum Valentinstag könnte ein Obstbaum der Reddelicher Obstarche ein nachhaltiges Geschenk sein, findet Dr. Silvia Kastell.

Quelle: Foto: Sabine Hügelland

Reddelich. Um die 2000 Apfelsorten gibt es in Deutschland. 30 000 sind es weltweit. Davon wachsen 177 seit knapp vier Jahren in Reddelich. Und nicht nur die. Mit Kirschen, Birnen & Co. gibt es insgesamt 309 verschiedene Obst-Sorten. Insgesamt wachsen hier 422 Bäume. Gepflanzt von den Mitgliedern, Freunden und Unterstützern der Obstarche, denen sich für 100 Obstbäume Baumpartnerschaften anschließen. Darunter befinden sich auch viele Kinder, die nun gemeinsam mit ihren Paten-Bäumchen groß werden.

309 Obstsorten

177 verschiede Apfelsorten wachsen bei der Obstarche Reddelich. Ingesamt sind es 309 verschiedene Obstsorten. Die Obstarche ist ein Projekt des Kulturvereins für Reddelich und Brodhagen und soll seltene und vom Aussterben bedrohte Sorten bewahren. Dafür kann jeder eine Baumpatenschaft übernehmen. Weitere Informationen unter:www.obstarche-reddelich.de

Dr. Silvia Kastell, die Sprecherin der Obstarche möchte jetzt der Liebe Auftrieb geben und sagt: „Zum Valentinstag bieten wir an, ein unvergessliches Geschenk zu machen, das garantiert nicht nach zwei Wochen verwelkt. Ein Obstbaum mit einer historischen Sorte, den sich liebende Menschen schenken können.“ Er blühe treu jedes Jahr und trage auch noch herrliche Früchte. „Auch Hochzeits-, Geburts- und Familienbäume können nach alter Tradition gepflanzt werden“, sagt sie. „Für die Baumpflanzung, die von der Obstarche vorgenommen wird, sowie die Pflege des Baumes bitten wir um 100 Euro, die zugunsten der Obstarche gehen.“

Die Obstarche ist ein gemeinnütziges Projekt des Kulturvereins für Reddelich und Brodhagen, welches im Herbst 2014 ins Leben gerufen wurde und von der Heidehof Stiftung, Bingo – Die Umwetlotterie, Fielmann AG und vielen weiteren privaten Sponsoren gefördert wird. Mit der Anlage von Streuobstwiesen wird ein gesicherter Ort für seltene und vom Aussterben bedrohte Obstsorten geschaffen.

Der Pomologe Jens Meyer aus Mecklenburg-Vorpommern unterstützte die Obstarche mit Reiser von seltenen und vom Aussterben bedrohten Apfel- und Birnensorten. „Die Bäume wurden von ihm und anderen Pomologen in MV gefunden“, sagt Silvia Kastell. Diese Reiser befinden sich zur Winterhandveredlung im Kröpeliner Baumschulen-Fachbetrieb „Pflanzenhandel Hinrichs GmbH“. „Aus den Reisern, die auf starkwüchsige Unterlagen gepfropft werden, entsteht ein Obst-Hochstamm. Dieser ist für Streuobstwiesen geeignet und hat eine lange Lebensdauer und lange Ertragsphase“, klärt Silvia Kastell auf.

„Aus diesen Reisern entstandene Obstbäume werden wir im Herbst nächsten Jahres in die Streuobstwiesen pflanzen.“ Denn ab dem Moment, wo sie gepfropft werden, brauchen die Bäume insgesamt zwei Vegetations-Perioden im Gewächshaus, bis sie zu zwei Meter hohen Hochstämmen gewachsen sind. „Die 60 seltene und vom Aussterben bedrohte Apfel- und Birnensorten, die wir im November 2017 pflanzen werden, brachten wir vor einem Jahr zur Winterhandveredlung“, sagt die Obstarche-Sprecherin und verweist damit auch auf das Areal des „grünen Klassenzimmers“.

Es entstand von November 2014 bis Dezember 2016. „Wenn die Saat-Zeit beginnt, kommen 35 verschiedene Wildkräuter- und Wildblumensamen auf die Grünfläche unter den Bäumen hinzu, um so Artenvielfalt zu bekommen“, sagt Silvia Kastell. „Jetzt müssen wir einen Projekt-Antrag stellen, der die Gestaltung eines Obstlehrpfades entlang der Obstbaumpflanzungen zum Inhalt hat. In diesem Zusammenhang wird das ’grüne Klassenzimmer’ mit gefördert. Außerdem soll jeder Baum mit einer Sortentafel ausgestattet werden, damit sich die Obstwanderer darüber informieren können.“

Reddelich feiert in diesem Jahr sein 840. Dorfjubiläum. Die Obstarche wird am 8. Juli mit einem Infostand dabei sein und den ersten produzierten Reddelicher Edelbrand aus aromatischen Äpfeln präsentieren. Auch der Verkauf von Streuobstwiesen-Direktsaft aus Äpfeln ist angedacht. Die Einnahmen gehen zugunsten des Erhalts und der Pflege der Obstbäume. Dazu zählen solche Aufgaben wie Schneiden, Gießen, Hacken und Reparaturen.

Am 22. Oktober ist der zweite Gartenflohmarkt geplant - mit einer mobilen Mosterei. „An diesem Tag und zum Dorfjubiläum werden wir eine Wanderausstellung des Naturschutzbundes Nabu zum Thema Streuobstwiesen vor Ort haben“, sagt Silvia Kastell.

Sabine Hügelland

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